Niendorf/Wismar/Poel - Das Schicksal von Buckelwal "Timmy" bewegt weiter die Menschen. In den vergangenen Wochen ist der Ozeanriese mehrfach in der Ostsee gestrandet. Zuletzt keimte plötzlich wieder Hoffnung auf. Gelingt eine Rettung des Tieres etwa doch noch? TAG24 berichtet im Liveticker.
Am 23. März war der Wal auf einer Sandbank vor Niendorf (Schleswig-Holstein) gestrandet. Mehrere Rettungsversuche scheiterten, doch der Wal konnte sich schließlich selbst befreien - um kurz darauf mehrfach vor Wismar zu stranden.
Nach einer erneuten Befreiung lag er seit dem 31. März vor der Insel Poel - alles sah danach aus, als würde der Koloss dort sterben. Am 16. April trat jedoch plötzlich eine private Rettungsinitiative auf den Plan. Sie wollte den Wal aufs offene Meer hinausziehen.
Entsprechende Maßnahmen wurden in die Wege geleitet, doch am Montag (20. April) befreite sich der Buckelwal selbst, ehe er noch am selben Tag wieder zum Liegen kam.
Während mehrere Experten dazu raten, das Tier nun in Ruhe zu lassen, gibt die private Initiative trotz interner Unruhen nicht auf - sie will "Timmy" lebend zurück in den Atlantik bringen und dafür am Donnerstag ein neues Konzept vorstellen.
23. April, 9.30 Uhr: Ersten Helfer im Wasser
Es kommt langsam Bewegung rein: Erste Helfer sind inzwischen im Wasser und haben sich "Timmy" bereits genähert, sich jedoch zunächst wieder zurückgezogen.
23. April, 8 Uhr: Tierärztin Dr. Jenna Wallace warnt vor neuen "Spezialisten"
Noch war am Donnerstagmorgen keiner bei "Timmy", wie aktuelle Live-Bilder aus der Bucht von Poel zeigen. Dennoch gibt es bereits neue Diskussionen rund um das Retterteam.
Informationen von vor Ort zufolge hat der Geldgeber der privaten Rettungsinitiative, MediaMarkt-Mitgründer Walter Gunz (80), auf die Kritik an fehlenden Fachkräften reagiert und drei internationale Spezialisten eingeladen. Sie sollen noch im Laufe des Tages eintreffen.
Organisiert wird deren Einsatz über das "Whale Sanctuary Project" und den kanadischen Meeresbiologen Charles Vinick. Die Experten – Jeffrey Foster, Michael Partica und Tierpflegerin Kyra Wadsworth – sollen Erfahrung aus früheren Projekten, etwa rund um den "Free Willy"-Orca "Keiko", mitbringen und Timmy sowohl vor Ort als auch auf einem möglichen Weg Richtung Atlantik begleiten.
Deutliche Kritik kommt jedoch von der inzwischen abgereisten Tierärztin Dr. Jenna Wallace aus Hawaii. Sie warnte am Donnerstagmorgen in einem Facebook-Beitrag: "Bitte informiert euch alle über Charles Vinick und das Whale Sanctuary Project. Sagt Gunz NEIN!" Sie erhebt schwere Vorwürfe: "Seine Organisation hat in 10 Jahren Millionen eingenommen und hat KEIN Schutzgebiet, KEINE Wale. Sie wollen nur Aufmerksamkeit und Spenden!"
Auch die Qualifikation Vinicks stellt sie infrage: "Er ist KEIN Arzt und KEIN Meeresbiologe! Schaut euch ihre Bilanz an! Charles Vinick hat Toki (Lolita) […] getötet, und er hat auch Keiko getötet!" Abschließend richtet Wallace einen eindringlichen Appell an die Öffentlichkeit: "Bitte Deutschland, erhebt euch und sagt Gunz, dass er Nein sagen soll zum Whale Sanctuary Project!"
23. April, 6.30 Uhr: Moin, Timmy!
Der Buckelwal liegt weiterhin in der Bucht vor der Insel Poel. In der Nacht hat er sich offenbar nicht viel bewegt. "Er war nicht so aktiv", so ein Sprecher der Wasserschutzpolizei am Morgen gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.
Durch den gestiegenen Wasserstand ragt seine von der Zinksalbe weiße Haut inzwischen deutlich weniger aus dem Wasser als noch am Vortag.
Wie Umweltminister Till Backhaus (67) bereits gestern angekündigt hat, soll heute ein weiterer Rettungsversuch mit einem neuen Konzept starten. Nach ersten Informationen ist geplant, dabei statt dem geplanten Poton einen flutbaren Lastkahn einzusetzen. Flutbare Lastkähne – auch als Halbtaucher oder spezielle Schuten bekannt – sind Wasserfahrzeuge, die gezielt abgesenkt werden können, um schwere Lasten aufzunehmen.
22. April, 20 Uhr: Es wird wieder ruhiger
Nachdem sich Helfer auf einem Boot der DLRG dem Tier nochmal näherten und es mit Wasser benetzten, wird es nun wieder ruhiger. Die Dämmerung setzt ein.
Weitere Informationen zum Inhalt des überarbeiteten Konzepts für geplante Maßnahmen lagen auch am Abend noch nicht vor. Der Buckelwal verhält sich ruhig.
22. April, 18.48 Uhr: Keine Helfer mehr im Wasser
Die Tücher auf dem Wal wurden mittlerweile entfernt. Während Helfer noch bis vor Kurzem weiterhin direkt neben dem Wal im Wasser waren, sind nun keine Menschen mehr in der Nähe des Tiers zu sehen.
Doch Timmy zeigt sich aktiv. Immer wieder pustet er Wasser aus seinem Blasrohr.
22. April, 17.45 Uhr: Minister Backhaus - "Mir ist zum Heulen zumute"
Auch zum Chaos im Retter-Team äußert sich der Politiker. Mit Dr. Jenna Wallace, die das Team am Montag freiwillig verlassen hat, habe Backhaus nicht gesprochen. Mit Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert, die am Montag mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht wurde, habe er hingegen mehrfach gesprochen.
