Aufreger bei "Bares für Rares": Gemälde von berühmtem Dresdner Maler zum Spottpreis verkauft

Dresden/Wien - Großer Wirbel um die österreichische Version von "Bares für Rares"! Jüngst ging das Gemälde "Wilde Kaninchen im Grase" des berühmten Dresdner Malers Ferdinand von Rayski (1806 - 1890) über die Theke der TV-Show. Doch der Händler zahlte nur einen Bruchteil des wahren Wertes. Wurde der Verkäufer übers Ohr gehauen?

"Bares für Rares"-Experte Erich Tromayer (74, v.l.n.r.), Moderator Willi Gabalier (41) und Gemäldebesitzer Alexander Steinmeyer.
"Bares für Rares"-Experte Erich Tromayer (74, v.l.n.r.), Moderator Willi Gabalier (41) und Gemäldebesitzer Alexander Steinmeyer.  © ServusTV/Thomas Salamonski

Nicht ahnend, dass das Gemälde einen besonders hohen Wert haben könnte, brachte Alexander Steinmeyer aus Niederösterreich von Rayskis "Wilde Kaninchen im Grase" zum Schätzen.

Doch nicht nur er kannte den Wert des Kunstwerks augenscheinlich nicht - auch der Experte und die Händler schätzen den Wert des Bildes in der Fernsehsendung völlig falsch ein.

Prof. Erich Tromayer (74), der laut Bild.de einst ein gerichtlich zertifizierter Sachverständiger war, glaubte, das Gemälde würde Steinmeyer 500 bis 600 Euro einbringen. Der "Bares für Rares"-Experte bemängelte den schlechten Zustand des Kunstwerks.

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Tatsächlich wechselte "Wilde Kaninchen im Grase" wenig später für 550 Euro den Besitzer. Es scheint jedoch nicht so zu sein, dass Alexander Steinmeyer absichtlich zu wenig Geld angeboten wurde, wie es natürlich in den sozialen Medien gleich einige vermuteten.

Denn auch der Händler, der das Bild gekauft hatte, verkaufte es anschließend für "nur" 2000 Euro weiter - immer noch viel zu wenig!

Das Gemälde "Wilde Kaninchen im Grase" bringt 43.520 Euro ein

Die "Wilden Kaninchen im Grase" brachten bei einer späteren Auktion 43.520 Euro ein.
Die "Wilden Kaninchen im Grase" brachten bei einer späteren Auktion 43.520 Euro ein.  © ServusTV/Thomas Salamonski

Danach wurden die Kaninchen schließlich in Wien versteigert. Dieses Mal jedoch zu einem deutlich stolzeren Preis von 43.520 Euro! Das Gemälde war also knapp 80-mal so wertvoll wie in der Auktionsshow angenommen.

Ferdinand-von-Rayski-Kenner Stefan Günther (64) vom "Kunst­auk­ti­ons­haus Günther" sagte gegenüber der Bild-Zeitung: "Da lag der Schätzer ordentlich daneben. Gemälde des Malers von Rayski erzielen deutlich mehr."

Hoffentlich ärgert sich der ursprüngliche Eigentümer nun nicht zu sehr über seinen verhältnismäßig geringen Gewinn. Verwunderlich bleibt, dass keiner der Händler und Experten der Sendung wusste, dass die "Wilden Kaninchen" viel mehr wert sind.

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Ferdinand von Rayski ist immerhin ein ziemlich bedeutender deutscher Porträtmaler, dessen Werke als wichtige Vorläufer des Impressionismus in Deutschland gelten.

Titelfoto: ServusTV/Thomas Salamonski

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