Köln - Solch eine Puppe hat Moderator Horst Lichter (64) bei "Bares für Rares" auch noch nicht gesehen. Denn die Frauendarstellung hat keine Haare - doch das hat seinen Sinn.
"Zwischen schön und gruselig", urteilt der frühere TV-Koch Lichter über die ungewöhnliche Büste, die bei ihm für Unbehagen sorgt.
"Für mich war's schön, für meine Tochter gruselig", verrät Roswita Ortolf (63) aus Kempen über die ungewöhnliche Büste, die sie in den 70er-Jahren von einem Friseur geschenkt bekommen habe.
Wie Experte Sven Deutschmanek (49) erkennt, sei die Puppe genutzt worden, um daran Perücken zu knüpfen.
"Das Interessante daran ist, dass die Figur noch in gutem Zustand ist", so der Sachverständige.
Der Grund für den guten Erhaltungszustand: Die Büste sei aus Wachs gefertigt worden und stamme aus den 20er-Jahren.
"Wachs ist ein sehr weiches Material", gibt der Experte preis. Dennoch könne er lediglich an den Fingern ein paar Schäden feststellen.
"Bares für Rares"-Gast macht Rechnung nicht mit dem Experten
"Da ich gar nicht weiß, wie viel so was wert ist, dachte ich an 80 bis 100 Euro", verrät die Besitzerin ihren Wunschpreis.
Allerdings hat sie die Rechnung nicht mit dem Sachverständigen gemacht. Denn dieser glaubt, dass die Büste auch bei Sammlern von alten Werbeobjekten beliebt sein könne, weshalb er den Wert auf 200 bis 250 Euro schätzt. "Das ist sie wert", so der 49-jährige Experte.
Händler Fabian Kahl (34) glaubt zunächst, dass es sich um eine Schaufensterpuppe gehandelt habe, doch Kollege David Suppes (37), weiß besser Bescheid. "Das war für Perücken", erklärt der 37-jährige Händler.
Den Beginn macht zwar Kahl mit 100 Euro, doch auch Walter "Waldi" Lehnertz (59) möchte die Büste unbedingt haben, weshalb sich ein Bietergefecht zwischen den beiden entwickelt.
Erst als Kahl bereit ist, stolze 400 Euro für die Puppe auf den Tisch zu legen, steigt Lehnertz aus.
"Bares für Rares" läuft montags bis freitags ab 15.05 Uhr im ZDF oder vorab bereits in der Mediathek.