Dessau/Köln - In den 1980er-Jahren war sie eins der gefragtesten Models der DDR: Anja Kossiwakis (56). Nun legt es die gebürtige Dessauerin noch einmal darauf an und geht als "Best Ager"-Kandidaten bei der 21. Staffel von Heidi Klums (52) "Germany's Next Topmodel" an den Start. Der Auftakt ist ihr durchweg gelungen.
"Ich wäre auch gern mit meiner Tochter hergekommen, aber die hatte keine Lust", scherzte die 56-Jährige, die vier Jahrzehnte Erfahrung als Model mitbringt, in der ProSieben-Show. "Ich hab’ schon in der DDR gemodelt und jetzt will ich es mal bei Heidi probieren."
Ihr letzter Job für L’Oréal in Paris liegt dabei erst zwei Jahre zurück. "Ich kenne Heidi ja auch persönlich, ich habe sie viermal schon getroffen. Ich kenne die Juroren fast alle, da ich seit 2013 als Fashion-Bloggerin und Fotografin arbeite."
Bei ihrem Probelauf auf dem Catwalk zieht das "Best Ager"-Modell aus Sachsen-Anhalt dann auch sogleich alle Blicke auf sich - auch den von Chefjurorin und Weltstar Klum: "Also dich habe ich doch schön öfters mal gesehen", grübelte die Frau von Tom Kaulitz (36).
Kossiwakis antwortete selbstbewusst: "Ich bin eines der bekanntesten Models der DDR. Ich war dreimal auf dem Titelbild der 'Modischen Maschen'. Wir haben uns in Mailand getroffen, Backstage bei Versace, bei deiner Fashion Show in New York."
Bestens vorbereitet hatte sie sogar ein Geschenk für das in den USA lebende deutsche Supermodel dabei: ein selbst gestaltetes Fotobuch von Kossiwakis Auftritten in der Glamour-Welt - samt Selfie mit Heidi und dem diesjährigen Jury-Mitglied Designer Jean Paul Gaultier (73). "Ich kann mich erinnern", sagte er sogleich lächelnd beim Blick auf das gemeinsame Foto.
Covergirl der "Modische Maschen" im Frühjahr 1988
Kossiwakis absolvierte ihr erstes Fotoshooting 1978
Fürs Erste ist die Dessauerin eine Runde weiter: "Ich bin so happy, das war so cool!", freute sich das DDR-Model.
Dem Heyday-Magazin verriet Kossiwakis 2024, die Geschichte ihres ersten Fotoshootings 1987. Zwei Jahre zuvor hatte sie sich auf eine Annonce des "Verlag für die Frau" gemeldet und sich als Model beworben.
Für das Shooting fuhr sie zunächst nach Leipzig, von wo aus es mit dem bekannten Fotografen Günter Rössler (†2012) im Auto nach Höfgen bei Grimma weiterging. "Nach einer Stunde hatten wir alle Fotos im Kasten", erinnerte sich die 56-Jährige. "Die Bilder kamen so gut an, dass ich sogar auf dem Titelbild landete. Mein erstes Cover!"
Viel verdient habe man damals als Model jedoch nicht: Gerade mal 35 Mark habe es gegeben - und das fürs Titelfoto!
Besonders in Erinnerung geblieben aus dieser Zeit ist ihr zudem ein Safari-Shooting: "In der DDR waren wir Weltmeister im Improvisieren. Da wir nicht reisen konnten, fand das Shooting auf der Abraumhalde in Bitterfeld statt. Ich stand mit Sonnenhut auf einem staubigen Hügel und blickte sehnsuchtsvoll in die Ferne." Wie es für die Dessauerin weitergeht, erfahrt Ihr am Donnerstag, um 20.15 Uhr, auf ProSieben.