Rückkehr des Kult-Kängurus: Jetzt geht es Söder, Merz, der AfD, Lanz und Co. an den Kragen

Von Martin Oversohl

Berlin - Dingdong, es klingelt. Mal wieder. Vor 17 Jahren steht das Känguru zum ersten Mal vor der Tür von Ich-Erzähler und Autor Marc-Uwe Kling (44), um sich Eier für den Eierkuchen zu borgen. Und Salz. Und Milch, Mehl, Öl, auch eine Pfanne und den Herd.

Marc-Uwe Klings (44) Känguru rebelliert - mal wieder.
Marc-Uwe Klings (44) Känguru rebelliert - mal wieder.  © Sebastian Gollnow/dpa

Drei weitere Textsammlungen zum kommunistischen, vorlauten Beuteltier mit Hang zur Anarchie hat Kling seither zusammengeschrieben - und sich zuletzt acht Jahre Anlauf für die neuen Känguru-Eskapaden zwischen zwei Buchdeckeln gegönnt.

Mit Eierkuchen ist es im neuen fünften Band mit dem Titel "Die Känguru-Rebellion" nicht mehr getan.

Die Weltlage ist als Thema gerade gut genug ("Vier Fünftel Kapitalismus, ein Fünftel Imperialismus"), die digitale Revolution wird ausgerufen, Medienkonzerne und Social-Media-Plattformen werden gedisst und Luthers Thesen gezählt, während das Känguru in der Hängematte eine weitere Schnapspraline auspackt und genussvoll verzehrt.

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Mit einer Selbstverständlichkeit setzt sich das Känguru über Wünsche und Gefühle der Menschen nonchalant hinweg und verteilt sein Wissen ungefragt: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (59) und Bundeskanzler Friedrich Merz (70) bekommen genauso ihr Fett weg wie die AfD und die steinreichen Tech-Mogule um Elon Musk (54), die Banken und Versicherungen, die Bahn, TV-Moderator Markus Lanz (56) und die Sprachpäpste.

Auf rund 280 Seiten holt Kling zu diesem Rundumschlag aus gegen alles, was ihm suspekt ist - und er tut das gut recherchiert.

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa

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