"Mir ist auch zum Heulen zumute. Die hat sich hier den Arsch aufgerissen", so der Minister mit einem Kloß im Hals.
Er hoffe, dass die Expertin alles gut überstehe. "Wenn der Hubschrauber hier nicht hergekommen wäre, hätte sie es nicht geschafft." Die Initiative arbeite nun an einem weiteren Konzept. Der Politiker gehe stark davon aus, dass in Kürze auch darüber informiert werden könne, wie es weitergehen soll.
22. April, 17.19 Uhr: Ursprünglich geplantes Konzept kann nicht mehr umgesetzt werden
Welche Handlungsoptionen es nun gibt? "Entweder, dem Rat der Wissenschaft zu folgen und zu sagen: 'Lassen Sie ihn in Ruhe.' Und er wird sterben", erklärt Backhaus weiter. Die andere Option: Ihn weiterhin zum Schwimmen aktivieren. Erneut weist der Politiker darauf hin, dass das Rettungskonzept lediglich geduldet wird.
Das Konzept, den Wal mit Luftkissen und Pontons anzuheben und schließlich mit einem Schlepper in die Nordsee zu befördern, ist nach Angaben von Backhaus "so nicht mehr weiterzuführen." Der Grund: Der Wal zeige nach Angaben des Politikers den Willen, selbst zu schwimmen.
Die Konsequenz: Das Konzept muss überarbeitet werden. Bereits gestern seien deshalb neue Ideen, darunter das Unterspülen des Wals, umgesetzt worden. "Der Wal musste stabilisiert werden. Sonst wäre er wahrscheinlich umgekippt." An einem konkreten neuen Plan arbeite die Rettungsinitiative derzeit.
"Wir werden alles daran setzen, das zu prüfen", so Backhaus, sobald ein neues Konzept vorliege.
22. April, 17 Uhr: Wal weiterhin in kritischem Zustand
Um Punkt 17 Uhr tritt Umweltminister Till Backhaus (SPD) vor die Mikrofone. Man arbeite weiterhin mit Hochdruck an der Ausarbeitung des passenden Rettungs-Konzepts. "Der Gesundheitszustand wird als krank bezeichnet. Er ist weiterhin in einem kritischen Zustand", so der Politiker.
Als dem Tier Futter angeboten wurde, zeigte er nach Angaben des Politikers Regung. Generell zeige der Buckelwal viel Aktivität. Neben früherer Verletzungen am Rücken durch Schiffssschrauben, habe sich das Tier offenbar auch Verletzungen durch das Drehen in der Bucht zugezogen. So habe sich Timmy in den letzten Tagen zwei Mal um die eigene Achse gedreht.
22. April, 16.43 Uhr: Informationen zu weiteren Maßnahmen in Kürze erwartet
Gegen 17 Uhr wird ein Statement von Minister Backhaus erwartet. Das Team hat sich in den letzten Minuten offenbar noch einmal zum weiteren Vorgehen beraten. Währenddessen liegt der Buckelwal weiterhin an Ort und Stelle. Tücher kühlen seine Haut.
22. April, 15.20 Uhr: Statement von Minister Backhaus angekündigt
Noch immer ist nicht ganz klar, wie es mit den Maßnahmen weitergeht. Am Abend wird offenbar ein Statement von Minister Backhaus zum weiteren Vorgehen erwartet. Von der Initiative gab es bislang noch keine Informationen.
22. April, 14.55 Uhr: Buckelwal zeigt wenig Aktion
Der Buckelwal ist mit weißen Laken bedeckt und zeigt sich aktuell wenig aktiv. Während die schwimmende Plattform weiterhin nah am Tier ist, sind derzeit keine Personen mehr im Wasser.
22. April, 14.17 Uhr: Sergio Bambarén hat Körperkontakt mit dem Wal
Derzeit ist Umweltschützer Sergio Bambarén beim Wal im Wasser. Er befindet sich im Bereich des Kopfes und hat augenscheinlich direkten Körperkontakt mit "Timmy".
In seinem Statement am Vormittag hatte der Peruaner erklärt, eine "Verbindung" zu dem Tier aufgebaut zu haben.
22. April, 13.24 Uhr: Wal "Timmy" soll Fisch nicht gefressen haben
Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, soll der Wal die zweieinhalb Kilo Fisch, die ihm am Dienstag angeboten wurden, nicht gefressen haben. Die Nahrung sei ihm auch angeboten worden, um seinen Kopf in eine günstige Richtung zu lenken.
Um in das tiefere Fahrwasser zu kommen, müsse sich das Tier im Idealfall rechtsherum drehen. In der anderen Richtung würde er hingegen weiter in flaches Wasser geraten.
22. April, 12.53 Uhr: Nabu schaut mit Sorge auf Rettungsaktion in Poel
Der Naturschutzbund (Nabu) schaut laut eigener Aussage mit Sorge auf die aktuelle Rettungsaktion vor der Insel Poel.
"Zu geschwächt und krank scheint der Buckelwal, zu lang sein Leiden, zu auffällig die wiederholten Strandungen. Durch den nachvollziehbaren Drang der Menschen, dem Wal zu helfen, droht das Wohl des Tieres verloren zu gehen", hieß es in einer Mitteilung.
Der Überlebenskampf des Ozeanriesen sei ein Sinnbild für den "schlechten Zustand der Ostsee", weshalb sich der Nabu für die Zukunft "mehr Sensibilität und entschlossenes Handeln für den Schutz der Meere" erhoffe.
22. April, 11.56 Uhr: Sergio Bambarén wehrt sich gegen Anschuldigungen
Nachdem er von der abgereisten Dr. Jenna Wallace hart angegriffen wurde, hat Umweltschützer und Autor Sergio Bambarén vor Ort ein Statement abgegeben.
