Nach brutalem Mord an Marlis S. (†61): Das ergab der DNA-Massentest

Tangermünde - Nach dem brutalen Mord an einer 61-jährigen Frau vor knapp zwei Jahren in Tangermünde (Landkreis Stendal) wurde ein DNA-Massentest durchgeführt. Bislang gab es jedoch keinen Ermittlungserfolg. Das ist jetzt geplant.

Marlis S. (†61) wurde 2024 in ihrem Zuhause in Tangermünde ermordet.  © Bildmontage: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa, Polizeiinspektion Stendal

Im März 2026 wurden rund 1800 Männer zwischen 17 und 75 Jahren von der Polizei aufgefordert, Speichelproben abzugeben, um den Mordfall aus dem Jahr 2024 aufzuklären.

Am 9. Juni 2024 wurde die damals 61-jährige Marlis S. leblos in ihrem Wohnhaus in Tangermünde aufgefunden. Viele Details zum Mord an der Frau sind bislang nicht veröffentlicht worden.

Die Polizei hatte bei Ermittlungen später die DNA eines bislang unbekannten Mannes feststellen können. Diese konnte jedoch nie zugeordnet werden und stellt die Beamten seither vor ein Rätsel.

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Mit dem Massentest hatten sich die Ermittler einen Durchbruch erhofft. Bislang brachten die Proben jedoch keinen Erfolg.

Von den geladenen Männern sollen jedoch nur 1500 zu der Untersuchung erschienen sein, erklärte die Polizei. Warum die restlichen Männer nicht teilgenommen haben, wollen die Beamten nun klären. Das Nichterscheinen werde nach Angaben der Polizei aber nicht als Indiz gewertet, etwas mit dem Mord zu tun zu haben.

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Männer, die zur DNA-Probe aufgefordert wurden, aber verhindert waren, können trotzdem über die Nummer 03931- 682 421 einen gesonderten Termin mit der Polizei vereinbaren.

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