Aggro-Uwe flippt wegen Zwangsräumung aus: "F***t Euch, wirklich!"

Wuppertal - Uwe (61) ist Frührentner. Weil er seit einigen Monaten keine Miete mehr gezahlt hat, steht ihm eine Zwangsräumung bevor. Zudem droht ihm die Obdachlosigkeit. Doch er trinkt, raucht und kifft lieber, als sich um eine neue Bleibe zu kümmern. Und geht dann auch noch auf die Entrümpler los.

Uwes (61) Wohnung steht vor der Zwangsräumung.
Uwes (61) Wohnung steht vor der Zwangsräumung.  © RTLZWEI

In der aktuellen Folge der RTLZWEI-Doku "Armes Deutschland" ist das Team zu Besuch bei Uwe in Wuppertal. In der 350.000-Einwohner-Stadt im Bergischen Land (NRW) ist knapp jeder Fünfte auf Sozialleistungen angewiesen.

Auch Uwe gehört dazu. Er hat eine Räumungsklage im Hals, heute soll er aus seiner Wohnung fliegen.

"Ich bin mit der Miete in Rückstand gekommen, weil Wohngeld nicht kam. Daraufhin ist meine Vermieterin zum Anwalt gerannt und hat mir die Wohnung gekündigt." Einmal habe er die Miete nicht überwiesen, beteuert er.

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Vermieterin Karin C. (72) wohnt im selben Haus. Sie entgegnet, dass Uwe ganze sechs Monate in Rückstand und auch die Kaution nicht vollständig bezahlt sei. Der ausstehende Betrag belaufe sich auf mehr als 3000 Euro.

Doch Uwe ist uneinsichtig. Jeder würde nur dem Geld hinterherrennen, das menschliche Schicksal interessiere Leute nicht, sagt er, während er davon erzählt, wie gern er kifft und Alkohol trinkt.

Seine vier Wände hat er innerhalb eines guten Jahres ziemlich heruntergewirtschaftet. Die Bude ist dreckig und unordentlich.

Armes Deutschland: Die Entrümpler kommen! Uwe droht die Obdachlosigkeit

Während die Entrümpler seine Wohnung räumen, bepöbelt der Frührentner die Mitarbeiter und gönnt sich ein Dosenbier.
Während die Entrümpler seine Wohnung räumen, bepöbelt der Frührentner die Mitarbeiter und gönnt sich ein Dosenbier.  © RTLZWEI

Das Räumungsteam rückt an. 15 Minuten zu spät, was Uwe direkt auf die Palme bringt. Mit zwei Taschen und Dosenbier bewaffnet setzt er sich gegenüber des Hauses und beobachtet die Mitarbeiter, die sein Hab und Gut in einen Transporter laden, um es später in der Lagerhalle unterzubringen.

Die Entrümpler brauchen an diesem Morgen ein dickes Fell, denn der Wuppertaler ist aggro. "Das gehört mir nicht, das ist ausm Flur, was soll die Scheiße? Das wird nicht für mich eingelagert, das muss ich bezahlen."

Immer wieder beschwert er sich über die Arbeit der Mitarbeiter und hetzt weiter: "Was hier abgeht in dem Land, ist nicht mehr normal. F***t Euch, wirklich."

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Wo er jetzt übernachten soll, wisse er nicht. "Ich kenne hier niemanden, der mir weiterhilft", so der 61-Jährige. Er wurde über die Zwangsräumung bereits vor einiger Zeit informiert, hat sich aber um keine Bleibe gekümmert.

Von Möbelpacker Arif bekommt er überraschend ein Hotelzimmer für eine Nacht bezahlt. Dort wolle er sich aufs Bett legen "und erstmal einen runterholen".

Das ganze Drama - auch mit anderen Protagonisten - seht Ihr auf Abruf bei TVNOW. Kommenden Dienstag gibt es ab 20.15 Uhr eine neue Folge auf RTLZWEI.

Titelfoto: RTLZWEI

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