Er wehrte sich entschieden gegen die Anschuldigungen und griff seinerseits die Tierärztin an. Diese sei nicht einmal beim Wal im Wasser gewesen und habe wegen ihres Jetlags "den ganzen Tag nur geschlafen", schimpfte der Peruaner. Gleichzeitig machte Bambarén die US-Amerikanerin für die erneute Strandung des Wals am Montag verantwortlich.
Zum Wal selbst sagte der Umweltschützer: "Er will leben, er ist ein Kämpfer. Er hat eine echte Chance, wieder frei zu sein. Die Chance liegt bei 50:50."
Alle Details zum Statement findet Ihr im Artikel: "Wal-Retter schießt scharf gegen abgereiste Tierärztin: "Hat den ganzen Tag nur geschlafen!"
22. April, 10.55 Uhr: Arbeiten laufen, Statement geplant
Während in unmittelbarer Nähe des Wals wieder Spül- und Saugarbeiten mit dem Bagger laufen, soll es im Hafen von Poel nach TAG24-Informationen zeitnah ein Statement zum weiteren Vorgehen geben.
Ob Umweltminister Till Backhaus oder jemand von der Rettungsinitiative sprechen wird, ist derzeit noch nicht klar.
22. April, 10.12 Uhr: Buckelwal wieder mit feuchten Tüchern bedeckt
Ein Mitglied des Rettungsteams war vor wenigen Minuten auf einem Stand-up-Paddle beim Wal, um das Tier erneut mit feuchten Tüchern zu bedecken.
"Timmy" ließ die Prozedur nahezu regungslos über sich ergehen.
22. April, 9.15 Uhr: Retter machen sich ein Bild von "Timmys" Zustand
Soeben waren zwei DLRG-Boote in unmittelbarer Nähe des Wals. Die Einsatzkräfte wollten sich offensichtlich ein Bild vom Zustand des Tieres machen.
Auch auf der schwimmenden Plattform, die sich ein paar Meter von "Timmy" entfernt befindet, sind inzwischen Mitglieder des Rettungsteams.
22. April, 8.36 Uhr: Buckelwal "Timmy" hatte noch keinen Besuch
Bisher hatte der Wal am heutigen Tag noch keinen Besuch. Er liegt ruhig in der Bucht und bewegt sich hin und wieder ein wenig.
Wie genau der heutige Zeitplan der Rettungsinitiative aussieht, ist derzeit noch unklar.
22. April, 7.45 Uhr: Wasserstand weiter ein Problem für den Wal
Ein Problem für Buckelwal "Timmy" bleibt das aktuelle Niedrigwasser vor Ort. Laut Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie liege der Wasserstand aktuell 20 Zentimeter unter dem normalen Niveau.
Gegen 12 Uhr steige der Wasserstand demnach zwar um etwa 15 Zentimeter, am Abend soll er jedoch um diese 15 Zentimeter wieder sinken.
Ob der Wal dann immer noch an Ort und Stelle liegt, werden die nächsten Stunden zeigen.
22. April, 6.55 Uhr: Dr. Jenna Wallace ist in Gedanken bei Janine Bahr-van Gemmert
Am gestrigen Dienstag schoss Wal-Expertin Dr. Jenna Wallace scharf gegen einzelne Mitglieder der Rettungsinitiative - Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert hat sie aber offensichtlich ins Herz geschlossen.
Auf Instagram postete sie mehrere gemeinsame Fotos mit der Medizinerin und schrieb dazu: "Meine Gedanken sind bei Timmy, Dr. Janine und ihrer Familie. Sie ist eine so eine liebe, lustige und großartige Frau. Sie stand einfach unter zu großem Stress."
Schon am Tag ihrer Ankunft habe sie Bahr-van Gemmert beiseite nehmen müssen, weil diese vor lauter Druck und Frustration in Tränen ausgebrochen war. "Es tut mir so leid für sie - das hat sie nicht verdient", so Wallace.
Bahr-van Gemmert war am Montag mit Schlaganfall-Auffälligkeiten ins Krankenhaus gekommen, liegt mittlerweile im Koma.
22. April, 6.18 Uhr: Buckelwal "Timmy" hat die Nacht überstanden
Buckelwal "Timmy" hat eine weitere Nacht vor der Insel Poel überstanden.
Im Livestream ist zu sehen, dass der Ozeanriese weiterhin am Übergang des Kirchsees zur Wismarbucht liegt. Hin und wieder bläst er Wasser aus seinem Blasloch.
21. April, 20.24 Uhr: Es wird wieder ruhiger
Mit dem Untergehen der Sonne wird es wie am Tag zuvor auch wieder ruhiger auf dem Wasser. Menschen oder Boote sind aktuell nicht mehr in der Nähe des Wals. Was genau die Maßnahmen für die nächsten Stunden oder gar für morgen sind, ist nicht bekannt.
Zwar wurde noch am Nachmittag ein weiteres Statement für den Abend angekündigt. Informationen von Backhaus oder Helfern aus dem Retter-Team gab es jedoch keine mehr. Der Wal zeigt sich ruhig.
21. April, 19.18 Uhr: Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert offenbar im Koma
Am Montag wurde die Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert ins Krankenhaus gebracht. Jetzt äußert sich Karin Walter-Mommert zu ihrer Situation, die gemeinsam mit Walter Gunz die Rettungsinitiative finanziert.
"Frau Dr. Janine Bahr-van Gemmert ist gestern Mittag mit Kreislaufsymptomen, Schlaganfall-Auffälligkeiten ins Krankenhaus gebracht worden", so die Unternehmerin zu NDR. Der Rettungsdienst habe der Tierärztin nach Angaben von Walter-Mommert womöglich sogar das Leben gerettet.
Die Lage sei aber weiterhin ernst. "Sie musste dringend notoperiert werden, ist noch nicht außer Lebensgefahr, befindet sich im Koma." Auch Wal-Expertin Dr. Jenna Wallace hat am Montag das Team verlassen. Diese wirft einigen Helfern unter anderem vor, nicht kompetent genug zu sein.
