"Völlig verrückt": Prinz Harrys Hacking-Vorwürfe gegen Zeitung sorgen vor Gericht für Aufsehen
Großbritannien - Schon lange steht Prinz Harry (41) gegen den Zeitungsverlag "Associated Newspapers" vor Gericht. Er warf dem Unternehmen unter anderem vor, sich auf illegale Weise Informationen verschafft zu haben - auch durch Hacking. Doch diese Vorwürfe wurden vor wenigen Tagen als "völlig verrückt" bezeichnet.
Zuvor hatte der Herzog von Sussex angegeben, Journalisten der "Daily Mail" hätten einen Bericht aus dem Jahr 2004, in dem es um seine Beziehung zu seiner damaligen Freundin Chelsy Davy ging, nur erstellen können, weil ein Nachrichtensystem gehackt worden sei.
Vor dem britischen High Court widersprach die Royal-Redakteurin des Boulevardblatts jedoch. Sie erklärte, einer der Freunde des Prinzen habe damals die Nachrichtenredaktion angerufen und entsprechende Informationen preisgegeben, so The Sun.
Harry argumentierte hingegen, sein Freundeskreis würde solche privaten Details niemals an die Presse weitergeben - demnach könnten sie nur aus abgefangenen Sprachnachrichten stammen.
"Es ist völlig verrückt, das auch nur zu behaupten", so die Royal-Expertin über die Anschuldigungen am Montag.
Elton John schließt sich der Klage an
Zudem stand ein weiterer Bericht aus dem Jahr 2006 im Fokus. Darin hieß es, Harry und sein Bruder Prinz William (43) seien verärgert gewesen, nachdem ein italienisches Magazin ein Foto ihrer Mutter, Prinzessin Diana (†36), veröffentlicht hatte, das sie im Sterben zeigen sollte - auch hier wurde den Journalisten Hacking vorgeworfen.
Der 41-Jährige ist jedoch nicht der einzige Prominente, der gegen "Associated Newspapers" klagte und dem Verlag Hacking vorwarf.
Unter anderem hatten sich auch Elton John (78) und sein Mann David Furnish (63) der Klage angeschlossen. Die beiden warfen den Reportern zudem vor, Privatdetektive angeheuert zu haben, die Telefongespräche mitgehört haben sollen, um an vertrauliche Unterlagen zu gelangen.
Insgesamt bezog sich Harrys Klage auf 14 Artikel, die zwischen 2004 und 2013 erschienen waren. "Associated Newspapers" bestritt jedoch jegliches Fehlverhalten.
Titelfoto: Alastair Grant/AP/dpa

