Neumünster/Kiel - Noch immer sind viele Fragen im rätselhaften Vermisstenfall um Horst Georg Linnemann aus Neumünster offen. Jetzt sind die Ergebnisse der rechtsmedizinischen Untersuchung von Knochen, die Ende März von der Cold Case Unit entdeckt wurden, da.
Die Ermittler hatten große Hoffnung, dass es sich bei den gefundenen Überresten womöglich um das Skelett des Vermissten handeln könnte. Doch das Ergebnis zeigt: Bei den gefundenen Knochen handelt es sich ausschließlich um Tierknochen.
Das Ergebnis teilte die Staatsanwaltschaft Kiel und des Landeskriminalamtes Schleswig-Holstein am Freitag mit. Eine Spur zu dem seit 2014 verschwundenen Mann ist damit erneut im Sande verlaufen.
Horst Georg Linnemann war zum Zeitpunkt seines Verschwindens gerade einmal 28 Jahre alt. Seit dem 15. Dezember 2014 fehlt von dem Mann aus dem Neumünsteraner Stadtteil Faldera jede Spur.
Trotz intensiver Ermittlungen und zahlreicher Suchaktionen konnte sein Leichnam bis heute nicht gefunden werden. Für die Ermittler steht jedoch bereits seit längerer Zeit fest: Sie gehen von einem Tötungsdelikt aus.
Vermisster Student aus Neumünster: Maßnahmen bisher ohne Erfolg
Erst im Februar 2026 hatten Fahnder ein Waldgebiet im Wattenbeker Gehege durchkämmt. Auch alte Baugruben entlang der Bundesstraße 4 wurden überprüft – alles ohne Ergebnis. Der Fall bleibt damit weiterhin ein düsteres Rätsel. Die Ermittlungen laufen trotz ernüchterndem Ergebnis aus der Rechtsmedizin weiter.
Um entscheidende Hinweise zu erhalten, hat die Staatsanwaltschaft eine Belohnung in Höhe von 1500 Euro ausgelobt. Wer etwas gesehen hat oder Hinweise geben kann, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 0431/160-42852 zu melden.