"Der Bergdoktor"-Star Simone Hanselmann verließ mit 13 Jahren Mutter und Schwester

München - Seit der 11. Staffel spielt Simone Hanselmann (41) die Apothekerin Franziska Hochstetter bei der ZDF-Serie "Der Bergdoktor". Nun gab die Schauspielerin Einblicke in ihre Kindheit. Früh musste sie lernen, auf ihr Herz zu hören - auch wenn das bedeutete, ihre Mutter und ihre Schwester zurückzulassen.

Die Schauspielerin Simone Hanselmann (41) lebte in ihrer Kindheit bei den Mormonen. (Archiv)
Die Schauspielerin Simone Hanselmann (41) lebte in ihrer Kindheit bei den Mormonen. (Archiv)  © Jens Kalaene dpa/lbn

Im Finale der 14. Staffel "Der Bergdoktor" kündigt die von Dr. Martin Gruber (gespielt von Hans Sigl, 51) schwangere Franziska an, Ellmau zu verlassen und nach New York zurückzukehren. Sie will der Liebe zwischen dem Bergdoktor und seiner Anne (gespielt von Ines Lutz, 37) nicht länger im Wege stehen.

Auch in ihrer Kindheit zog es Hanselmann in die Vereinigten Staaten - aber unfreiwillig. Ihre Mutter Jenny wanderte mit ihr und ihrer ein Jahr älteren Schwester Sandra nach Salt Lake City im US-Bundesstaat Utah aus, nachdem sie sich von ihrem Mann Dieter Hanselmann getrennt hatte.

Dort sollten sie bei den Mormonen leben - einer christlichen Glaubensgemeinschaft, die strenge religiöse Regeln befolgt.

"Ich bin mit elf Jahren der Kirche beigetreten. Wir sind bekehrt und getauft worden und nach Amerika gezogen", erklärt der TV-Star gegenüber "Bunte".

"Ich war dort nicht glücklich, durfte über Monate nicht in die Schule gehen, weil ich keine Papiere hatte. Hatte wenig Kontakt zu Gleichaltrigen."

"Der Bergdoktor"-Star Simone Hanselmann: "Ich brauche keinen strengen Glauben"

Eine Szene aus der 14. Staffel "Der Bergdoktor": Martin (Hans Sigl) braucht dringend Franziskas (Simone Hanselmann) Hilfe - doch es geht ausgerechnet um Anne.
Eine Szene aus der 14. Staffel "Der Bergdoktor": Martin (Hans Sigl) braucht dringend Franziskas (Simone Hanselmann) Hilfe - doch es geht ausgerechnet um Anne.  © Erika Hauri/ZDF/dpa

Kein einfacher Lebensabschnitt, doch Hanselmann sieht die Erfahrung rückblickend durchaus auch positiv. "Diese schwere Zeit hat aber meinen Blick dafür geöffnet, dass Menschen anderswo auf der Welt ganz anders leben", sagt der " Bergdoktor"-Star.

"Die Mormonen sind sehr fleißig und erfolgreich. Aber es ist eine christliche Religion mit strengen moralischen Verboten, wie kein Sex vor der Ehe, kein Alkohol, kein Kaffee, keine Zigaretten", berichtet die 41-Jährige. Sie lehne die Religion prinzipiell nicht ab, "aber für mich habe ich sie abgelehnt. Ich brauche keinen strengen Glauben, um mich im Leben zurechtzufinden".

Um wieder glücklich zu werden, musste Hanselmann im Alter von 13 Jahren eine schwere Entscheidung treffen: sie verließ ihre Mutter und ihre Schwester und zog zurück zu ihrem Vater nach Deutschland. "Meine Schwester und meine Mutter habe ich dann erst mal ein paar Jahre nicht gesehen. Danach hatten wir Kontakt, aber natürlich nicht so eng, wie wenn man gemeinsam aufwächst."

Diese Erfahrung lehrte sie etwas für Leben: "Ich habe damals gelernt, dafür einzustehen, das zu tun, was ich möchte im Leben, und meine eigenen Entscheidungen zu treffen."

"Der Bergdoktor": Wie geht es in Staffel 15 mit Franziska und Martin weiter?

Wie ist mit Hanselmanns Rolle Franziska in der 15. Staffel bei "Der Bergdoktor" weitergehen wird, ist noch unklar. "Das weiß ich leider selbst noch nicht", erklärte Hanselmann vor gut zwei Wochen gegenüber "TV Spielfilm".

Sie hoffe natürlich, dass es noch viele Geschichten um ihre Bergdoktor-Rolle geben wird. "Aber ob und wenn ja wann Franziska wieder in Erscheinung tritt, das wurde mir auch nicht verraten."

Titelfoto: Jens Kalaene dpa/lbn

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