"So ein alter Knochen": Ex-"Tagesschau"-Sprecher überrascht mit ehrlichem Geständnis

Hamburg - Erst vor wenigen Tagen feierte Constantin Schreiber (47) seinen 47. Geburtstag. Doch statt sich über das Älterwerden zu beklagen, sieht der ehemalige "Tagesschau"-Sprecher viele gute Seiten daran.

Constantin Schreiber (47) nennt in einem Video auf Instagram positive Aspekte des Älterwerdens.  © Fotomontage: Screenshot Instagram/constantinschreiber

"So ein alter Knochen bist du", zitiert der Journalist einen Social-Media-Kommentar in seinem neuesten Video auf Instagram. Doch statt sich von der Bemerkung angegriffen zu fühlen, gibt der gebürtige Niedersachse dem Fan recht. "Aber ich finde bisher, dass das Älterwerden auch viele gute Seiten hat", fügt er hinzu.

"Ich muss niemandem mehr gefallen, außer mir selbst", nennt er einen positiven Aspekt des Älterwerdens. "Als junger Mensch verbringt man ja sehr viel Zeit damit, Erwartungen zu erfüllen." Allerdings gelinge es nach Angaben von Schreiber ohnehin nicht, es allen recht machen zu können.

"Es wird immer Menschen geben, die einen mögen und solche, die einen ablehnen. Und das kann dann sehr befreiend sein, dass man Entscheidungen nicht mehr danach trifft, was andere denken könnten, sondern danach, ob man selbst mit sich im Reinen ist."

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Auch, dass man sich mit zunehmendem Alter mehr auf die Menschen konzentrieren würde, die einem guttun, sehe der 47-Jährige als positiv. "Qualität schlägt Quantität", so sein Leitsatz. Die Geduld für "Energieräuber und ewige Nörgler" nehme einfach ab.

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Ex-"Tagesschau"-Sprecher Constantin Schreiber: "Das Leben ist schön"

Aktuell ist der ehemalige "Tagesschau"-Sprecher für Axel Springer tätig. (Archivfoto)  © Christoph Soeder/dpa

Zudem ärgere sich der ehemalige "Tagesschau"-Sprecher mit zunehmendem Alter weniger über Dinge. Zwar rege er sich dennoch in manchen Situationen auf, "aber vieles, was früher riesig erschien, verliert zunehmend an Bedeutung. Weil man inzwischen weiß, die meisten Probleme lösen sich und die anderen auch, nur anders, als man vorher vielleicht dachte."

Eine weitere wichtige Erkenntnis: Geben kommt mehr Bedeutung zu als Nehmen. "Mir wird immer klarer, dass die schönsten Momente häufig die sind, in denen man etwas geben kann." Als Beispiele nennt der Journalist unter anderem Zeit, Interesse oder ein gutes Wort.

Die letzte und eine der wichtigsten Erkenntnisse mit steigendem Alter: "Das Leben ist schön", so der Wahl-Hamburger. "Es ist nicht immer leicht, nicht immer gerecht, aber vielleicht sieht man ja gerade deshalb, wie viel Schönes es gibt", erklärt Schreiber abschließend.

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Der 47-Jährige kann bereits jetzt schon auf eine erfolgreiche Karriere zurückblicken. Erst studierte er Jura, bevor er sich dem Journalismus zuwandte. Neben der "Tagesschau" war er unter anderem mehrere Jahre für n-tv tätig. Seit 2025 arbeitet er nun als Global Reporter für Axel Springer.

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