Heftiger Brand in der Elsterstraße: So steht es heute um die zerstörten Wohnungen
Leipzig - Bei dem verheerenden Wohnungsbrand in der Elsterstraße Mitte März, brannten fünf Wohnungen komplett aus. Mehrere Menschen wurden auf einen Schlag obdachlos und verloren ihr Hab und Gut. Bis heute konnten sie noch nicht wieder zurück in ihr altes Zuhause.
Sechs Personen wurden durch den Brand leicht verletzt. Der seelische Schaden wird bei allen Beteiligten wohl aber viel größer sein.
Wie Nelly Keding, Vorstandsvorsitzende der Wohnungsgenossenschaft "Lipsia" eG, auf TAG24-Anfrage erklärte, müssen die Wohnungen komplett saniert werden. Das betrifft nicht nur die fünf Wohnungen, die direkt von den Flammen betroffen waren, sondern auch die weiteren Wohnungen im selben Hauseingang.
Auch dort mussten alle Mieter ihr Zuhause verlassen, da starke Verrußungen eine Rückkehr in das gewohnte Heim unmöglich machten.
Die "Lipsia" hat laut Keding alle Haushalte dabei unterstützt, eine neue Unterkunft zu finden, während die Sanierungsarbeiten laufen. Am Brandtag wurden alle Betroffenen zunächst in Hotels gebracht oder kamen bei Verwandten oder Bekannten unter.
"Ein paar Tage später konnten die Bewohnenden in Gästewohnungen (auch anderer freundlicherweise unterstützender Wohnungsgenossenschaften) umgelenkt werden, oder es wurden neue Wohnungen angemietet", erklärte die Vorstandsvorsitzende.
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Erste Mieter können bald in ihre Wohnungen zurück
Seitdem wird intensiv daran gearbeitet, die Wohnungen wieder bewohnbar zu machen - mit Erfolg. Ab Juni können die ersten Mieter wieder zurück in ihr Zuhause. Das betrifft laut Keding erst mal die Parteien, deren Wohnungen durch Verrußungen beschädigt wurden.
Die Personen, deren Wohnungen direkt von den Flammen betroffen waren, können voraussichtlich im November 2026 wieder einziehen, dann aber erst mal ohne einen nutzbaren Balkon.
Am 11. März brach der Brand auf einem Balkon im Untergeschoss aus und breitete sich rasant auf die anderen Etagen aus. Die Ursache für das Feuer wird immer noch ermittelt, ein technischer Defekt wird ausgeschlossen.
Insgesamt entstand ein Sachschaden von circa 600.000 Euro.
Wie Nelly Keding auf TAG24-Anfrage aufschlüsselte, werden die Kosten für die Sanierung von der Gebäudeversicherung getragen. Ob die entstandenen Schäden in der Wohnung von einer Versicherung übernommen werden, hänge aber davon ab, ob die Mieter selbst eine Hausratversicherung hatten.
Titelfoto: Bildmontage: TAG24/Nico Zeißler; EHL Media/ Björn Stach