Walter-Mommert rechtfertigt die Vorwürfe damit, dass einige der Retter im Wasser eine wichtige Bindung zu dem Tier aufgebaut hätten. "Ich glaube, dass viele Aktionen nicht möglich gewesen wären, wenn sie nicht mit im Wasser gewesen wären", so die Unternehmerin. Reibereien innerhalb des Retter-Teams sei unter den Umständen vor Ort menschlich, erklärt sie weiter.
21. April, 19 Uhr: Einige Fragen bleiben weiterhin offen
Noch ist nicht ganz klar, wann genau die Sandsäcke aufgestellt werden sollen. Zuständig dafür sei die DLRG.
Zu sehen waren die Big Bags bisher aber noch nicht. Weiterhin sind Rettungskräfte im Wasser und benetzen den Wal per Hand mit Wasser. Bislang hat es Timmy noch nicht in das für ihn gegrabene Wasserbecken geschafft.
21. April, 18.05 Uhr: Helfer arbeiten weiterhin im Wasser am Wal
Nach wie vor sind Helfer im Wasser beim Wal. Aktuell werde offenbar versucht, den Wal zum Fressen zu animieren.
Ob das funktioniert, ist bislang noch nicht ganz klar. Zudem sollen die sogenannten Big Bags aufgestellt werden, damit er sich nicht weiter in noch flacheres Wasser begibt.
21. April, 16.40 Uhr: Umweltminister erklärt weitere Maßnahmen
Mit einiger Zeit Verspätung tritt nun doch noch Umweltminister Till Backhaus (SPD) vor die Mikrofone. Er erklärt, dass die private Initiative eine Animations-Fütterung durchführen möchte. Allerdings nicht wie zuvor angekündigt mit Heringen, sondern mit Makrelen. Diese seien bereits geprüft und das Vorhaben genehmigt worden.
Zudem wurde zugestimmt, dass das Tier weiterhin mit Tüchern befeuchtet werden darf. Außerdem gebe es die Idee, sogenannte Big Bags, also Sandsäcke aufzustellen, "um aufgrund der Wassersituation eine Art Korsett aufzubauen", erklärt der Politiker weiter. Dadurch soll verhindert werden, dass der Wal nicht noch weiter in eine flache Zone rutsche.
Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft übernehme nun die Leitung der Rettungsmission. Auch neue Experten seien auf dem Weg zum Einsatzort. Aktuell sei das Tier "kurzatmig". Es gehe dem Wal "den Umständen entsprechend". Gegen 19 Uhr soll es ein weiteres Statement geben.
21. April, 16.27 Uhr: Wal soll mit Wasserbecken am Leben gehalten werden
Der Wasserstand soll in den nächsten Stunden immer weiter sinken. So wird dem Tier bald nur noch rund 50 Zentimeter Wasser bleiben. Nach Angaben von NEWS5 werde deshalb nun eine Art Becken von rund 4 x 14 Meter und einer Tiefe von 2,5 Metern mit einem Bagger erschaffen.
Es könne allerdings noch etwas dauern, bis der Wal in dieses Becken rutscht, in dem er dann vorerst schwimmen könne. Das Baggern einer Rinne, um dem Tier zu ermöglichen im Anschluss daran auch wieder aus dem Becken herausschwimmen zu können, benötige allerdings rund zwei bis drei Tage. Das Wohl des Tieres stehe weiter im Vordergrund.
Zudem stand am Morgen im Raum, den Wal mit frischen Heringen zu füttern. Allerdings wurden diese Heringe zunächst nach Rostock für eine Untersuchung gebracht. Es soll geprüft werden, ob der Fisch auch wirklich frisch sei. Auch ein GPS-Sender sei offenbar an der obersten Stelle, also ab Buckel des Tieres angebracht worden.
21. April, 16.14 Uhr: Sprecherin des Retter-Teams ist wieder da
Am Dienstagmorgen wurde bekannt: Christiane von Gregory, die Sprecherin der Privatinitiative, ist zurückgetreten. Grund dafür waren unter anderem die Dynamiken vor Ort, die nicht mehr ihren Grundwerten und Standards entsprechen würden.
Doch nun die Wendung: Wenig später erklärte sie ihre Rückkehr. Die Unklarheiten im Team seien geklärt worden.
Die leitende Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert wurde am Montag mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht und falle damit jedoch weiter aus. Auch die eigens aus Hawaii gekommene Walexpertin Dr. Jenna Wallace ist am Montag abgereist und fällt damit als Expertin weg.
21. April, 15.50 Uhr: Buckelwal wird weiter freigespült
Die Lage ist unverändert. Bislang gab es noch immer kein Statement der Experten. Weiterhin wird der Boden rund um das Tier gelockert und weggespült, damit der Wal sich gegebenenfalls freischwimmen kann. Sollte es tatsächlich dazu kommen, sind nach wie vor die Boote vor Ort, die Timmy in die richtige Richtung leiten sollen.
21. April, 15.05 Uhr: Experten beraten sich weiter
Umweltminister Till Backhaus (SPD) hatte sich gegen 14 Uhr mit der Rettungsinitiative zusammengesetzt und über die weiteren Maßnahmen beraten. Die Beratung dauert offenbar noch immer an. Ziel sei es, eine sinnvolle Entscheidung zu treffen.
Wann genau und ob es überhaupt demnächst ein Statement zum weiteren Vorhaben geben wird, ist derzeit noch nicht klar. Die Arbeiten des Saug-Baggers am Wal im Wasser dauern in der Zwischenzeit weiter an.
21. April, 14.36 Uhr: Statement zum weiteren Vorgehen erwartet
Gleich mehrere Helfer sind direkt neben dem Wal im Wasser. Sie versuchen unter anderem erneut weiße Laken auf das Tier zu legen, um die Haut zu befeuchten. Auch der Saug-Bagger ist weiterhin am Werk. In Kürze wird ein Statement von Minister Till Backhaus (SPD) zu den weiteren geplanten Maßnahmen erwartet.
