"Preis hat mich umgehauen": "Bares für Rares"-Gast beweist goldenes Händchen und geht starken Deal ein

Köln - Bei "Bares für Rares" soll ein altes Emailleschild verkauft werden. Der einstige Preis hat den Verkäufer "umgehauen". Ob das bei den Verhandlungen mit den Händlern hilft?

Christian Schmelzer (30) hat ein altes Emailleschild im Gepäck, welches er bei "Bares für Rares" verkaufen will.
Christian Schmelzer (30) hat ein altes Emailleschild im Gepäck, welches er bei "Bares für Rares" verkaufen will.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Christian Schmelzer (30) aus Lengede in Niedersachsen ist ein passionierter Sammler - und genau diese Leidenschaft bringt ihn in die heiligen Trödelhallen des Pulheimer Walzwerks bei Köln. Mitgebracht hat er ein altes Emaille-Werbeschild.

"Das habe ich in Berlin auf einer Schilderbörse gekauft. Der Preis hat mich umgehauen: 2800 Euro", gibt der dreifache Vater gegenüber Moderator Horst Lichter (64) preis.

Allerdings hat der Niedersachse diese gigantische Summe nicht für das Sammlerstück bezahlt, sondern er hat es "für einen Bruchteil" im Internet ersteigert.

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Experte Detlev Kümmel (58) weiß, dass Emailleschilder "im Glasschmelzverfahren hergestellt und bei 800 Grad gebrannt" werden.

Daher seien die alten Werbemittel anfällig für Abplatzungen, besonders an den Rändern. "Es wird in Noten von null bis eins, zwei, drei oder mehr eingeteilt", erklärt der Sachverständige die Herangehensweise, der zudem darauf hinweist, dass Null ein tadelloser Zustand sei.

Das mitgebrachte Werbeschild aus den 1920er Jahren, welches den Schriftzug "Schont die Wäsche" für "Sunlicht"-Seife trägt, schätze der 58-jährige Experte als eine Zwei ein.

"Bares für Rares": Werbeschild findet Anklang bei den Händlern

Trotz großer Konkurrenz - unter anderem von Daniel Meyer (52, r.) darf sich Roman Runkel (65) über den Deal freuen.
Trotz großer Konkurrenz - unter anderem von Daniel Meyer (52, r.) darf sich Roman Runkel (65) über den Deal freuen.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

"Das macht enorme Preisunterschiede aus", gibt der Sachverständige preis.

Was ebenfalls in die Preisfindung mit hineinspielt: Der Name "Sunlicht" sei nicht mehr geläufig, denn später sei daraus das "Sunil"-Waschmittel hervorgegangen.

"Ich hätte gerne 400 Euro dafür", so der Verkäufer über seinen Wunschpreis. Damit liegt er auf einer Linie mit dem Experten.

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"Das ist genau die Summe, die dieses Schild erzielen kann", macht Kümmel klar.

Auch im Händlerraum findet das Werbemittel direkt Fans. "Sehr cool", sagt Esther Ollick (46). Das erste Gebot kommt jedoch von Roman Runkel (65), der bereit ist, 200 Euro zu zahlen. Es folgt ein Bietergefecht der beiden, welches den Preis auf 480 Euro hochschraubt.

Erst dann steigt auch Daniel Meyer (52) ein, der 500 Euro bietet. Aber der Verkäufer macht klar, dass er "auf Schnapszahlen" stehe, weshalb er sich mit Runkel auf 555 Euro einigt.

"Bares für Rares" läuft montags bis freitags, ab 15.05 Uhr, im ZDF oder vorab bereits in der Mediathek.

Titelfoto: Screenshot/ZDF/Bares für Rares

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