Köln - Zwei Wochen sind es noch, bis sich Sarah Engels (33) gegen acht Mitstreiter durchsetzen und für Deutschland zum Eurovision Song Contest (ESC) fahren will. Jetzt hat sie über prägende Momente ihres Lebens und die schweißtreibenden Vorbereitungen auf ihren großen Tag gesprochen.
Ihr Leben geändert habe sich durch die Geburt ihres Sohnes Alessio, als sie 22 war. "Heute kann man dazu stehen: Ich war teilweise überfordert", sagte sie in einem Live-Interview mit "ESC kompakt". Mittlerweile ist sie zweifache Mama, Solea Liana ist im Dezember vier Jahre alt geworden.
Sie selbst habe in ihrer Vergangenheit auch viele andere prägende Momente erlebt, mit denen sie sich lange Zeit nicht auseinandergesetzt habe. "Irgendwann hab ich mir die Frage gestellt: Warum, Sarah, bist du so, wie du bist?"
Oft habe sie eigene Bedürfnisse zurückgesteckt - aus Liebe, Fürsorge und Verantwortung. Heute weiß sie, dass sie viel besser damit umgehen kann, wenn sie die Dinge anspricht oder gar in Songs packt.
So auch bei "Fire". Mit dem Dance-Track, der sich an Frauen richtet, die ihr eigenes Feuer wieder zum Brennen bringen sollen, will sie zum ESC. Inklusive einer Tanzperformance, an der sie hart feilt. Denn: "Ihr denkt alle, dass ich mich richtig toll bewegen könnte. Aber ich war immer ein richtiger Körperklaus."
Das harte Choreo-Training "ist die Hölle", bestätigt die "The Masked Singer"-Gewinnerin von 2020. "Ich trainiere zum Beispiel auf dem Laufband, singe dabei und denke danach, ich brauch ein Sauerstoffzelt."
Sarah Engels holt sich Inspiration von ESC-Zweitplatzierter
Sie sei keine Tänzerin und werde auch nie eine sein, gesteht die 33-Jährige, deren 1,8 Millionen Instagram-Follower zu 97 Prozent weiblich seien.
Inspirationen für "Fire" habe sie sich auch von früheren ESC-Teilnehmern geholt. Während sie die Aura von Loreen (42) fasziniert, habe sich Sarah in Sachen Tanzperformance unter anderem den Beitrag von Eleni Foureira (38, "Fuego") aus 2018 reingezogen. Die Zypriotin wurde hinter Netta (33, "Toy", Israel) Zweite.
Natürlich werde für Sarah Engels der Gesang eine große Rolle spielen, "aber wir müssen da eine richtige Performance raushauen", hatte sie den Beteiligten eingetrichtert.
Der deutsche ESC-Vorentscheid "Das Deutsche Finale 2026" zeigt das Erste am 28. Februar ab 20.15 Uhr. Der Sieger fährt nach Wien, wo das ESC-Finale am 16. Mai stattfindet.