Sperrmüll bei "Bares für Rares": Gieriger Rentner schockt Händler!

Köln - Bei "Bares für Rares" landet ein waschechter Sperrmüllfund auf dem Tisch. Sein Wert ist unfassbar. Am Ende wird der Besitzer jedoch zum Opfer seiner eigenen Gier!

Jürgen Wolke (70) will bei "Bares für Rares" ein Gemälde verkaufen, das er auf einem Müllhaufen am Straßenrand gefunden hat.
Jürgen Wolke (70) will bei "Bares für Rares" ein Gemälde verkaufen, das er auf einem Müllhaufen am Straßenrand gefunden hat.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Bevor Jürgen Wolke aus Wernigerode mit seinem Kunstwerk unterm Arm das ZDF-Trödelstudio im Pulheimer Walzwerk bei Köln betritt, gibt er sich von Beginn an lässig und behauptet selbstbewusst: "Ich denke, die Händlerkarte habe ich sicher!"

Im Gespräch mit Moderator Horst Lichter (62) verrät der Rentner mehr über die Herkunft seines Objekts. "Ich habe den Müllhaufen am Straßenrand gesehen und den Besitzer gefragt, ob ich das Gemälde haben darf", erklärt der 70-Jährige. "Kann weg", sei die Antwort gewesen.

Anschließend habe er das Bild professionell reinigen lassen. Jetzt sei er gespannt auf die Expertise. Die liegt an diesem Tag in den Händen von Colmar Schulte-Goltz (58). "Ein sehr schönes Gemälde in Öl auf Leinwand", urteilt der Fachmann.

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Zu sehen ist das Fletschhorn, ein Gletscher in der Schweiz. Obwohl das Bild eine Signatur besitzt, kann der Kunsthistoriker den Maler nicht bestimmen. Bei einer Sache ist er sich trotzdem sicher: "Wir wissen aber, dass es auf 1855 zu datieren ist."

Mindestens 1000 Euro wünscht sich der Verkäufer für seine Straßenrand-Entdeckung. Lichter traut seinen Ohren kaum, doch sein Experte lässt die Augen noch größer werden. Schulte-Goltz taxiert den Wert trotz erkennbarer Mängel sogar auf 1200 bis 1500 Euro.

Mindestens 1000 Euro fordert der 70-jährige Rentner für das Kunstwerk, auf dem das Fletschhorn, ein Gletscher in der Schweiz, abgebildet ist.
Mindestens 1000 Euro fordert der 70-jährige Rentner für das Kunstwerk, auf dem das Fletschhorn, ein Gletscher in der Schweiz, abgebildet ist.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

"Bares für Rares"-Verkäufer schockt Händler mit Wunschpreis - der Deal platzt!

Kein Deal! Am Ende gucken alle Händler in die Röhre. Wolfgang Pauritsch (51, r.) wäre immerhin bereit gewesen, 800 Euro zu bezahlen.
Kein Deal! Am Ende gucken alle Händler in die Röhre. Wolfgang Pauritsch (51, r.) wäre immerhin bereit gewesen, 800 Euro zu bezahlen.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Wow, gar nicht mal schlecht für ein Sperrmüll-Objekt. Doch was sagen die Händler? In seinem Mindestpreis bestärkt, preist Wolke sein Kunstwerk im Händlerraum an. "Das Bild spricht für sich", posaunt der ehemalige Küster sogleich heraus.

Zwar stößt das Gemälde auf großen Anklang, die Gebote starten jedoch eher verhalten. Wolfgang Pauritsch beginnt mit 300 Euro. Bei 400 Euro wähnt sich Daniel Meyer (beide 51) bereits am Ziel. Sein Kollege ist jedoch bereit, auch 550 Euro zu zahlen.

Gemälde-Retter Wolke pokert. "Die Expertise liegt bei 1200 bis 1500 Euro. Ich will mindestens 1000 Euro dafür", flötet er den Händlern entgegen. "Das ist mal eine Ansage", merkt Pauritsch an.

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Am Ende gibt der Österreicher mit 800 Euro das höchste Gebot ab. Zu wenig für den gierigen Rentner. "Dann hänge ich es lieber wieder auf", erklärt er und lässt die Händler damit eiskalt abblitzen. Das Geschäft platzt.

Enttäuscht darüber, dass ihm 800 Euro durch die Lappen gegangen sind, ist Wolke aber nicht. "Das Bild will offenbar bei mir bleiben - und ich kann mich weiter jeden Tag daran erfreuen", lautet sein Fazit.

"Bares für Rares" läuft immer montags bis freitags, ab 15.05 Uhr, im ZDF oder vorab in der Mediathek.

Titelfoto: Screenshot/ZDF/Bares für Rares

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