Heute vor 72 Jahren, am 9. Januar 1954, wurde auf Grönland eine außergewöhnlich niedrige Temperatur registriert. Das Thermometer zeigte -65,9 Grad Celsius - einer der kältesten je gemessenen Werte auf der Erde.
Andere erstaunliche Ereignisse gibt's unter heute vor ... Jahren.
Messung an der Forschungsstation "North Ice"
Am 9. Januar 1954 wurde an der Forschungsstation "North Ice" auf dem höchsten Punkt des grönländischen Inlandeises eine Temperatur von -65,9 Grad Celsius gemessen.
Die Station war Teil eines internationalen Forschungsprojektes auf etwa 2300 Metern über dem Meeresspiegel.
"North Ice" wurde Anfang der 1950er Jahre im Rahmen britischer und internationaler Polarforschung ins Leben gerufen. Ziel war es, meteorologische, glaziologische und geophysikalische Daten aus dem Inneren Grönlands zu sammeln.
Das dort arbeitende Forscherteam war monatelang unter extremen Bedingungen isoliert und führte kontinuierliche Wetterbeobachtungen durch.
Auf dem Inlandeis Grönlands herrscht gerade im Winter monatelang Dunkelheit. Die Polarnächte spielen dadurch eine große Rolle für die Extremkälte.
Es geht noch kälter: Rekord wurde schon abgelöst
Der gemessene Wert von -65,9 Grad Celsius gilt als einer der niedrigsten zuverlässig dokumentierten Temperaturen auf der Nordhalbkugel. Vergleichbare Extremwerte wurden später fast ausschließlich in der Antarktis oder in Regionen wie Sibirien registriert.
Hier findest Du übrigens den kältesten Ort der Welt.
Der in Grönland gemessene Rekord wurde 1991 durch einen neuen Spitzenwert von -69,6 Grad Celsius abgelöst.
Die Arbeit der Forscher lieferte wichtige Grundlagen für das Verständnis polarer Klimaprozesse. Daten aus "North Ice" trugen dazu bei, Temperaturverläufe in Eisregionen besser einzuordnen und Modelle zur Kälteentstehung unter extremen Bedingungen zu verbessern.
Kälterekord mit Seltenheitswert
Mit -65,9 Grad Celsius wurde am 9. Januar 1954 an der Station "North Ice" ein Temperaturwert gemessen, der bis heute zu den niedrigsten Temperaturwerten auf Grönland zählt.