Sondersendung: "Aktenzeichen XY" rollt zwei Kölner Mordfälle neu auf
Köln - Zwei brutale Mordfälle aus Köln, die jahrelang als unlösbar galten, sind mithilfe der TV-Sendung "Aktenzeichen XY … Ungelöst" aufgeklärt worden. In einer Spezialausgabe am Mittwoch (29. April) werden die Fälle nochmal aufgearbeitet, inklusive nachgestellter Szenen und Einblicken in die Ermittlungen.
Wie die Polizei mitteilt, erzählen die Ermittler Andreas Dick und Markus Weber darin, wie aufwendig die Spurensuche über Jahrzehnte hinweg war und wie am Ende doch der Durchbruch gelang.
Besonders spektakulär ist dabei der Fall von Petra Nohl. Die damals 24-Jährige wurde im Februar 1988 mitten im Kölner Karneval an der Strecke des Rosenmontagszugs getötet. Trotz intensiver Ermittlungen blieb der Mord jahrzehntelang ungelöst.
Erst 2022 kam wieder Bewegung in die Sache: Ein entscheidender Hinweis aus einer "Aktenzeichen XY"-Sendung brachte dann den Stein ins Rollen.
Moderne DNA-Analysen führten schließlich 35 Jahre nach der Tat zur Identifizierung eines 56-jährigen Mannes. Er wurde wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt.
"Hilton Mord": Spur führt nach Berlin
Auch ein zweiter Fall konnte geklärt werden: Während des Weltjugendtages 2005 wurde ein 37-jähriger Mann in einem Hotelzimmer in der Kölner Innenstadt erschlagen aufgefunden.
Eine zentrale Spur lieferten Videoaufnahmen, auf denen zwei Männer sowie eine auffällige Golftasche zu sehen waren. Nach einem weiteren Aufruf in "Aktenzeichen XY … Ungelöst" im Dezember 2005 ging alles plötzlich schneller.
Die Ermittlungen führten schließlich zu einem 35-jährigen Täter, der in Berlin festgenommen wurde. Das Landgericht Köln verhängte später eine lebenslange Freiheitsstrafe.
Jetzt zeigt die Sondersendung nochmal, wie aus jahrzehntelangen Cold Cases doch noch gelöste Kriminalfälle wurden.
Titelfoto: Peter Kneffel/dpa

