Steven Gätjen enthüllt bittere TV-Abgründe: "Ignoriert" und "rausgeekelt"

Hamburg - Er ist einer der Top-Moderatoren Deutschlands. Doch sein Weg dahin verlief steinig. In der TV-Branche hat Steven Gätjen (53) in der Vergangenheit bereits einiges erlebt. Darunter auch Situationen, die nicht immer leicht waren.

Steven Gätjen (53) erzählt von den Schattenseiten der TV-Branche.  © Christian Charisius/dpa

"Meine Karriere lief nicht stringent in eine Richtung nach oben. Sondern es gab reichlich Bumps und Hindernisse, die ich zu überwinden hatte", erklärt der 53-Jährige im Podcast "Zwischen den Zeilen" im Gespräch mit Moderatorin Bettina Böttinger (69).

"Ob das jetzt in meiner Anfangszeit bei ProSieben war, wo ich Chefs hatte, die mich ignoriert, in keinster Art und Weise gefördert und auch zeitweise einfach rausgeekelt haben", fährt er fort. "Oder, als ich 'Schlag den Raab' bekommen habe".

Von 2011 bis 2015 moderierte Gätjen die große Samstagabendshow. Damals habe er von Stefan Raab (59) einen Anruf bekommen, wodurch er erfahren habe, dass er die Show moderieren dürfe. "Auf einmal hat mir Gott und die Welt geschrieben: 'Wir wussten schon immer, dass du es kannst.' Obwohl mich die letzten zehn Jahre keiner von ihnen unterstützt hat."

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Seinen Durchbruch als Moderator feierte der heute 53-Jährige jedoch bereits einige Zeit vor "Schlag den Raab". Begonnen hat seine große Karriere nämlich 1999 als Gastgeber des Boulevardmagazins "taff" auf ProSieben, das er zwei Jahre lang moderierte.

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Steven Gätjen über Erlebnisse in der TV-Branche: "So lasse ich nicht mit mir umgehen"

Seit Jahren ist der 53-Jährige Top-Moderator in Deutschland.  © Christian Charisius/dpa

Es folgten weitere große Moderationsjobs, darunter auch im ZDF. Seit 2019 moderiert Gätjen die ProSieben-Show "Joko & Klaas gegen ProSieben". 2025 wurde er zudem Teil des Moderations-Teams der "NDR Talk Show". Reichlich TV-Erfahrung, die jedoch auch Schattenseiten mit sich brachte.

"Ich habe so viele Dinge erlebt und auch wirklich erniedrigende Situationen. Da hatte ich ein Meeting und der Chef hat mich eine Dreiviertelstunde lang warten lassen", erinnert er sich weiter. "Mittlerweile bin ich an einem Punkt wo ich sage: Pass auf, hier ist Schluss. So lasse ich nicht mit mir umgehen." Doch das war noch nicht alles.

"Es gab Produzenten, die sich aus Wut irgendjemand Kleineres in der Position ausgesucht haben, um die komplett auseinanderzurupfen. Und das gibt es leider immer noch, wo ich so denke: 'Bist du noch ganz dicht?'"

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Generell bereite dem Moderator sein Job jedoch weiterhin großen Spaß. "Ich glaube, ich habe viel Glück gehabt und war häufig zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Aber ich habe immer hart gearbeitet. Das mache ich immer noch", so Gätjen abschließend.

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