Unschönes Ende bei "Bares für Rares": Ex-Soldat verweigert Deal und geht

Köln - Norbert Janka (79) wittert bei "Bares für Rares" das ganz große Geld, doch schon die Expertise wird zum Fiasko. Im Händlerraum verweigert er schließlich den Verkauf.

Satte 5000 Euro wünscht sich Norbert Janka (79, l.) aus Oberbayern bei "Bares für Rares" für sein Familienerbstück.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Der Trödelshow-Kandidat aus Oberbayern hat ein Familienerbstück mit in das Pulheimer Walzwerk bei Köln gebracht. Es handelt sich dabei um ein opulentes Gold-Collier mit einem sechs Karat schweren Amethyst als zentralem Schmuckstein.

Wie Expertin Heide Rezepa-Zabel (60) im Rahmen ihrer Bewertung preisgibt, stammt der in einer Entourage aus Saatperlen eingefasste Riesenklunker aus Brasilien. Überwiegend bestehe die Kette allerdings aus massivem 750er-Gold.

Auch das Alter des Verkaufsobjekts sorgt für Aufsehen - vor allem bei Moderator Horst Lichter (64). Rezepa-Zabel datiert das Stück im Stil des Historismus aus der Biedermeier-Zeit auf etwa 1855 bis 1860. Als Herstellungsort identifiziert sie Prag.

Bares für Rares "Bares für Rares": Verkäuferin ignoriert Rat und geht mit unglaublichem Gewinn nach Hause

Den Zustand beschreibt die Sachverständige als "sehr gut". Kein Wunder also, dass Janka auf Nachfrage des Gastgebers einen Wunschpreis von happigen 5000 Euro aufruft. Doch da muss ihn die Fachfrau enttäuschen. Sie setzt den Preis viel niedriger an. Nur 2400 Euro betrage der reine Goldwert.

Für Alter, Zustand und Opulenz des Schmucks legt Rezepa-Zabel noch ein paar hundert Euro drauf. So ergibt sich für sie ein Gesamtwert von 3000 bis 3200 Euro. Der Verkäufer ist enttäuscht, die Händlerkarte möchte er trotzdem.

Anzeige
Das opulente Collier aus 750er-Gold sticht vor allem durch den sechs Karat schweren Amethyst als zentralem Schmuckstein ins Auge.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Hoher Goldpreis verhagelt "Bares für Rares"-Verkäufer das Geschäft

Weil kein Händler bereit ist, mehr als 2300 Euro zu bezahlen, nimmt Janka sein Schmuckstück wieder mit nach Hause.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Im Interview vor dem Verhandlungsraum zeigt sich Janka noch optimistisch, dass die potenziellen Käufer eine Summe bezahlen, die näher an seinem Wunschpreis liegt. Doch diese Hoffnung erweist sich schnell als Luftschloss.

Dabei startet die Auktion durchaus verheißungsvoll. Wolfgang Pauritsch (54) bietet sofort 1500 Euro "für ein schönes Schmuckstück". Lisa Nüdling (45), die sich kaum traute, das über 100 Jahre alte Etui zu öffnen, legt 1600 Euro nach. Fabian Kahl (34) bietet 1700.

Dann herrscht Ruhe am Tresen. "Wer kauft das heutzutage noch?", wirft Walter Lehnertz (59) kritisch ein. Seine Kollegen nicken zustimmend. Sie alle hätten derartige "Ladenhüter" bereits in ihren Geschäften liegen. Schuld sei der "aktuell sehr hohe Goldpreis".

Bares für Rares Mit einem Haufen Geld nach Hause: "Bares für Rares"-Händler verzweifeln an eiskalter Verkäuferin

Als Janka den Schätzpreis verrät, erhöht Kahl sein Angebot noch auf 2300 Euro. Mehr bietet keiner. Für weniger als die Hälfte seiner Wunschsumme will der Ex-Berufssoldat sein Erbstück aber nicht hergeben. Er verweigert den Deal und nimmt das Collier wieder mit.

"Bares für Rares" läuft montags bis freitags ab 15.05 Uhr im ZDF oder vorab bereits in der Mediathek.

Mehr zum Thema Bares für Rares: