Totgeschwiegen! Über diesen Film wird Deutschland diskutieren!

Von Björn Strauss

Berlin - Nehmt Euch nichts vor am Montag! Denn der Fernsehfilm der Woche geht ein hartes Thema an. Warum töteten Jugendliche einen Obdachlosen? Der Film ist brisant, spannend und sehr gut gespielt von den bekannten TV-Gesichtern. Im Anschluss gibt's sogar noch einen "Nachschlag". 

Totgeschwiegen: Die Eltern von links: Nele (Laura Tonke), Jean (Mehdi Nebbou), Esther (Claudia Michelsen), Brigitte (Katharina Marie Schubert), Volker (Godehard Giese) und ihre Kinder von links: Jakob (David Ali Rashed), Mira (Flora Li Thiemann) und Fabian (Lenius Jung).
Totgeschwiegen: Die Eltern von links: Nele (Laura Tonke), Jean (Mehdi Nebbou), Esther (Claudia Michelsen), Brigitte (Katharina Marie Schubert), Volker (Godehard Giese) und ihre Kinder von links: Jakob (David Ali Rashed), Mira (Flora Li Thiemann) und Fabian (Lenius Jung).  © ZDF/ [F] Christiane Pausch / Sebastian Rasche ; [M] Studio.TV

Ein obdachloser Mann wird am U-Bahn-Gleis ermordet aufgefunden. Kameraaufzeichnungen geben erste Hinweise auf drei Jugendliche, so beginnt der Film "Totgeschwiegen" (ZDF am Montag, 21. September 2020, 20.15 Uhr). 

Schnell wird klar: Die drei Jugendlichen Mira (Flora Li Thiemann), Fabian (Lenius Jung) und Jakob (David Ali Rashed) scheinen in die Tat verstrickt zu sein - aber wer war es? Und vor allem, warum?

Die Eltern Esther (Claudia Michelsen, derzeit beim Dreh für "Ku'damm 63"), Nele (Laura Tonke, jüngst im Schocker "Sloborn" zu sehen), Brigitte (Katharina Marie Schubert), Volker (Godehard Giese) und Jean (Mehdi Nebbou) beschließen gemeinsam, die Tat zu vertuschen. Die Zukunft ihrer Kinder soll nicht zerstört werden.

Die 16-Jährigen reagieren auf alle Fragen ihrer Eltern immer mehr abweisend. Werden aggressiv - aus Schuldbewusstsein, Fassungslosigkeit und Selbstschutz.

Die Situation eskaliert, die Konflikte der Eltern untereinander treten zutage. Die mehr und mehr entfremdeten Kinder kapseln sich ab. 

Die Beweislast gegen die eigenen Kinder wird erdrückend! Alle ringen mit ihrem Gewissen. Langsam, aber unaufhaltsam kommt die Wahrheit ans Licht - das ganze Ausmaß des Verbrechens wird in der letzten Sequenz offenbar.

Übrigens, die anschließende Dokumentation "Wenn Kinder Täter werden" beleuchtet, angelehnt an den Fernsehfilm, die Frage, wie es dazu kommt, dass "Kinder zu Tätern werden". Die Doku greift auch auf Filmszenen zurück, ordnet Taten ein, um diese mit der tatsächlichen Situation in Deutschland abzugleichen.

TIPP: Im Anschluss an den Fernsehfilm ist die Doku um 21.45 Uhr im Zweiten zu sehen. In der ZDFmediathek ist der Film bereits seit einer Woche zu sehen. 

Titelfoto: ZDF/ [F] Christiane Pausch / Sebastian Rasche ; [M] Studio.TV

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