Boote brechen Begleitung des Buckelwals am fünften Rettungstags ab! So soll es weitergehen

Niendorf - Ein gestrandeter Buckelwal saß seit Montag auf einer Sandbank vor Niendorf (Schleswig-Holstein) fest. Am Freitag versuchten Boote dem Tier den richtigen Weg zu leiten. Das Ziel ist es noch immer, ihn zurück ins offene Meer zu bringen. TAG24 berichtet im Liveticker.

Am Freitag sollte die Rettungsaktion weitergehen, doch der Wal hatte sich über Nacht selbst befreit.  © Sea Shepherd

In der Nacht zu Montag war der Buckelwal wenige Meter vom Strand entfernt gestrandet. Experten vom Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) waren anschließend vor Ort und arbeiteten gemeinsam mit der Feuerwehr an einer Lösung.

Noch am Montag hatten Retter immer wieder versucht, das Tier von einem Schlauchboot aus zum Schwimmen zu animieren. Auch Schiffe der Küstenwache fuhren an der Küste auf und ab, um künstlich Wellen zu erschaffen.

Auch am Donnerstag konnte der Einsatz mehrerer Bagger den Wal nicht komplett befreien. Am Freitag sollte die Rettungsaktion in eine neue Runde gehen, doch der Wal war zunächst nicht mehr da. Als er jedoch gefunden wurde, versuchten Boote dem Tier den Weg ins offene Meer zu zeigen. Doch die Aktion wurde am späten Nachmittag abgebrochen.

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27. März, 16.50 Uhr: Walbegleitung abgebrochen - So geht es weiter

Die Aktion der Boots-Eskorte wurde für heute abgebrochen! Das bestätigte Christin Otto von Sea Shepherd auf Nachfrage von TAG24. Der Grund? "Es gab keine Veränderung mehr und es war auch keine Veränderung mehr in Sicht", erklärt die Expertin. Der Wal halte sich nur noch sehr nahe an der Küste auf Höhe von Boltenhagen auf.

"Dann hat sich das Team dazu entschieden, ihn jetzt erst einmal in Ruhe zu lassen und Abstand zu geben", so Otto weiter. Demnach sei die Aktion für heute beendet.

Wie es morgen weitergeht? Sea Shepherd werde erste einmal auf Abruf zur Verfügung stehen. Schließlich müsse der Wal zunächst gefunden werden, um ihn weiter begleiten zu können. Ziel ist es jedoch weiterhin in Zusammenarbeit mit Wasserschutzpolizei und den anderen Organisationen das Tier in die richtige Richtung zu leiten.

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27. März, 16.34 Uhr: Wal befindet sich vor der Küste Mecklenbug-Vorpommerns

Dadurch, dass der Wal aktuell sehr nah an der Küste von Mecklenburg-Vorpommern schwimmt, sei nun entsprechend die Wasserschutzpolizei dieses Bundeslandes zuständig. Das erklärte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei Schleswig-Holstein.

Ob der verschobene Zuständigkeitsbereich nun auch der Grund dafür ist, dass die Boote teilweise abrücken, konnte der Sprecher jedoch nicht bestätigten. Die Mitarbeitenden des ITAW an Bord des Küstenwachen-Bootes werden derzeit zurück nach Niendorf gebracht.

27. März, 16.05 Uhr: Boote brechen Begleitung des Wals teilweise ab

Überraschende Wendung: Die Küstenwache habe offenbar vor, die Begleitung des Wals in Kürze abzubrechen. Das bestätigte Daniela von Schaper von Greenpeace auf Nachfrage von TAG24. Den Grund dafür konnte sie jedoch bislang nicht nennen.

Auch Greenpeace überlege nun, ob sie den Wal noch länger mit dem Boot bis zum Einbruch der Dunkelheit begleiten oder ob sie ebenfalls abbrechen. "Das wird gerade noch bewertet", so die Expertin.

"Die Idee ist jedoch schon, den Wal auch am Wochenende noch weiter zu begleiten", erklärt von Schaper weiter.

Eigentlich sollte die Boots-Eskorte den Wal aus der Lübecker Bucht navigieren.  © NEWS5 / N5 DESK

27. März, 14.34 Uhr: Wal kommt vom Kurs ab, Ufer rückt wieder näher

Das war so nicht geplant: Der Wal kommt der Küste nun wieder gefährlich nahe, nachdem er nach Osten abgedriftet ist.

Die "Fehmarn" befand sich gegen 14.30 Uhr nur zwei Kilometer vom Ufer entfernt.

Die "Fehmarn" befand sich gegen 14.30 Uhr nur zwei Kilometer vom Ufer entfernt. Sie begleitet den Wal.  © Screenshot: Vesselfinder.com

27. März, 13.45 Uhr: Wal entfernt sich immer weiter von der Küste

Grundsätzlich ist der Wal weiter in der richtigen Richtung unterwegs.

