Mädchen (†6) stirbt, Partner der Mutter unter Verdacht: Nun steht Todesursache fest

Osternienburger Land - Ein sechsjähriges Kind wird mit schweren Kopfverletzungen ins Krankenhaus gebracht, stirbt dort wenige Tage später. Seitdem ermittelt die Polizei wegen des Verdachtes eines Tötungsdeliktes gegen den Partner der Kindsmutter, ließ eine Obduktion durchführen. Nun haben die Behörden die Ergebnisse bekannt gegeben.

Ein Rettungshubschrauber hatte das Mädchen Anfang Juni zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Zwei Tage später erlag es dort seinen Verletzungen. (Symbolbild)  © Julian Stratenschulte/dpa

Die vorläufigen Befunde der Obduktion stimmen demnach mit den ärztlichen Diagnosen nach Aufnahme des Mädchens in der Klinik überein, wie die Polizei und Staatsanwaltschaft in Dessau am Montag mitteilten.

Ärzte hatten bereits nach Einlieferung des Kindes schwerwiegende Verletzungen im Bereich des Kopfes festgestellt, die nicht auf einen Unfall zurückzuführen seien. Die Obduktion bestätigte diese Diagnosen nun.

Demnach sei der Tod der Sechsjährigen nach dem vorläufigen Ergebnis der rechtsmedizinischen Untersuchung auf ein Schädel-Hirn-Trauma zurückzuführen. Darüber hinaus seien weitere Verletzungen festgestellt worden, die auf die Einwirkung stumpfer Gewalt gegen den Körper hinweisen.

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"Nach dem vorläufigen Gutachten der Rechtsmediziner ist das Gesamtbild der festgestellten Verletzungen nicht mit einem Unfallgeschehen vereinbar", bestärkten Polizei und Staatsanwaltschaft.

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Behörden prüfen strafrechtliche Schritte gegen Kommentare im Netz

Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln seitdem wegen des Verdachts eines Tötungsdeliktes gegen den Partner der Kindsmutter. (Symbolbild)  © foottoo/123rf

Rettungskräfte hatten das Kind am Vormittag des 7. Juni ins Krankenhaus gebracht. Zwei Tage später erlag es dort seinen Verletzungen.

Noch am Abend des 7. Juni durchsuchte die Polizei die Wohnung des Partners der Kindsmutter und nahm diesen fest. Gegen den 27-Jährigen wird inzwischen wegen des Verdachts eines Tötungsdeliktes ermittelt. Er befindet sich inzwischen in einer Justizvollzugsanstalt.

Im Zuge der Ermittlungen sollen in den sozialen Medien bereits vereinzelte Fotos sowie personenbezogene Daten unbefugt verteilt worden sein. Zudem hätten die Ermittlungsbehörden zahlreiche Kommentare und Beiträge festgestellt, die unter anderem Bewertungen und Vorverurteilungen enthielten.

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"Wir nehmen diese Vorgänge sehr ernst und prüfen strafrechtliche Schritte", teilten die Behörden daraufhin mit. "Die Veröffentlichung von personenbezogenen Daten und Bildern ohne Einwilligung ist unzulässig und kann strafrechtlich verfolgt werden."

Polizei und Staatsanwaltschaft baten darum, die Persönlichkeitsrechte aller Beteiligten zu wahren. "Hinweise, die zur Aufklärung des Sachverhalts beitragen können, sollten nicht in sozialen Netzwerken veröffentlicht, sondern direkt an die Polizei oder Staatsanwaltschaft übermittelt werden."

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