Schnee in Bayern: Zig Unfälle, Streckensperrung bei der Bahn
München - Das Winterwetter hat Bayern noch fest im Griff. Anhaltender Schneefall sorgte seit der Nacht auf Freitag für mehrere Einsätze.
Von Donnerstagnachmittag bis Freitagmorgen rückte die Münchner Feuerwehr zu insgesamt 15 schneebedingten Einsätzen im Stadtgebiet aus. Größtenteils mussten abgebrochene Äste entfernt werden, die Straßen und Gehwege blockierten.
Auf den Straßen in Oberbayern und Schwaben kam es zu mehreren Unfällen. Glücklicherweise blieb es meist bei Blechschäden. Zwölf Menschen wurden leicht verletzt, so die Polizei in Oberbayern. Mal krachten ihre Autos gegen Leitplanken, mal rutschten die Fahrzeuge in Gräben.
An der A99 wurde eine Familie schwer verletzt, als ihr Auto auf einem Parkplatz unter einen Laster rutschte.
In Schwaben blieben mehrere Lkw auf den Straßen stecken und mussten von der Straßenmeisterei und der Feuerwehr befreit werden.
Streckensperrungen bei der Bahn und Aussicht auf mildes Wochenende
In der Oberpfalz verlor eine 30-Jährige am Donnerstagabend die Kontrolle und prallte mit dem Auto gegen einen Linienbus. Die Frau wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht.
Der Busfahrer und eine 17 Jahre alte Insassin erlitten leichte Verletzungen. Am Freitagmorgen überschlug sich das Auto einer 33-Jährigen, die mit ihrem Baby bei Freudenberg unterwegs war.
Schneebruch ließ viele Bäume im Land umknicken. Die Bahnstrecke zwischen Garmisch-Partenkirchen und Innsbruck kann derzeit nicht bedient werden. Die Züge aus München endeten deshalb vorzeitig am Bahnhof in Garmisch-Partenkirchen. In Mittelfranken fiel ein Baum auf die Strecke zwischen Roßtal und Ansbach und beschädigte eine Oberleitung. Die S-Bahn kann deshalb nicht zwischen Nürnberg und Crailsheim fahren.
Am Wochenende schwenkt das Wetter um: Es soll deutlich milder werden. Teilweise sind bis zu 15 Grad angekündigt, teilte der Deutsche Wetterdienst mit.
Da der Niederschlag dann in Regen übergeht, kann es vor allem in der Nacht auf Samstag im Osten Bayerns glatt werden.
Titelfoto: Lukas Barth-Tuttas/dpa
