Hitzeblog für den Norden: Unwetter und Gewitter erwartet, Suche nach vermisstem Schwimmer abgebrochen

Hamburg - Die Temperaturen in Deutschland klettern am Wochenende extrem in die Höhe. Auch Norddeutschland schwitzt. In unserem Blog halten wir Euch über aktuelle Entwicklungen zur Hitze im Norden auf dem Laufenden.

Am Sonntag kann es in weiten Teilen Norddeutschlands zu Schauern und Gewittern kommen. (Symbolfoto)  © Florian Wiegand/dpa

Am Samstag herrschten in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern bereits am Vormittag Temperaturen über 30 Grad.

Doch mit den steigenden Temperaturen nimmt auch die Wahrscheinlichkeit für Unwetter zu. Am Samstagabend kam es im Norden teilweise zu heftigen Gewittern, stellenweise waren Überschwemmungen die Folge.

Und auch am Sonntag könnte es zu Schauern und Gewittern kommen, die Temperaturen bleiben jedoch ähnlich wie am Vortag.

Hamburg Wetter Hitzewarnung am Wochenende: Was es bei der Wärme in Hamburg zu beachten gibt

Welche Auswirkungen das Extrem-Wetter auf Veranstaltungen und Alltag im Norden hat, erfahrt Ihr in unserem TAG24-Blog.

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28. Juni, 17.39 Uhr: Suche nach vermisstem Schwimmer abgebrochen

Mit einem Großaufgebot suchten Rettungskräfte am heutigen Sonntag nach einem vermissten Langstreckenschwimmer bei der Seebrücke Scharbeutz (Kreis Ostholstein) in der Ostsee. Gegen kurz nach 14 Uhr habe die DLRG über den vermissten Schwimmer informiert. Anschließend seien eine Drohne und diverse Boote im Einsatz gewesen.

Die Suchmaßnahmen blieben jedoch ohne Erfolg. Der Einsatz sei am Nachmittag abgebrochen worden.

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Die Suche nach einem vermissten Langstreckenschwimmer vor Scharbeutz blieb am Nachmittag ohne Erfolg.  © Arne Jappe

28. Juni, 16 Uhr: Blitz schlägt während Gewitter in Haus ein

Eine heftige Unwetterfront traf das Stadtgebiet Aurich zwischen Samstagabend und Sonntagmorgen. So schlug unter anderem gegen 5 Uhr morgens in der Westerlooger Straße ein Blitz in den Dachstuhl eines Wohnhauses ein und setzte diesen in Brand.

Bereits Minuten später trafen Einsatzkräfte ein und begannen sofort mit den Löschmaßnahmen. Das sich zu diesem Zeitpunkt direkt über der Einsatzstelle befindliche Gewitter schloss das Einsetzen der Drehleiter aus Gründen des Eigenschutzes zwar aus, dennoch verhinderte das schnelle Eingreifen der Feuerwehren eine Brandausbreitung und damit größeren Schaden.

Auch am Sonntag werden starke Gewitter in Teilen Norddeutschlands erwartet.

Während eines Dachstuhlbrands befand sich ein Gewitter unmittelbar über der Einsatzstelle.  © Freiwillige Feuerwehr Aurich

28. Juni, 12.59 Uhr: Fahrbahn auf der A7 platzt wegen der Hitze auf

Wegen der extremen Hitze ist am Samstag der Asphalt auf der A7 bei Bad Fallingbostel (Niedersachsen) aufgeplatzt, wie die Polizei mitteilte.

Dabei wurden zwei Autos beschädigt, verletzt wurde aber niemand. Die Fahrstreifen in Richtung Hamburg mussten gesperrt werden, aktuell wird der Verkehr einspurig über den Seitenstreifen geleitet.

Laut der Polizei ist bis zur Reparatur der Fahrbahn mit Beeinträchtigungen in dem Bereich zu rechnen.

Auf der A7 bei Bad Fallingbostel in Niedersachsen ist am Samstag der Asphalt wegen der extremen Hitze aufgeplatzt. (Symbolfoto)  © Rene Priebe/dpa

28. Juni, 11.51 Uhr: Auch im Nordosten wird es wieder extrem heiß

Auch für Mecklenburg-Vorpommern hat der DWD am Sonntag erneut eine Warnung vor extremer Hitze herausgegeben. Es werden demnach bis zu 38 Grad im Nordosten, bei möglichen Unwettern mit Starkregen und Sturmböen.

Am Montag rechnen die Wetterexperten mit einem stark bewölkten Himmel und viel Nähe. Erneut sind lokal Gewitter und Unwetter möglich, bei Temperaturen bis 25 Grad an der Küste und 29 Grad an der Küste.

