"Bares für Rares"-Verkäufer fühlt sich vom Experten betrogen und bricht wütend ab!

Köln - Ein Sammler aus Leidenschaft möchte bei "Bares für Rares" einen exotischen Schatz verkaufen. Die Expertise entpuppt sich jedoch als Reinfall, was den Herrn richtig sauer macht. Es kommt zum Äußersten …

"Bares für Rares"-Experte Albert Maier (74, l.) nimmt die Taschenuhr von Verkäufer Heinz Zündorf (81, r.) ganz genau unter die Lupe.
"Bares für Rares"-Experte Albert Maier (74, l.) nimmt die Taschenuhr von Verkäufer Heinz Zündorf (81, r.) ganz genau unter die Lupe.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Heinz Zündorf (81) hat wahrlich außergewöhnlichen Trödel mit im Gepäck als er das TV-Studio im Pulheimer Walzwerk bei Köln betritt. Da ist selbst Moderator Horst Lichter (62) baff, der das Objekt auf den ersten Blick als "Tee-Ei" identifiziert.

Bei so viel Unwissenheit kann der Studio-Gast natürlich nur herzhaft lachen. "Das ist keine Eierhandgranate, Herr Lichter, sondern eine osmanische Taschenuhr", klärt der 81-Jährige auf.

Und auch zur abenteuerlichen Geschichte des Zeitmessers kann Zündorf etwas berichten. Er doziert: "Die Taschenuhr wurde seinerzeit von reichen Arabern genutzt, die sie mit aufs Kamel in die Wüste nahmen, damit kein Staub rankommt."

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Die Seltenheit an dieser Uhr sei, dass sie drei Übergehäuse habe. Das hätten ihm auch zwei Experten von Sotheby's in London und bei einem berühmten Kölner Auktionshaus versichert. Experte Albert Maier kann die Angaben des Verkäufers bestätigen.

"Er hat recht. Es ist eine englische Taschenuhr, die für den osmanischen Markt gefertigt wurde. Sie funktioniert, der Zustand ist ganz gut", so der 74-Jährige. Das äußere Gehäuse sei jedoch "sehr stark abgegriffen".

ZDF-Experte halbiert den externen Schätzpreis, Verkäufer haut wütend ab

Das Besondere an dem Zeitmesser sind seine drei Übergehäuse.
Das Besondere an dem Zeitmesser sind seine drei Übergehäuse.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Was den Wert seines Mitbringsels angeht, da hat Zündorf bereits eine ganz genaue Vorstellung. Er erwarte in der ZDF-Trödelshow deshalb "einen angemessenen und fairen Preis".

Seine Forderung lautet daher: "Ich richte mich nach den Expertenaussagen der Auktionshäuser. Die lagen nur 200 Euro auseinander, nämlich zwischen 2500 und 3000 Euro." Mit dieser Summe kann Maier jedoch überhaupt nichts anfangen.

Der Sachverständige taxiert den Schätzpreis auf "nur" 900 bis 1200 Euro. "Ich kenne den Markt ganz gut und ich weiß, dass diese Uhren nach wie vor in England zu kaufen sind", stellt er lapidar klar.

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Diese Aussage macht den Verkäufer richtig sauer. Er fühlt sich von Maier übers Ohr gehauen und gibt allen Anwesenden deutlich zu verstehen: "Für diesen Preis werde ich die Uhr auf gar keinen Fall hergeben!" Auch in den Händlerraum will Zündorf nicht mehr.

"Ich bin bei der Preisvorstellung, die ich im Kopf hatte, geblieben. Die Uhr ist für mich persönlich einfach mehr wert", poltert er zum Abschied und lehnt die Händlerkarte ab. Dann zieht er verärgert von dannen.

"Bares für Rares" läuft immer montags bis freitags, ab 15.05 Uhr, im ZDF oder vorab in der Mediathek.

Titelfoto: Screenshot/ZDF/Bares für Rares

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