21. April, 14.02 Uhr: Schwimmt Buckelwal "Timmy" bald wieder los?
Laut NEWS5 rechne die Rettungsinitiative vor Ort damit, dass der Buckelwal erneut losschwimmen werde, sobald die Saug- und Spülarbeiten für die notwendige Wassertiefe gesorgt hätten.
Die Einsatzkräfte seien demnach darauf vorbereitet, das Tier erneut zu guiden.
Sollte dies nicht eintreffen, wolle man den ursprünglichen Plan, den Wal mithilfe von Pontons und einer Plane abzutransportieren, wieder in Angriff nehmen.
21. April, 13.46 Uhr: Bagger mit Saug- und Spülarbeiten beschäftigt
Nach kurzer Unterbrechung werden die Arbeiten in unmittelbarer Nähe des Wals fortgesetzt. Die schwimmende Plattform ist in Stellung gebracht worden, damit der Bagger weitere Saug- und Spülarbeiten vornehmen kann.
"Timmy" reagiert verhalten auf die Maßnahmen. Hin und wieder bewegt er sich, bleibt grundsätzlich aber ziemlich ruhig.
21. April, 13.17 Uhr: Meeresbiologe fordert erneut, Wal in Ruhe zu lassen
Walforscher und Meeresbiologe Fabian Ritter hat sich gegenüber der Deutschen Presse-Agentur erneut dafür ausgesprochen, den Buckelwal "strikt in Ruhe zu lassen".
Zwar äußerte er Verständnis für den Wunsch, das Tier retten zu wollen. Er betonte aber: "Ich glaube, es geht mittlerweile tatsächlich am Wohl des Wals vorbei."
Am Ende des Tages handele es sich bei "Timmy" um ein Wildtier. "Wildtiere sterben überall auf der Welt. Das ist nicht leicht für die Öffentlichkeit zu ertragen, und wir haben uns mit diesem Wal ja alle auch ein Stück weit emotional verbunden", räumte er ein.
21. April, 12.53 Uhr: Dr. Jenna Wallace erhebt schwere Vorwürfe
Während die Spülarbeiten am und unter dem Wal aktuell unterbrochen sind, hat sich die abgereiste Tierärztin Dr. Jenna Wallace via Facebook zu den Gründen ihrer Flucht geäußert.
Sie richtete unter anderem heftige Worte gegen zwei Mitglieder des Rettungsteams. Die Details findet Ihr im Artikel: "Wal-Expertin klärt über ihre Flucht auf und erhebt schwere Vorwürfe".
21. April, 11.30 Uhr: DLRG lässt Drohne im Hafen aufsteigen
Die Arbeiten am Wal gehen weiter. Inwiefern die Unterspülung des Tieres Wirkung zeigt, lässt sich noch nicht sagen.
Mitglieder der DLRG haben indes vom nahegelegenen Hafen aus eine Drohne starten lassen, um sich aus der Vogelperspektive ein Bild der Lage zu machen.
21. April, 10.53 Uhr: Retter-Team versucht, den Wal zu entlasten
Derzeit sind wieder mehrere Mitglieder der Rettungsinitiative beim Wal im Wasser. Mithilfe eines Spülgeräts versuchen sie, den Wal zu unterspülen beziehungsweise den Schlick unter ihm zu entfernen.
So soll die Last auf die Organe des Tieres reduziert werden. Die von der Initiative konstruierte Plattform samt Bagger ist mittlerweile wieder näher an den Wal herangerückt.
21. April, 10.24 Uhr: Wal "Timmy" soll Nahrung angeboten bekommen
Laut Umweltminister Till Backhaus soll dem Buckelwal Nahrung in Form von Heringen und Shrimps angeboten werden.
Zudem sollen die Rettungsinitiative ihre Arbeit fortsetzen. Um den Wal zu entlasten, werde größeres Saug- und Spülgerät eingesetzt, so der Politiker.
21. April, 9.34 Uhr: Buckelwal zeigt aktuell viel Bewegung
Die Mitglieder des Rettungsteams haben sich aus dem Wasser zurückgezogen - Buckelwal "Timmy" ist wieder allein.
Weiterhin zeigt er viel Bewegung. Ob er versucht, sich freizuschwimmen oder mithilfe seiner Brustflossen selbst zu benetzen, kann nur gemutmaßt werden.
21. April, 9.22 Uhr: Buckelwal "Timmy" schlägt mit Brustflossen
Der Wal zeigt sich in den vergangenen Minuten sehr aktiv: Immer wieder bewegt er seine Brustflossen, auch Flipper genannt. Regelmäßig stößt er Wasser aus seinem Blasloch, wie im Livestream zu sehen ist.
Derzeit sind zwei Mitglieder des Rettungsteams bei ihm im Wasser. Sie benetzen den Rücken des Tieres immer wieder mit Feuchtigkeit.
21. April, 9.12 Uhr: Wasserpegel sinkt, Buckelwal ragt deutlich hervor
Während im Retter-Team Chaos herrscht, wird die Situation für Buckelwal "Timmy" immer dramatischer. Im Livestream und auf aktuellen Fotos ist der sinkende Wasserstand klar zu erkennen. Der Ozeanriese ragt deutlich aus dem Wasser heraus.
Laut Angaben des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) soll der Wasserstand am Dienstag zwischen 20 Zentimeter unter und 25 Zentimeter über Normalhöhennull (NHN) betragen.
21. April, 8.33 Uhr: Sprecherin des Retter-Teams ist zurückgetreten
Auflösungserscheinungen im Retter-Team: Christiane von Gregory, die Sprecherin der Privatinitiative, ist zurückgetreten.
"Die aktuellen Entwicklungen und die Dynamiken vor Ort entsprechen nicht mehr den Grundwerten und Standards, für die ich persönlich und wir als Team stehen", erklärte sie in einer Mitteilung.
Und weiter: "Wir haben gezeigt, was möglich ist, wenn eine Gemeinschaft zusammenhält und ihre Kräfte bündelt. Da eine konstruktive und professionelle Zusammenarbeit unter den derzeitigen Rahmenbedingungen für uns jedoch nicht mehr möglich ist, mache ich den Weg frei."
