"Warum macht man sowas?": RTL wegen "Wer wird Millionär?" am Pranger, Sender reagiert sofort

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Köln - RTL hat am Montagabend für mächtig Verwirrung gesorgt: Trotz Sommerpause zeigte der Sender eine Ausgabe von "Wer wird Millionär?". Das Problem: Es war eine Wiederholung. Der Aufschrei im Netz ist groß.

Günther Jauch (70) moderiert "Wer wird Millionär?" bereits seit dem Startschuss im Jahr 1999. (Archivfoto)
Günther Jauch (70) moderiert "Wer wird Millionär?" bereits seit dem Startschuss im Jahr 1999. (Archivfoto)  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Der Quiz-Klassiker mit Günther Jauch (70) lief zur gewohnten Sendezeit ab 20.15 Uhr. Passionierten Ratefüchsen, die zu dieser Zeit bei RTL reinzappten, dürfte wohl das Herz aufgegangen sein, allerdings nur kurzfristig. Schnell war klar: Hier ist etwas faul.

Statt neuer Fragen servierte der Kölner Privatsender seinen Zuschauern das Spezial zum 25. Geburtstag der Sendung aus dem Oktober 2024. Mit dabei waren damals Promis wie Tim Mälzer, Motsi Mabuse oder auch Elyas M’Barek.

Eine Szene mit dem "Fack ju Göhte"-Schauspieler teilte RTL auch auf seinem Social-Media-Kanal. Darin bittet M’Barek den Quiz-Experten Sebastian Klussmann um Hilfe. In der Kommentarspalte machte sich jedoch eine Welle der Entrüstung breit.

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"Schlimm, wenn man Jubiläumsfolgen noch mal zeigen muss. Macht ordentliches Programm und zeigt nicht Altes. Alles lebt nur noch von Wiederholungen", polterte ein Nutzer und kassierte dafür viel Zuspruch. Andere wollten einfach nur wissen: "Warum macht man sowas?"

Kein Trugschluss, sondern Fakt: Immer mehr Wiederholungen im TV

Der "Frische-Anteil" im deutschen TV hat im Juli 2026 im Vergleich zum Vorjahr deutlich abgenommen. (Symbolfoto)
Der "Frische-Anteil" im deutschen TV hat im Juli 2026 im Vergleich zum Vorjahr deutlich abgenommen. (Symbolfoto)  © Marcus Brandt/dpa

Tatsächlich gab es eine Reaktion: Das Social-Media-Team von RTL griff die Kritik auf und verteidigte die Entscheidung. "Das ist zwar eine Wiederholung, aber die war so schön, dass wir sie gerne noch mal zeigen", erklärten die Verantwortlichen spitzzüngig.

Von einer Zuschauerin gab es deshalb auch ein paar aufrichtige Worte des Dankes zu lesen. Sie schrieb: "Hab mich gefreut, dass ich die Jubiläumssendung noch mal gucken konnte! Fand ich richtig gut!"

Der Eindruck, dass im TV immer mehr Wiederholungen gesendet werden, täuscht aber nicht. Seit über 14 Jahren schaut sich "DWDL" Monat für Monat die acht Vollprogramme an, um einen sogenannten "Frische-Index" zu erstellen.

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Mit diesem wird gemessen, wie hoch der Anteil des Abendprogramms zwischen 20.15 Uhr und Mitternacht ist, der mit Erstausstrahlungen oder Free-TV-Premieren bestritten wird. Das Fazit: So gering wie im vergangenen Juli lagen die Zahlen alles in allem noch nie.

Laut dem Branchenmagazin fiel die Sommerflaute damit noch stärker aus als in den letzten Jahren. Auch RTL, das seinen Frische-Anteil sonst häufig erstaunlich hochhalte, kam im Juli 2026 nur noch auf 42 Prozent, 15 Prozentpunkte weniger als im Juli 2025.

Titelfoto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

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