Mordfall Fabian (†8): Steht die Anklage gegen die Tatverdächtige auf der Kippe?

Güstrow - Auch 143 Tage nach dem Tod von Fabian (†8) sind die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen. Seit November sitzt eine 29-jährige Tatverdächtige in U-Haft. Ob es zur Anklage kommt, ist noch unklar.

Die 29-jährige Tatverdächtige sitzt seit November 2025 in U-Haft.
Die 29-jährige Tatverdächtige sitzt seit November 2025 in U-Haft.  © Danny Gohlke/dpa

Ende der Woche soll es eine Mitteilung der Staatsanwaltschaft hinsichtlich der Anklage im Mordfall Fabian geben.

"Das wird die dann die letzte sein. Entweder ist das Verfahren dann zu Ende oder es würde zum Landgericht übergehen. Wenn es denn eine Anklage geben sollte", sagte Oberstaatsanwalt Harald Nowack am Montag gegenüber TAG24.

Die Zeugenvernehmungen waren bereits im Januar abgeschlossen, neue Hinweise habe es zuletzt nicht mehr gegeben, erläuterte Nowack bereits Mitte Januar im Gespräch mit TAG24.

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Damals gab der Oberstaatsanwalt auch an, dass die Ermittlungen zu diesem Zeitpunkt auf eine Mordanklage hinauslaufen würden. Dazu gibt es jetzt keine Angaben mehr.

Bereitet das Schweigen der Tatverdächtigen den Ermittlern Probleme?

"Wenn naturwissenschaftliche Beweise oder auch Indizienbündel bzw. Indizienketten belastbar und stark genug sind, ein erkennendes Gericht zu überzeugen, dann ist die Aussage der Person, die dieser Tat verdächtigt wird, nicht unbedingt notwendig", klärte Christian Matzdorf, Professor für Kriminalistik mit Schwerpunkt Kriminaltechnik, in einem Hintergrundgespräch mit TAG24 bereits im November auf.

Tatwaffe wurde nicht gefunden

Die Ermittler konnten die Tatwaffe nie finden.
Die Ermittler konnten die Tatwaffe nie finden.  © Bernd Wüstneck/dpa

Wie es hinsichtlich der Beweislage im Fall Fabian aussieht, kann der ehemalige Polizeidirektor von außen betrachtet natürlich nicht sagen. In einigen Fällen könne man relativ schnell Ergebnisse generieren. Bei Faserspuren oder DNA-Spuren beispielsweise.

"In anderen Fällen kann das tatsächlich auch etwas länger dauern und kann auch noch umfangreiche Abgleiche nötig machen", so der Professor.

Ein wichtiges Detail konnte im Laufe der Ermittlungen jedenfalls noch nicht geklärt werden: Die Tatwaffe blieb verschwunden.

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Als dringend tatverdächtig gilt die Ex-Freundin des Vaters von Fabian, welche die Leiche des Jungen am 14. Oktober 2025, vier Tage nach dem Verschwinden, gefunden hat.

Die 29-Jährige wurde am 6. November festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft. Für sie gilt die Unschuldsvermutung.

Titelfoto: Danny Gohlke/dpa

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