Höhenflug jäh gestoppt: Damit hat "DSDS"-Sieger Menowin sicher nicht gerechnet

Köln - Böse Klatsche für Menowin: Am vergangenen Samstag gewann der 38-Jährige im dritten Anlauf die RTL-Castingshow "DSDS". Doch nur eine Woche später erlebt der Höhenflug bereits ein jähes Ende!

Menowin Fröhlich (38) gewann im dritten Anlauf die RTL-Castingshow "Deutschland sucht den Superstar".  © Rolf Vennenbernd/dpa

Mit 57 Prozent der Zuschauerstimmen setzte sich der bald neunfache Familienvater im Finale gegen Constance Dizendorf durch. Nach dem epischen Scheitern 2005 und 2010 ist Menowin damit nun endlich am Ziel seiner Träume angekommen.

Sieben Tage später ist die Euphorie verpufft. Laut GfK Entertainment fehlt von seinem Siegersong "Mercy On Me" in den offiziellen Single-Charts jede Spur. Heißt: Der Titel schafft es in den vorläufigen Verkaufs- und Streamingtrends nicht in die Top 100.

"Mercy On Me" erschien am 2. Mai 2026 als Download und Streaming, veröffentlicht von UFA SHOW & FACTUAL GmbH. In den Credits sind als Komponisten Vito und Mos Iceley genannt, als Texter Vito. "DSDS"-Jurychef Dieter Bohlen (72) ist nicht beteiligt.

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Für einen Einstieg in die Top 100 sind in der Regel mehrere Hunderttausend Streams pro Woche nötig, eine Marke, die "Mercy On Me" trotz RTL-Promo und Final-Performance in keiner Chartwoche erreicht hat. Ein herber Rückschlag für "Superstar" Menowin.

Ein schwacher Trost dürfte für den 38-Jährigen der Umstand sein, dass auch alle anderen Finalsongs der aktuellen Staffel ohne Charteintrag blieben. Es ist nicht davon auszugehen, dass sich daran mit zunehmendem Abstand zum Finale noch etwas ändern wird.

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Seit Bohlen-Rauswurf kein echter Charterfolg mehr für DSDS-Sieger

Poptitan Dieter Bohlen (72) produzierte in früheren Jahren "DSDS"-Charterfolge wie am Fließband.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Besonders bitter: "Mercy On Me" ist kein beliebiger Popsong. Der Titel wurde eigens für Menowin und seine ganz persönliche Lebensgeschichte komponiert, handelt von Glauben, Gnade und dem langen Weg zurück zu sich selbst.

Der Sänger mit der unverwechselbaren Stimme, der in der Vergangenheit des Öfteren mit Drogen, Alkohol und Haftstrafen zu kämpfen hatte, lebt diese Zeilen – er spielt sie nicht. Wenn einer weiß, wie gefährlich Höhenflüge sein können, dann er.

Nicht umsonst hatte Menowin unmittelbar nach seinem "DSDS"-Triumph verkündet: "Das einzig Wichtige ist jetzt, cool zu bleiben. Nicht auszuflippen und zu denken, man ist der Oberkrasse." Dabei ist das Chart-Debakel durchaus hausgemacht.

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Seit Bohlen im März 2021 von RTL den Laufpass bekam und vorübergehend durch Florian Silbereisen ersetzt wurde, schreibt er keine Siegersongs mehr. Die Produktion ging an wechselnde Songwriting-Camps von UFA und Universal - ein fataler Fehler.

Kein Gewinner seit 2021 hat jemals mehr die Top 10 erreicht. Harry Laffontien und Christian Jährig tauchten gar nicht in den Charts auf, ein Schicksal, dass jetzt auch Menowin erst einmal verarbeiten muss.

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