Wegen Shelby Lynn: Sophia Thomalla tritt aus CDU aus

Berlin - Sie gehörte zur CDU wie die Butter aufs Brot, doch damit ist jetzt Schluss. Seit zwölf Jahren ist Sophia Thomalla (34) Mitglied bei den Christdemokraten, plauderte mit Kanzlerkandidat Armin Laschet (62, CDU), kündigte nun aber ihren Parteiaustritt an. Der Grund: "Realitätsverlust der Politiker" bzw. Shelby Lynn (24).

Werden keine Freunde mehr: Lindemann-Ex Sophia Thomalla (34, r.) und Shelby Lynn (24).
Werden keine Freunde mehr: Lindemann-Ex Sophia Thomalla (34, r.) und Shelby Lynn (24).  © Marcus Brandt/dpa, Christoph Soeder/dpa

Die Irin hatte einst den Rammstein-Skandal ins Rollen gebracht. Demnach wollte Till Lindemann (60) beim Tourauftakt in Vilnius Sex mit der 24-Jährigen haben, was diese ablehnte. Der Rammstein-Frontmann soll daraufhin aggressiv reagiert, ihr Nein aber akzeptiert haben.

Am nächsten Morgen soll Lynn ohne Erinnerungen aufgewacht sein, aber übersät mit blauen Flecken. Ihre Vermutung: K.-o.-Tropfen!

Im Netz machte sie auf den Vorfall aufmerksam. Es meldeten sich immer mehr mutmaßliche Opfer - unter anderem auch eine damals 15-Jährige. Der Rammstein-Skandal nahm den Sommer über nun richtig Fahrt auf.

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Sophia Thomalla aber schlug sich schnell auf die Seite ihres Ex-Freundes und rückt seitdem auch nicht ab. Sie wolle dem "selbst ernannten Opfer" keine Bühne geben, teilte die Zverev-Freundin Ende Mai der "Bild" mit. Es waren ihre einzigen Aussagen zum Rammstein-Skandal - bis jetzt! Denn wenn man so will, liegt der Bruch mit der CDU vor allem an Shelby Lynn.

Sophia Thomalla wirft CDU "Realitätsverlust" vor

Sophia Thomalla, hier neben Armin Laschet (61), will aus der CDU austreten.
Sophia Thomalla, hier neben Armin Laschet (61), will aus der CDU austreten.  © Rolf Vennenbernd/dpa-pool/dpa

"Auf diesem Wege teile ich euch mit, dass ich nach zwölf Jahren aus der CDU austreten werde. Den immer größer werdenden Realitätsverlust mancher Politiker möchte ich nicht weiter mittragen", erklärt die AYTO-Moderatorin.

Was zunächst danach klingt, als stimme sie mit dem eingeschlagenen Weg von CDU-Chef Friedrich Merz (67) nicht überein, bringt jedoch eine Einladung zur Diskussionsveranstaltung "Gewalt gegen Frauen - Das Schweigen brechen" der CDU/CSU-Bundestagsfraktion das Fass zum Überlaufen. Dort sprach am gestrigen Mittwoch eine gewisse Shelby Lynn.

"Die Dame, die sogar selbst von sich sagt, Till hätte sie nie angefasst, im Rahmen einer Veranstaltung namens 'Gewalt gegen Frauen' eine Bühne zu geben im Deutschen Bundestag, spiegelt genau die realitätsferne Politik wider, die so viele Bürger seit Monaten zu Recht kritisieren", so die 34-Jährige.

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Stattdessen solle man eine Frau einladen, "die tatsächlich und echte Gewalt erleben musste - das wäre meiner Meinung nach der richtige Weg, diesem so wichtigen Thema eine ehrliche Brisanz zu schenken - ohne billige Aufmerksamkeit zu erhaschen".

Zum Ende hin wird es dann noch mal richtig wirr, denn Sophia Thomalla hat auch eine Theorie, warum die AfD derzeit nicht zu stoppen ist: "Dass Politiker wie Dorothee Bär oder Julia Klöckner sich für einen schnellen und billigen Applaus aus der woken Berliner Bubble lieber mit Personen beschäftigen, die fernab von Relevanz sind, statt um die eigentlichen Sorgen der Bürger, ist halt leider genau einer der Gründe, warum die AfD einen so relevanten Aufschwung bekommt."

Und auch Shelby Lynn ist der angekündigte CDU-Austritt nicht verborgen geblieben: "Tschüss, Mädchen, keiner wird dich vermissen", kommentierte sie in ihrer Instagram-Story. Eine Sache wollte sie aber noch klarstellen: "Ich bin ein Opfer von Gewalt. Vor Rammstein habe ich Missbrauch erfahren. Ich bin vergewaltigt worden und war in einer Beziehung mit häuslicher Gewalt."

Titelfoto: Marcus Brandt/dpa, Christoph Soeder/dpa

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