"Prinzen"-Sänger spricht über enge Bindung zu seinem kranken Vater
Hamburg - Sehr persönliche Worte: Am Freitagabend war Sebastian Krumbiegel (59) in der "NDR Talk Show" zu Gast. Dort sprach der Sänger und Frontmann der Band "Die Prinzen" unter anderem über die enge Bindung zu seinen Eltern.
Im Gespräch mit Moderator Hubertus Meyer-Burckhardt (69) ging der Musiker insbesondere auf die besondere Beziehung zu seinem Vater ein. "Mein Papa ist 90 Jahre alt und ist ein bisschen dement, aber wir gehen damit gut um", verdeutlichte er.
Gemeinsam mit seinem älteren Bruder Martin und seiner jüngeren Schwester Susanne versuche er, seine Mutter ein wenig zu entlasten. "Indem wir unseren Vater entertainen, mit ihm Zeit verbringen", erklärte der 59-Jährige.
Ein ganz wichtiges Instrument dabei: Humor. So könne er seinem Vater innerhalb von wenigen Minuten zweimal denselben Witz erzählen und dieser würde aufgrund seiner Krankheit zweimal in schallendes Gelächter ausbrechen.
"Er ist ein total lustiger Typ, er hat sich den Humor erhalten. Ich glaube, dass Humor so eine wichtige Lebensgrundlage ist und wenn du dir das bewahren kannst, dann hast du gewonnen", unterstrich Krumbiegel.
Sebastian Krumbiegel über Songs: "Mein Vater ist der erste Kritiker"
Trotz der Demenz sei sein Vater auch immer noch der erste Anlaufpunkt, wenn der Musiker Rückmeldung zu einem neuen Song brauche. "Mein Vater ist der erste Kritiker und gibt mir auch wirklich nach wie vor gute Tipps. Ich spiele es auch anderen Leuten vor, aber der erste ist immer mein Vater."
Einmal habe er ihm zum Beispiel den Ratschlag gegeben, "die Fäkalsprache wegzulassen", erinnerte sich der gebürtige Leipziger. "Und das fand ich wirklich hilfreich, weil man es auch anders ausdrücken kann."
Unabhängig von diesem Tipp sei er aber einfach "glücklich und dankbar", dass er so ein gutes Verhältnis zu seinem Vater habe, bekräftigte Krumbiegel abschließend.
Wer die "NDR Talk Show" am Freitag verpasst hat, kann sie jederzeit in der ARD-Mediathek nachholen.
Titelfoto: NDR/Uwe Ernst