28. Juni, 9.55 Uhr: DWD warnt vor extremer Hitze in Hamburg

Der Deutsche Wetterdienst hat auch für Sonntag eine amtliche Warnung vor extremer Hitze in Hamburg herausgegeben. Sie gilt von 11 bis 19 Uhr.

Anwohner sollen ausreichend trinken, auch ohne Durst. Die direkte Sonne und körperlich anstrengende Aktivitäten sollen vermieden, der eigene Körper sowie Wohnräume kühl gehalten werden.

28. Juni, 8.14 Uhr: Deutscher Wetterdienst warnt vor Unwettern

In Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Bremen ist ein Ende der extremen Temperaturen in Sicht. Vorher kann es laut DWD allerdings noch zu Unwettern kommen.

Am Morgen sind demnach Gewitter mit Starkregen, Sturmböen und Hagel möglich. Stellenweise ist zudem mit orkanartigen Böen zu rechnen. Die Temperaturen liegen voraussichtlich zwischen 30 und 37 Grad.

Für Montag rechnet der DWD mit einem Rückgang der Hitze. Es werden angenehmere Temperaturen zwischen 23 und 28 Grad erwartet. Es können aber weiterhin Schauer und Gewitter auftreten.

27. Juni, 21.44 Uhr: Sanitätszentrum auf St. Pauli eingerichtet

Die Hitzewelle bringt Hamburg an seine Grenzen. Aufgrund der hohen Belastung richtete die Feuerwehr gemeinsam mit Hilfsorganisationen in einer Turnhalle des FC St. Pauli an der Budapester Straße ein Sanitätszentrum ein, um die Notaufnahmen der Krankenhäuser zu entlasten.

Wozu das Ganze? In dem Sanitätszentrum sollen Patienten behandelt werden, die unter hitzebedingten Beschwerden leiden, jedoch keinen stationären Krankenhausaufenthalt benötigen.

Auf St. Pauli wurde ein Sanitätszentrum eingerichtet.  © NEWS5 / René Schröder

27. Juni, 21.15 Uhr: Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen knacken Hitzerekord!

Es geht weiter mit den Rekorden: In Hamburg ist am heutigen Samstag der Rekord für die höchste bislang gemessene Juni-Temperatur geknackt worden! An der Station Hamburg-Neuwiedenthal seien 39,4 Grad Celsius gemessen worden, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit.

Zuvor lag der Juni-Rekord der Hansestadt bei 36,5 Grad und wurde am 29. Juni 1947 gemessen. Und auch Schleswig-Holstein schreibt Geschichte. Dort wurde am Samstag ebenfalls der bisherige Rekord für die höchste bislang gemessene Temperatur geknackt!

An der Station Grambek im Kreis Herzogtum Lauenburg sei eine Temperatur von 39,2 Grad Celsius gemessen worden. Der bisherige Rekord lag bei 39,1 Grad und wurde am 20. Juli 2022 gemessen. Ähnliches gilt für Niedersachsen. Mit 40,2 Grad in Lüchow hat der DWD die bisher höchste Temperatur in diesem Bundesland gemessen.

Der bisherige Hitzerekord im Land zuvor lag bei 40 Grad am 20. Juli 2022 in Barsinghausen (Region Hannover).

27. Juni, 19.32 Uhr: Unwetter sorgt für überschwemmte Straßen und umgekippte Bäume

In einigen Regionen im Norden drohen nach der Hitze nun heftige Unwetter. Winsen (Luhe) im Landkreis Harburg hat es bereits am späten Samstagnachmittag erwischt. Ein heftiges Gewitter zog über die niedersächsische Kreisstadt und sorgte damit für teilweise überflutete Straßen.

Auch mehrere Keller sollen wegen des starken Regens unter Wasser gesetzt worden sein. Während des Gewitters stürzten zudem auch vereinzelt Bäume um. Für eine spürbare Abkühlung soll das Gewitter allerdings nicht gereicht haben. Die Luft blieb schwül, berichtete ein Reporter vor Ort.

Ein Gewitter fegte am Samstag über Winsen (Luhe) und überschwemmte Straßen.  © JOTO

27. Juni, 18.21 Uhr: Hamburgs Feuerwehr bekommt mehr Rettungswagen

Wegen der starken Auslastung unter anderem wegen hitzebedingter Einsätze stockt die Feuerwehr in Hamburg die Zahl ihrer Rettungswagen auf. Auch auf Rettungswagen von Hilfsorganisationen wie etwa des DRK oder des Arbeiter-Samariter-Bundes werde zurückgegriffen. Intern wurden zudem Ressourcen aus dem Bereich Brandschutz abgezogen und hierfür Freiwillige Feuerwehren eingebunden.

Die Feuerwehr verzeichnete bis zum späten Nachmittag schon mehr als 1000 Einsätze. Normalerweise habe man rund 1000 binnen 24 Stunden.

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