Respekt, wer sich an dieses Ferkel wagt: Leipziger Schweine verstehen keinen Spaß

Leipzig - Vor wenigen Wochen durfte sich der Leipziger Zoo über Nachwuchs bei den Pekaris freuen, ein zuckersüßes Jungtier erblickte das Licht der Welt. Inmitten der erwachsenen Nabelschweine erlebt es seine ersten Abenteuer auf der Außenanlage.

Das putzige Pekari-Ferkel wird von der Gruppe gehegt und gepflegt.
Das putzige Pekari-Ferkel wird von der Gruppe gehegt und gepflegt.  © Zoo Leipzig

Schön wär's, von wegen Abenteuer! Denn die ganze Pekari-Familie folgt dem Ferkel auf Schritt und Tritt, lässt es quasi nicht aus den Augen. Zeit für sich allein - Fehlanzeige!

"Das ist so typisch für Pekaris", erklärt Tierpfleger Florian Ludwig in der neuen Folge der MDR-Sendung "Elefant, Tiger & Co.". "Jungtiere in die Mitte, Köpfe nach außen, groß machen und zusehen, dass niemand von außen dort ran kann."

Das beschreibt das Bild, das sich den TV-Zuschauern bietet, ziemlich genau: Die erwachsenen Nabelschweine drängen sich dicht an ihren Nachwuchs heran, lassen das putzige Schweinchen nicht aus den Augen.

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Da kommen mal eben fünf Betreuer auf ein Kind, besser als in jeder Kita.

Dabei könnte sich das Junge bestimmt schon bald ganz gut selbst zur Wehr setzen. Weil es als Einzelkind geboren wurde, ist es kräftiger und auch besser entwickelt als die Ferkel, die vor ihm im Zoo zur Welt gekommen sind.

Wer ihm zu nahe kommt, muss erst an einem solchen erwachsenen Schwein vorbei. (Archivbild)
Wer ihm zu nahe kommt, muss erst an einem solchen erwachsenen Schwein vorbei. (Archivbild)  © Zoo Leipzig

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Nur selten lassen die Pekaris ihren Nachwuchs aus den Augen.
Nur selten lassen die Pekaris ihren Nachwuchs aus den Augen.  © Zoo Leipzig

Dass die Rotte dem Kleinen auf Schritt und Tritt folgt, hat einen einfachen Grund. "Die Kinder müssen vom ersten Tag an mitlaufen können", erklärt Florian.

Pekaris seien ständig auf Wanderschaft, legen also weite Wege zurück. "Das heißt, die gesamte Gruppe läuft und die Kleinen müssen mithalten."

Damit das gelingt, sollte aber auch genug Verpflegung am Start sein. Als das Ferkel an die heranzukommen versucht, bietet sich ein Bild für die Götter: Es sieht aus, als würde es mit der Schweinsnase im Hinterteil der Mutter herumwühlen.

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Nabelschweine haben keine Zitzenleiste am Bauch, wie andere Schweine - die Zitzen befinden sich stattdessen zwischen den Hinterbeinen. Wohl bekomm's!

Danach reicht es dann auch mit Action, Kuschelzeit ist angesagt: Wieder drängen sich die Großen eng ums Kleine herum und halten es so auch warm. Tja, Schwein müsste man sein.

Die ganze Folge von "Elefant, Tiger & Co." könnt Ihr in der MDR-Mediathek streamen.

Titelfoto: Bildmontage: Zoo Leipzig

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