Peter Maffay gesteht musikalischen Makel: "Weil ich es nicht kann!"

München - Peter Maffay (72) zeigt sich auf seinem neuen Album "So weit ..." von seiner emotionalen Seite. Die Platte im Singer-Songwriter-Stil ist im Corona-Jahr entstanden. Bei den Texten hatte der Musiker namhafte Unterstützung - und das hat auch einen Grund.

Peter Maffay (72) hat im Corona-Jahr an einem neuen Album gearbeitet.
Peter Maffay (72) hat im Corona-Jahr an einem neuen Album gearbeitet.  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

"Weil ich es nicht kann", offenbart Maffay im Interview mit der Deutschen Presseagentur. "Ich habe in meinem Leben vielleicht fünf Songtexte geschrieben - und kein Schwein wollte sie. Mir fehlt diese besondere Begabung, das ist nicht mein Baukasten, und das habe ich schon ziemlich bald erkannt."

Johannes Oerding (39) und Benni Dernhoff (38) haben deshalb die Texte für das neue Album geschrieben. Bei zweien wirkte auch seine Lebensgefährtin, Hendrikje Balsmeyer (34), mit.

Maffay selbst war für die Kompositionen zuständig. "So habe ich mit dem Multi-Instrumentalisten B.J. Meiers in einem Raum an der Musik und Johannes und Benni haben in dem anderen Raum an den Texten gearbeitet. Das war genial. Ein richtig schönes Miteinander", verrät der 72-Jährige.

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Die neue Platte gewährt tiefe Einblicke in das Seelenleben des Musikers. Als "autobiografisch und persönlich" bezeichnete der Altrocker das Werk jüngst selbst. Wie ist das möglich, wenn die Texte gar nicht von Maffay selbst stammen?

"Ich habe mich mit den beiden ausgetauscht und ihnen gesagt, wohin ich mit den Songs will. Die Voraussetzung dafür ist, dass man sich wirklich gut kennt, dass man auf einer Wellenlänge mit dem Texter ist. Das war hier gegeben", erklärt Maffay.

Peter Maffay widmet seinem verstorbenen Vater Song auf "So weit ..."

Peter Maffay hat seinem verstorbenen Vater einen Song auf dem neuen Album gewidmet.
Peter Maffay hat seinem verstorbenen Vater einen Song auf dem neuen Album gewidmet.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Einer der emotionalsten Songs auf dem neuen Album heißt "Wenn wir uns wiedersehen" und ist Maffays verstorbenem Vater gewidmet. Beim Einsingen habe er ständig Tränen in den Augen gehabt, sagt der Musiker.

"Als er schließlich im Kasten war, das war mitten in der Nacht, habe ich mir einen Mix für das Auto mitgenommen. Normalerweise brauche ich vom Studio bis nach Hause ungefähr zehn Minuten - doch ich habe es mir da so richtig gegeben: Bis zum Morgengrauen habe ich mir im Auto den Song angehört", so Maffay.

Peter Maffay lebt mit seiner Familie am Starnberger See. Dort nimmt der Musiker auch seine Songs auf. Mit dem "Red Rooster Studio II" in Tutzing hat er sich einen Lebenstraum erfüllt.

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Zahlreiche Künstler und Weltstars, wie Joe Cocker (1944 - 2014) oder Wolfgang Niedecken (69) von BAP, waren schon in dem persönlichen Maffay-Studio zu Gast.

Titelfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

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