Laut "Vesselfinder.com" befand sich die "Fehmarn", die das Tier auf seinem Weg begleitet, gegen 13.45 Uhr bereits ungefähr 12,6 Kilometer vom Niendorfer Strand entfernt auf offener See.

27. März, 13.24 Uhr: Biologe berichtet von brenzliger Situation

Brenzlige Situation auf dem Meer: Wie Meeresbiologe Robert Marc Lehmann via Instagram mitteilte, sei der Wal zeitweise durch nur zwei Meter tiefes Wasser geschwommen.

Mit einer "sanften Wegabschneidung", wie der YouTuber es bezeichnete, hätten die Einsatzkräfte das Tier vor einer erneuten Strandung bewahrt. Lehmann ist an Bord eines des Schiffe.

Laut Meeresbiologe Robert Marc Lehmann schwamm der Wal zeitweise durch nur zwei Meter tiefes Wasser. Auf Instagram postete er ein Video der Situation.  © Screenshot: Instagram/robertmarclehmann

27. März, 12.21 Uhr: Position des Wals kann nachverfolgt werden

Über die Seite "Vesselfinder.com" kann die genaue Position der beteiligten Boote und somit auch die ungefähre Position des Wals nachverfolgt werden.

Gegen 12.20 Uhr befand sich die "Fehmarn", das Schiff der Küstenwache, rund 4,5 Kilometer vom nächstgelegen Festland entfernt.

Gegen 12.20 Uhr befand sich die "Fehmarn", das Schiff der Küstenwache, rund 4,5 Kilometer vom Festland entfernt.  © Screenshot: Vesselfinder.com

27. März, 12.04 Uhr: Greenpeace-Aktivisten warnt vor Fischernetzen

Daniela von Schaper von Greenpeace hat gegenüber TAG24 erklärt, dass die Fischernetze in der Lübecker Bucht zum Problem für den Wal werden könnten.

Einige Fischer hätten demnach bereits versucht, ihre Stellnetze einzuholen, aber nicht alle. Mithilfe der Bootskolonne werde nun versucht, das Tier sicher an den Netzen vorbeizuleiten.

Das Risiko, dass der Wal sich verfange, sei "schwer abzuschätzen", erklärte die Aktivistin.

Greenpeace-Aktivistin Daniela von Schaper warnt vor dem Risiko, dass sich der Wal in Fischernetzen verfangen könnte.  © TAG24/Tobias Bruns

27. März, 11.50 Uhr: ITAW-Expertin klärt über weiteres Vorgehen auf

Dr. Stephanie Groß vom Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) hat mit TAG24 über das weitere Vorgehen gesprochen. Geplant sei demnach, den Wal auf jeden Fall den kompletten Tag zu begleiten.

Solange er in die richtige Richtung schwimme, würden die Boote reichlich Abstand halten. Sie würden erst aktiv, sollte er den Kurs wieder ändern, so Groß.

Mit Blick auf die Ereignisse seit Montag sprach die Expertin von "nervenaufreibenden, langen Tagen". Das Ganze habe auch sie "emotional mitgenommen".

Angesichts des großen Medieninteresses betonte Groß, dass es wichtig sei, "die Bevölkerung mitzunehmen" und zu zeigen, was passiere. Auch intern wolle man nachbereiten, was gut gelaufen sei und was nicht.

Dr. Stephanie Groß vom Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) hat mit TAG24 über das weitere Vorgehen gesprochen.  © TAG24/Tobias Bruns

27. März, 11.15 Uhr: Meeresbiologe spricht von "Harakiri"-Aktion

Meeresbiologe Robert Marc Lehmann hat sich gegenüber TAG24 äußerst verärgert gezeigt.

Der YouTuber sprach angesichts der vielen Boote von einer "Harakiri-Aktion", die den Wal verunsichert habe. Das Tier sei "orientierungslos und panisch", erklärte Lehmann.

Er widersprach allerdings der Greenpeace-Aktivistin Teichmann, die erklärt hatte, dass der Wal sehr langsam schwimme und wenig tauche. Er verhalte sich für einen Wal, der tagelang gestandet war, "ganz normal". Was nun im weiteren Verlauf passiere, könne er nicht sagen, so Lehmann.

Meeresbiologe Robert Marc Lehmann hat sich gegenüber TAG24 äußerst verärgert gezeigt.  © TAG24/Tobias Bruns

27. März, 10.52 Uhr: Wal schwimmt langsam und taucht wenig

Wie Teichmann gegenüber TAG24 erklärte, schwimme der Wal derzeit sehr langsam und tauche wenig. Zu seinem Gesundheitszustand könne man aktuell aber keine gesicherten Angaben machen.

Laut Augenzeugen haben sich der Wal und die Boote wieder ein gutes Stück von der Küste entfernt. Demnach seien die beteiligten Boote vom Strand "gerade noch so zu erkennen".

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