Sparkassen-Überfall in Gelsenkirchen: "Aktenzeichen XY" zeigt drei mutmaßliche Täter

Von Carsten Linnhoff

Gelsenkirchen - Mit dem durchdringenden Lärm eines Kernbohrers hat Moderator Rudi Cerne (67) am Mittwochabend zum Auftakt der ZDF-Fahndungssendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" die Zuschauer begrüßt.

Rudi Cerne (67) und sein Team erhoffen sich Hinweise auf den Sparkassenraub in Gelsenkirchen.
Rudi Cerne (67) und sein Team erhoffen sich Hinweise auf den Sparkassenraub in Gelsenkirchen.  © ZDF/Nadine Rupp

Mit so einem Werkzeug aus dem Hoch- und Tiefbau, so Cerne, haben bislang unbekannte Täter ein Loch in eine Wand der Sparkasse Gelsenkirchen gebohrt. Der Moderator sprach von der Tat am 27. Dezember 2025 von einem "Einbruch von historischem Ausmaß".

Die vermutete Beute, so der ZDF-Moderator, könne bis zu 100 Millionen Euro hoch sein. Die Täter hatten rund 3100 Schließfächer aufgebrochen und waren mit dem Inhalt geflüchtet.

Nach dem Stopp des lauten Bohrers zu Beginn der Livesendung spielt Cerne Fotos von auffälligen Details des Einbruchs aus den Überwachungskameras ein.

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Die Bilder zeigen einen der Täter mit einem auffälligen Pullover, einen mit gelben sowie einen mit auffälligen roten Handschuhen und die gestohlenen Kennzeichen der beiden Fluchtfahrzeuge. Bei den Autos handelt es sich um einen schwarzen Audi RS 6 mit dem Kennzeichen "H-W-2242" sowie ein weißer Mercedes Kleintransporter "BE-W-2302".

Wer Hinweise zu den Details geben könne, so Cerne, soll sich an die Gelsenkirchener Polizei (0800/1103650) wenden.

Aufgebrachte Kunden kamen nach dem Vorfall zur Filiale. Sie haben Angst um ihre Ersparnisse.
Aufgebrachte Kunden kamen nach dem Vorfall zur Filiale. Sie haben Angst um ihre Ersparnisse.  © Christoph Reichwein/dpa

Schließfachbesitzer werden einzeln befragt

Mehr als 3000 Schließfächer wurden aufgebrochen.
Mehr als 3000 Schließfächer wurden aufgebrochen.  © -/Polizei Gelsenkirchen/dpa

Zum Ende der 90 Minuten langen Livesendung zog Cerne mit der Polizei im Studio eine erste Bilanz.

Ein Beamter des Landeskriminalamtes aus Bayern berichtete, dass es mit Abstand die meisten Hinweise zum Tod einer jungen Frau aus Kempten im Jahr 1981 gab. Von Hinweisen auf den Einspruch in die Sparkasse in Essen berichtete der Beamte nicht.

Bei dem Einbruch Ende Dezember hatten die Täter mehrere Sicherheitssysteme überwunden und sich direkt in den Tresorraum der Sparkassen-Filiale gebohrt. Die Polizei ermittelt mit starken Kräften und hat in den vergangenen Tagen angefangen, die Schließfachbesitzer einzeln zu befragen.

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Die Sendung gibt es in der ZDF-Mediathek zum Nachschauen.

Titelfoto: -/Polizei Gelsenkirchen/dpa

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