Baerbock als Außenministerin "nicht tragbar": Scharfe Kritik nach umstrittenen Äußerungen

Berlin - Ist Annalena Baerbock (43, Grüne) als Bundesaußenministerin noch tragbar? "Nein", hieß es nun dazu aus den Reihen der CDU.

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (43, Grüne) fällt immer wieder durch moralgeschwängerte Aussagen auf.
Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (43, Grüne) fällt immer wieder durch moralgeschwängerte Aussagen auf.  © SEBASTIEN BOZON / AFP

Die scharfe Kritik an der Außenministerin kam von der Bundestagsabgeordneten Gitta Connemann (60, CDU), berichtet Bild. Es geht um Baerbocks Äußerungen zur israelischen Offensive in Rafah.

"Unsere Staatsräson bedeutet, für die Sicherheit des Staates Israel einzustehen. Sie bedeutet auch, alles dafür zu tun, dass sich Israel in diesem Krieg nicht selbst verliert", sagte die Grünen-Politikerin, die nach eigenen Worten aus dem Völkerrecht kommt.

Das sorgte bei Connemann , die auch stellvertretende Vorsitzende der deutsch-israelischen Parlamentariergruppe ist, für Ärger.

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Annalena Baerbock Begleitet von lautstarken Protesten: Baerbock verteidigt Nahostpolitik

"Diese Täter-Opfer-Umkehr, die betrieben wird von der Bundesministerin des Äußeren in Deutschland, ist nicht zu ertragen und aus meiner Sicht einer Außenministerin nicht würdig", sagte Connemann gegenüber Welt-TV.

Kritik an Israel sei möglich, doch "Israel jetzt zum Täter zu machen und aus Terroristen, die übrigens in furchtbarer Art und Weise nicht nur Geiseln behandelt haben, sondern Abertausende ermordet haben, zu Opfern zu machen, das ist unerträglich", fügte die CDU-Politikerin hinzu.

Sie machte deutlich: "Für mich ist Annalena Baerbock als Außenministerin nicht tragbar. Denn sie dient nicht mehr dem Ansehen Deutschlands, sondern sie schadet ihm."

Die Außenministerin reist ständig in den Nahen Osten - Aber wozu?

Die CDU-Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann (60, CDU) kritisierte die grüne Außenministerin, Annalena Baerbock, für deren Aussagen zum Vorgehen Israels in Gaza.
Die CDU-Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann (60, CDU) kritisierte die grüne Außenministerin, Annalena Baerbock, für deren Aussagen zum Vorgehen Israels in Gaza.  © Christoph Soeder/dpa

Baerbock war zuletzt mehrfach negativ in ihrer Rolle als Außenministerin und im Zusammenhang mit dem Krieg zwischen der palästinensischen islamistischen Terror-Organisation Hamas und Israel aufgefallen.

So reiste sie seit dem brutalen Überfall der Hamas am 7. Oktober 2023 auf Israel, bei dem mehr als 1200 Menschen in Israel getötet und zum Teil regelrecht abgeschlachtet wurden sowie mehr als 250 als Geiseln nach Gaza verschleppt wurden, sieben Mal in das Kriegsgebiet. Wozu? Unklar!

Auch beim Treffen Baerbocks mit der Familie der nach Gaza verschleppten Deutsch-Israelin Shani Louk Mitte Oktober vergangenen Jahres gab es nach Angaben der Angehörigen der getöteten 22-Jährigen "keine konkreten Ergebnisse".

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Wilfried Gehr, der Lebensgefährte von Shani Louks Tante, kritisierte das Gespräch mit Baerbock als "Polit-Show", sie habe die Familien lediglich als "Statisten" benutzt, tue aber zu wenig, um die Gefangenen zu befreien, sagte er damals.

In Israel kommt es zum Eklat mit Netanjahu

Israels Premierminister, Benjamin Netanjahu (74, r.) traf Mitte April die deutsche Außenministerin, Annalena Baerbock (43, Grüne), in Jerusalem.
Israels Premierminister, Benjamin Netanjahu (74, r.) traf Mitte April die deutsche Außenministerin, Annalena Baerbock (43, Grüne), in Jerusalem.  © Ilia Yefimovich/dpa

Zuletzt reiste die Außenministerin Mitte April mit leeren Händen in den einzigen jüdischen Staat auf der Welt. Dort soll es zum Streit zwischen ihr und dem israelischen Ministerpräsidenten, Benjamin Netanyahu (74), gekommen sein.

Auslöser seien Aufnahmen aus dem Gazastreifen gewesen, die volle Lebensmittelmärkte sowie im Mittelmeer badende Palästinenser zeigen, berichtete Bild.

Die Grünen-Politikerin habe dann auf die hungernde Bevölkerung in Gaza hingewiesen, was Netanjahu abstritt. Daraufhin habe die Ministerin behauptet, dass die ihr gezeigten Bilder nicht die Realität zeigen würden und forderte offenbar von Netanjahu, dass er sie deshalb auch nicht verbreiten solle.

Netanjahu wurde daraufhin deutlich und sagte der Deutschen, dass die Bilder echt seien und Israel "nicht wie die Nazis" erfundene Realitäten zeigt.

Titelfoto: SEBASTIEN BOZON / AFP

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