Die genauen Hintergründe sind aktuell noch unklar. Am Montag war allerdings bereits die eigens aus Hawaii gekommene Walexpertin Dr. Jenna Wallace abgereist.
21. April, 8.06 Uhr: Lagebesprechung soll klären, wie es weitergeht
Gegenüber NEWS5 erklärte Umweltminister Backhaus, dass zeitnah eine Lagebesprechung stattfinde, bei der geklärt werde, wie es weitergehen soll. "Die Initiative muss zeigen, wie sie weitermachen wollen", betonte der Politiker.
Der ursprüngliche Plan, das Tier mithilfe von Pontons und einer Plane aufs offene Meer zu ziehen, sei weiterhin eine Option. Backhaus verdeutlichte aber: "Priorität hat Tierwohl und Tierschutz."
Daher müsse auch noch einmal der aktuelle Gesundheitszustand des Wals untersucht werden. Er hoffe weiter auf eine Lebendrettung, unterstrich der Minister.
21. April, 6.25 Uhr: Buckelwal hat sich in der Nacht nicht bewegt
Wie im Livestream zu sehen ist, hat sich der Buckelwal in der Nacht nicht von der Stelle bewegt.
Umweltminister Till Backhaus (67, SPD) führte in der Nacht gemeinsam mit Experten der Landesfischereiaufsicht eine Kontrollfahrt durch. Das Boot näherte sich dem Tier bis auf etwa 500 Meter.
"Der Wal liegt ruhig", erklärte der Politiker anschließend der Deutschen Presse-Agentur. Die Atemfrequenz des Tieres habe zunächst zwischen zwei und vier Minuten gelegen, sei im Verlauf aber auch wieder langsamer geworden. Dies zeige, dass der Wal von den Ereignissen des Tages gestresst sei, so Backhaus.
20. April, 22.05 Uhr: Walexpertin Dr. Jenna Wallace hat das Retterteam verlassen
Die Walexpertin Dr. Jenna Wallace hat das Rettungsteam nach eigenen Angaben nach Informationen von NEWS5 verlassen! Sie sitze in einem Flieger zurück nach Hawaii. So habe sie unter anderem von eklatanten Fehlern gesprochen, die bei der Walrettung passiert sein sollen.
Dabei seien nach ihren Angaben zwei selbsternannte Walflüsterer ins Wasser gegangen und sollen das Tier damit wohl auch falsch geleitet haben. Die Expertin verlässt Deutschland mit starker Kritik am Rettungsteam. Der Hauptvorwurf betreffe die operative Leitung der Organisation.
Wie genau das Rettungsteam arbeitet, ist für die Öffentlichkeit nur wenig ersichtlich. Inklusive Anreise verbrachte die Expertin nun sechs Tage mit der Aktion. Aus eigenen Stücken sei sie wieder abgereist. Was die Konsequenz dazu ist und ob sich das Rettungsteam dazu äußert, zeigt sich vermutlich erst morgen.
20. April, 20.22 Uhr: Buckelwal ist weniger aktiv
Weder ein Schlauchboot der DLRG noch Schwimmer sind derzeit beim Wal im Wasser. Die Einsatzkräfte haben sich zurückgezogen. Das Tier liegt weiterhin in der Nähe der Fahrrinne. Doch er scheint ruhiger geworden zu sein.
Timmy zeigt im Gegensatz zum Nachmittag kaum Aktivität.
20. April, 19.35 Uhr: Medizinischer Notfall im Rettungs-Team
Während das Tier am Morgen knapp drei Kilometer zurücklegte, habe es sich in den letzten Augenblicken nochmal knapp 150 Meter bewegt. Sogar Minister Backhaus verkündete, dass er sich später selbst mit einem Nachtsichtgerät auf einem Boot einfinden möchte, um den Wal gegebenenfalls in der Nacht zu begleiten.
Außerdem hat es einen medizinischen Notfall innerhalb des Rettungsteams gegeben. So wurde nach Angaben von NEWS5 eine Tierärztin abtransportiert und in ein Krankenhaus geflogen. Weitere Informationen liegen dazu bislang nicht vor. Fest steht jedoch nur, dass es offenbar keinen direkten Zusammenhang mit der Tierrettung gab.
20. April, 19.17 Uhr: Wal nur noch wenige Meter von Fahrrinne entfernt
Buckelwal Timmy nähert sich der Fahrrinne offenbar immer weiter an und ist nur noch wenige Meter davon entfernt. Ob sich das Tier in Kürze tatsächlich noch einmal freischwimmt, bleibt abzuwarten.
Aktuell pustet er riesige Wasserfontänen aus seinem Blasrohr.
20. April, 18.40 Uhr: Timmy bewegt sich offenbar wieder
Der Wal begibt sich in Richtung Fahrwasser, so Chef-Taucher Fred Babbel zu NEWS5. Sollte es tatsächlich der Fall sein, dass es das Tier ins Fahrwasser schafft, "begleiten wir ihn raus in die Ostsee", so der Experte. Das bedeutet: Der Wal schwimmt wieder, bestätigt der Experte. Im Livestream ist allerdings keine Veränderung seiner Position zu erkennen.
"Die Schlepper sind jetzt unterwegs." Diese platzieren sich so, dass der Wal nicht Richtung Wismar, sondern in die Ostsee schwimmen könne. So kommen nun also auch größere Boote zum Einsatz, um Timmy in die richtige Richtung zu lenken, sollte er sich freischwimmen. Außerdem soll der Wal nun die ganze Zeit über begleitet werden, auch in der Nacht.
20. April, 18.11 Uhr: Till Backhaus hat Robert Marc Lehmann nicht erneut eingeladen
Influencer Robert Marc Lehmann (43), der vor allen in den ersten Tagen kurz nach der ersten Wal-Strandung Ende März Teil des Rettungsteams war, wurde von Backhaus nicht nochmal erneut eingeladen, um zu helfen.
