Gewaltvorwürfe gegen Ex-Prinz Andrew: Wurde er handgreiflich?
London (Vereinigtes Königreich) - Der ehemalige Prinz Andrew (66) kommt nicht aus den Schlagzeilen raus. Nun werden neue Vorwürfe gegen den Bruder von König Charles III. (77) laut: Er soll einen Mitarbeiter des Königshauses körperlich angegriffen haben.
Auslöser für die Attacke war offenbar eine organisatorische Angelegenheit, die den Ex-Royal auf die Palme gebracht haben soll: Wie Autor Robert Hardman (61) laut skynews in seinem neuen Buch "Elizabeth II: In Private. In Public. The Inside Story" enthüllt, habe Andrew für eine Veranstaltung im Rahmen seiner Initiative "Pitch@Palace" kein Raum zur Verfügung gestanden.
Das Programm zur Förderung und Vernetzung von Start-ups hatte der 66-Jährige im Jahr 2014 gegründet.
Was als "routinemäßige Haushaltsangelegenheit" begonnen habe, sei innerhalb kürzester Zeit eskaliert. Vizeadmiral Tony Johnstone-Burt (68), der damalige Leiter des königlichen Haushalts und Mitarbeiter von Queen Elizabeth II. (†96), soll dem Duke erklärt haben, dass er sich gedulden müsse. Daraufhin sei Andrew ausgerastet.
"Tony sagte ihm, er müsse warten, bis er an der Reihe sei, genau wie jeder andere auch - da ging der Herzog auf ihn los", wird ein Augenzeuge zitiert und spricht von einem "heftigen Schlag" gegen den Angestellten.
Der Angriff sei demnach nicht nur eine verbale Entgleisung, sondern eindeutig physischer Natur gewesen.
Prinz Philip entschuldigte sich für Andrews Attacke gegen Mitarbeiter
Sir Tony soll von der körperlichen Attacke "erschüttert" gewesen sein und den Vorfall umgehend offiziell gemeldet haben. Dennoch habe der frühere Herzog von York keinerlei Reue gezeigt, heißt es.
Um sich für das unangemessene Verhalten seines Sohnes zu entschuldigen, habe sich schließlich sogar sein Vater Prinz Philip (†99) eingeschaltet und dem Mitarbeiter einen Brief geschrieben.
Andrew, der inzwischen wegen des Epstein-Skandals alle königlichen Titel abgeben musste, soll im Palast schon immer als schwierig gegolten haben und für seine teils aggressiven Ausraster bekannt gewesen sein.
Auch die damalige Königin sei über das Verhalten ihres Sohnes wenig überrascht gewesen: "Oh, ich bin mir sicher, dass er es getan hat. Genau solche Dinge tut er", habe die Queen die Angelegenheit später kommentiert.
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