Heute vor 45 Jahren entkam Papst Johannes Paul II. nur knapp dem Tod

Heute vor 45 Jahren, am 13. Mai 1981, fielen mehrere Schüsse mitten auf dem Petersplatz. Tausende Menschen wurden Zeugen, wie Papst Johannes Paul II. getroffen zusammenbrach.

Bewegende Ereignisse, die die Welt schockierten, und vieles mehr gibt es hier: heute vor ... Jahren.

Papst Johannes Paul II. im April 1987 im offenen Papamobil.  © Benutzer:Dr. Meierhofer/CC BY-SA 3.0/Wikimedia Commons

Wie an jedem anderen Mittwoch fuhr Papst Johannes Paul II. auch am 13. Mai 1981 während der Generalaudienz in einem offenen Fahrzeug über den Petersplatz in Rom.

Zehntausende Gläubige jubelten ihm zu, winkten begeistert, während der Papst Kinder segnete, lächelte und die Menge herzlich grüßte - ein Moment voller Freude und Aufbruchsstimmung.

Doch plötzlich fielen mehrere Schüsse aus nächster Nähe. Getroffen in Hand und Bauch brach Johannes Paul II. schwer verletzt zusammen. Der Papst wurde umgehend ins Krankenhaus gebracht, wo Ärzte stundenlang um sein Leben kämpften.

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Die Kugeln hatten lebenswichtige Organe getroffen, zeitweise schwebte das Oberhaupt der katholischen Kirche in akuter Lebensgefahr. Doch er überlebte - seine volle Gesundheit sollte er jedoch nicht mehr zurückerlangen.

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Mögliche Hintergründe und Theorien

Der damals 23-jährige Attentäter Mehmet Ali Ağca konnte noch am Tatort überwältigt werden. Er gilt als direkter Täter mit Verbindungen zu extremistischen Gruppen. Ob er allein handelte oder Unterstützung hatte, konnte trotz umfangreicher Ermittlungen nicht eindeutig nachgewiesen werden. Seine Aussagen zu möglichen Hintergründen blieben widersprüchlich.

Da sich das Attentat während des Kalten Krieges ereignete, wurde es politisch eingeordnet. Ermittler prüften verschiedene internationale Verbindungen wie beispielsweise zum sowjetischen Geheimdienst KGB, konnten jedoch keine Version abschließend belegen.

Bis heute bleibt das Motiv für den Mordanschlag nicht eindeutig geklärt.

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Schon gewusst? Papst Johannes Paul II. trat bereits kurz nach seiner Genesung wieder öffentlich auf. Nur zwei Jahre nach der Tat besuchte er seinen Attentäter, dem er bereits im Krankenbett vergeben hatte, im Gefängnis und sprach mit ihm persönlich. Der Inhalt des Gesprächs blieb vertraulich.

Nach dem Anschlag wurden die Sicherheitsmaßnahmen im Vatikan deutlich verschärft. Das Ereignis erhielt weltweit große Aufmerksamkeit und wurde zu einem bedeutenden Moment der Zeitgeschichte. Die Tat und ihre Folgen werden bis heute in politischen und historischen Kontexten analysiert.

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