Vor wenigen Tagen hatte der YouTuber ein Video mit dem Titel "Die Wahrheit über Wal 'Timmy' und warum er wahrscheinlich sterben muss" hochgeladen, in dem er seine Sicht der Dinge äußert. Der Minister kenne das Video, möchte sich jedoch nicht dasuz äußern.
20. April, 18.05 Uhr: Umweltminister erklärt weitere Maßnahme
Wie an den Tagen zuvor auch, ist Umweltminister Till Backhaus (SPD) ebenfalls vor Ort. "Wir haben unsere Veterinäre in Nachtbereitschaft versetzt. Und auch die Polizei und die Fischereiaufsicht werden die ganze Nacht hier aktiv sein", erklärt der Politiker am frühen Montagabend gegenüber NEWS5.
Auch die weitere Maßnahme stehen nach Angaben des Ministers klar fest: "Er muss jetzt begleitet werden. Wir können davon ausgehen, dass er sich nochmal los macht." So habe sich das Tier für ein paar Stunden offenbar ausgeruht. Jetzt stehe die Frage im Raum, ob der Meeressäuger noch einmal von selbst los schwimmt und auch die richtige Richtung finde.
Der Buckelwal orientiere sich stark an flachen Gewässern, so Backhaus. "Der Ausgang ist unbestimmt. Aber man sieht, er ist aktiv und er will", rechtfertigt er die Rettungsmaßnahmen weiter.
20. April, 17.28 Uhr: Schwimmer sind noch immer am Tier
Seit nun knapp einer Stunde sind die Schwimmer im Wasser direkt am Wal, unter anderem mit Wasser-Scootern. Einige Meter neben dem Tier befindet sich noch immer ein Boot der DLRG mit weiteren Einsatzkräften an Bord. Bislang ist immer noch nicht ganz klar, ob die Helfer dem Tier womöglich einen GPS-Sender verpassen, oder ob sie erneut versuchen, den Wal zum Schwimmen zu bringen.
20. April, 16.39 Uhr: Polizei passt Sperrzone an
Wegen der neuen Position des Buckelwals haben die Behörden die zum Schutz des Tieres eingerichtete Sperrzone angepasst. "Die aktualisierte Verfügung tritt am 20. April 2026 um 15 Uhr in Kraft", teilte die Polizei mit. Die Sperrzone war früheren Angaben zufolge eingerichtet worden, um dem großen Tier Ruhe zu geben.
Die Regel sieht vor: Innerhalb eines Radius von 500 Metern dürfen demnach keine unbefugten Boote fahren oder sich unbefugte Menschen auf dem Wasser aufhalten. Auch Drohnenüberflüge sind nicht gestattet. Ausnahmen gelten etwa für Menschen, die für das Tier im Einsatz sind. Als Referenzposition gibt die Wasserschutzpolizei einen Punkt am Ausgang des Kirchsees in die Wismarbucht an, neben der dortigen Fahrrinne.
20. April, 16.18 Uhr: Zwei Personen im Wasser
Ein Boot der DLRG ist nun direkt am Wal. Zudem befinden sich zwei Personen neben Timmy im Wassern. Was genau die Einsatzkräfte dort vorhaben, ist nicht ganz klar. Möglicherweise bringen sie gerade einen GPS-Sender am Tier an, um den Wal tracken zu können.
20. April, 16.09 Uhr: Meeresbiologe plädiert dafür, den Wal in Ruhe zu lassen
Walforscher und Meeresbiologe Fabian Ritter sieht die Rettungsaktion eher kritisch. Der Wal habe sich nach dem Start am Morgen unnatürlich bewegt, so der Experte zu dpa. Grund dafür könne zwar die geringe Wassertiefe gewesen sein. "Es kann aber auch daran gelegen haben, dass er Schmerzen hat oder eine Verletzung und auch daran, dass er eben 20 Tage lang lag."
Er plädiert dafür, das Tier nun endgültig in Ruhe zu lassen. "Dieser Wal macht, was er will. Er ist nicht zu kontrollieren und wir müssen jetzt endgültig einsehen, dass es für uns nicht möglich ist, diesen Wal aktiv zu retten", sagte der Meeresbiologe. "Wir sollten ihm im Moment nur den größten Gefallen tun, indem wir ihn sein lassen." Entweder finde er wieder zu Kräften und die Schädigungen seien nicht so groß, so dass er ohne Zutun den erneuten Aufbruch schaffe. "Oder er ist halt auf dem Weg zu seinem Lebensende. Das müssen wir einfach jetzt akzeptieren."
Auch Ritter geht davon aus, dass der Wal die ruhende Position im flachen Wasser immer wieder einnimmt, "weil er sich das Leben erleichtern will". Zum Zustand des Tieres sagte Ritter, der Wal habe weiterhin noch Reserven - es sei für einen Buckelwal ohne Weiteres möglich, ein paar Wochen ohne Nahrung auszukommen.
20. April, 15.38 Uhr: Viele Fragen sind weiter offen
Immer wieder nähern sich Schlauchboote der Helfer sowie ein Polizeiboot dem Tier. Ein Statement der Einsatzkräfte zum aktuellen Stand oder weiteren geplanten Maßnahmen gab es bislang nicht. So ist aktuell unklar, weshalb beispielsweise die bereitgestellten Pontons derzeit noch nicht zum Einsatz kommen.
Der ursprüngliche Plan der Initiative sah vor, dass der Wal auf einer Plane zwischen Pontons in Richtung Nordsee transportiert werden sollte. Diese Maßnahme wurde bislang jedoch noch nicht umgesetzt, da sich das Tier am Montagmorgen zunächst selbstständig freischwamm.
20. April, 15.06 Uhr: Position des Wals seit mehreren Stunden unverändert
Die Position des Wals ist unverändert. Das Tier hält sich noch immer am Übergang des Kirchsees zur Wismarbucht auf, die ihn letztlich in die Ostsee führen könnte.
