Bitteres Ende bei "Bares für Rares": Auf 10.000-Euro-Schätzung folgt der Abbruch

Köln - Ein Vater-Sohn-Duo setzt bei "Bares für Rares" große Hoffnungen in ein Erbstück. Nach einer bombastischen Expertise folgt im Händlerraum jedoch die kalte Dusche - und der Abbruch!

Uwe Epe (l.) und sein Sohn Max wollen bei "Bares für Rares" ein Familienerbstück zu Geld machen.
Uwe Epe (l.) und sein Sohn Max wollen bei "Bares für Rares" ein Familienerbstück zu Geld machen.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Uwe Epe und sein Sprössling Max haben ein imposantes Schmuckstück mit ins Pulheimer Walzwerk bei Köln gebracht. Wie der Polizeibeamte gegenüber Horst Lichter (64) verrät, handelt es sich bei dem Diamanten-Collier um ein Andenken an seine verstorbene Mutter.

Seit ihrem Ableben im Jahr 2017 liege das modische Accessoire allerdings nur noch ungenutzt in einer Kommode herum. Im Rahmen der beliebten Trödelshow soll es nun einen neuen Besitzer finden, der es zu schätzen weiß.

Expertin Wendela Horz (56) bekommt beim Anblick des Colliers sofort leuchtende Augen. Als verwendetes Material identifiziert sie 750er-Gold. Eine Prägung deute zudem darauf hin, dass das Schmuckstück einst für den US-Markt produziert worden war.

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"Das Design mit dem großen Stein in der Mitte ist eine Hommage an die Art-Déco-Zeit", doziert die Sachverständige. Der große Saphir in der Mitte stamme vermutlich aus Australien oder Madagaskar. Die kleinen Diamanten belaufen sich auf 2,5 Karat.

Satte 9000 Euro wünscht sich Uwe für sein Mitbringsel. Allein der Goldwert betrage 8000 Euro, wie er behauptet. Horz kann die Preisvorstellung sogar noch toppen. Sie taxiert den Wert des Colliers auf "9000 bis 10.000 Euro". Wahnsinn!

Das Diamanten-Collier überzeugt mit vielen kleinen Diamanten und einem großen Saphir in der Mitte. Schätzpreis: bis zu 10.000 Euro.
Das Diamanten-Collier überzeugt mit vielen kleinen Diamanten und einem großen Saphir in der Mitte. Schätzpreis: bis zu 10.000 Euro.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares
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"Bares für Rares"-Händler sehen große Probleme für den Weiterverkauf

Händlerin Elke-Velten-Tönnies (73) und ihre Kollegen sind nicht bereit, mehr als 7700 Euro für das Schmuckstück auszugeben.
Händlerin Elke-Velten-Tönnies (73) und ihre Kollegen sind nicht bereit, mehr als 7700 Euro für das Schmuckstück auszugeben.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Die Voraussetzungen für eine sensationelle Auktion sind also durchaus gegeben, zumal die Händler von dem Collier ebenfalls schwer begeistert sind. "Oha, wow! Meine Güte", staunt etwa Daniel Meyer (52). Vor allem der große Saphir beeindruckt alle.

Doch dann wendet sich das Blatt: Elke Velten-Tönnies (73) zeigt sich sehr zurückhaltend. Grund dafür sei der aktuelle Goldpreis, der "momentan außergewöhnlich hoch" ist. Ein so hochwertiges Stück bezeichnet sie deshalb als "Risiko". Dennoch bietet sie 7000 Euro.

Tatsächlich liegt die Summe damit sogar unter dem reinen Goldwert, den die Expertin zuvor auf 7300 Euro beziffert hatte. Drei andere Händler steigen nach dem üppigen Startgebot sofort aus. Sie halten einen Weiterverkauf aktuell auch für "schwierig".

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Über die 7350 Euro von Meyer geht niemand mehr drüber. Uwe zieht mit der Nennung der Expertise sein letztes Ass aus dem Ärmel - ohne Erfolg. Doch der Polizist stellt klar, dass bei 8500 Euro seine absolute Schmerzgrenze sei. Mehr als 7700 Euro will Meyer aber nicht zahlen.

Uwe zieht die Reißleine und bricht die Verhandlungen ab. Er entscheidet sich dazu, das Collier seiner verstorbenen Mutter wieder mitzunehmen. Kaum hat er den Raum verlassen, ärgert sich Meyer, das Objekt nicht doch ersteigert zu haben. Zu spät.

"Bares für Rares" läuft montags bis freitags, ab 15.05 Uhr, im ZDF oder vorab bereits in der Mediathek.

Titelfoto: Screenshot/ZDF/Bares für Rares

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