Das Fahrwasser im Kirchsee ist nach Aussage eines Sprechers des Ministeriums etwa zweieinhalb bis drei Meter tief. Ansonsten sei die Bucht etwa zwischen 90 und 110 Zentimeter tief. Deutlich tiefer ist seinen Angaben nach das Fahrwasser der sich anschließenden Wismarbucht mit mehr als neun Metern. Doch auch dann ist der Wal noch nicht wieder in seinem natürlichen Lebensraum: Timmy müsste wieder zurück in die Nordsee und dann weiter in den Atlantik gelangen.
20. April, 14.19 Uhr: Einsatzkräfte animieren Timmy weiterhin zum Schwimmen
Weiterhin versuchen Einsatzkräfte das Tier zum Schwimmen zu animieren. Immer wieder nähern sich diese dafür dem Buckelwal mit Booten. Aufgrund des sinkenden Wasserstands drängt sie Zeit. Zwar hat sich Timmy im Wasser seit mehreren Stunden noch nicht vom Fleck beweget. Dennoch scheint er aktiv zu sein. Immer wieder pustet er Wasser aus seinem Blasrohr.
20. April, 13.28 Uhr: Meeresbiologe drängt wegen Vorhersage zur Eile
Der Meeresbiologe Boris Culik drängt zur Eile. Da der Wasserstand am morgigen Dienstag um 50 Zentimeter sinken soll, hätten die Retter nur wenige Stunden Zeit, den Wal zu mobilisieren.
Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur betonte Culik: "Wenn er jetzt gemütlich mit dem Bauch auf einer Sandbank liegt und oben guckt das Blasloch raus, alles gut. Aber wenn dann 50 Zentimeter weniger Wasser da sind, dann entwickelt er ein unheimliches Gewicht, das dann auf seinen inneren Organen lastet. Er hat ein ganz schwaches Skelett im Vergleich zu uns."
Ein Wal werde komplett vom Wasser getragen, entsprechend werde es "höchste Zeit", ihn vom Weiterschwimmen zu überzeugen, so der Meeresbiologe.
20. April, 13.17 Uhr: Einsatzkräfte versuchen, den Wal zu motivieren
Aktuell versuchen die Einsatzkräfte, den Wal zum Weiterschwimmen zu motivieren. Sie fahren immer wieder mit einzelnen Booten in seine Nähe.
Bisher hat sich der Ozeanriese aber nicht von seinem Rastplatz entfernt.
20. April, 12.40 Uhr: Retter spricht von 50 Prozent Überlebenschance
Der an den Rettungsmaßnahmen beteiligte Umweltschützer Sergio Bambaren (65) schrieb am Vormittag in einem Instagram-Post, dass die Überlebenschancen des Wals bei 50:50 stünden.
Das Tier wirke ruhig und mache einen guten Eindruck, versicherte der Peruaner. Das Ziel sei, den Buckelwal an einen sichereren Ort zu führen und im weiteren Verlauf ins offene Meer.
Allerdings müssten die Einsatzkräfte unter sehr schlechten Wetterbedingungen arbeiten, gab Bambaren zu bedenken.
20. April, 12.18 Uhr: Wal könnte losschwimmen, wenn er wollte
Umweltminister Till Backhaus hat in einem Statement vor Ort die erste Einschätzung bestätigt, dass das Tier nicht erneut gestrandet sei. Es liege minimal auf, könnte aber aus eigenem Antrieb losschwimmen. Offensichtlich mache der Wal tatsächlich eine Pause, erklärte der Politiker.
Ein Problem könne allerdings der nun wieder sinkende Wasserstand sein. Deshalb sei der zuständigen Rettungsinitiative empfohlen worden, den Wal "minimalinvasiv" zum Schwimmen zu motivieren.
Ob die eigentlich geplante Aktion mit den Pontons weiterhin eine Option sei, müsse im weiteren Verlauf durch die Retter geklärt werden, so Backhaus.
20. April, 11.40 Uhr: Lage vor Ort unverändert
Die Lage vor Ort ist mittlerweile seit mehr als zwei Stunden unverändert. Der Wal befindet sich weiterhin am Ende der Bucht.
Hin und wieder kommen Schlauchboote in seine Nähe - vermutlich wollen die Einsatzkräfte laufend den Zustand des Tieres überprüfen.
20. April, 10.59 Uhr: Ministerium geht nicht von erneuter Strandung aus
Gute Nachrichten: Das Umweltministerium geht Stand jetzt nicht von einer erneuten Strandung des Buckelwals aus. Die Helfer auf den Begleitbooten glaubten demnach, dass sich das Tier frei bewegen könne, erklärte eine Sprecherin.
Womöglich mache der Wal nach dem Kraftakt am Morgen lediglich eine Pause.
20. April, 10.47 Uhr: Greenpeace spricht von "Megastress" für den Wal
Ein Sprecher der Umweltorganisation Greenpeace bezeichnete die aktuelle Situation für den Buckelwal als "Megastress".
Das Tier sei geschwächt und nun dem Lärm der Boote ausgesetzt, erläuterte der Sprecher.
20. April, 10.16 Uhr: Schleswig-Holstein zeitnah wieder zuständig?
Sollte sich der Buckelwal wieder aufmachen und aus der Bucht herauskommen, würde nach nicht allzu langer Zeit die Zuständigkeit wechseln.
Sobald das Tier wieder in schleswig-holsteinischen Gewässern schwimme, seien auch wieder die Behörden des nördlichsten Bundeslandes zuständig.
Laut Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Backhaus seien bereits entsprechende Vorbereitungen getroffen worden.
20. April, 9.56 Uhr: Wal soll zeitnah mit GPS-Sender versehen werden
Umweltminister Till Backhaus erklärte gegenüber NEWS5, dass die Hauptverantwortung weiter bei der Rettungsinitiative liege. Das Ministerium begleite und unterstütze die Maßnahmen aber fortlaufend.
Der Politiker betonte zudem, dass der Wal zeitnah mit einem GPS-Sender versehen werden soll. "Damit wir ihn gezielt weiter begleiten können", erläuterte Backhaus.
20. April, 9.45 Uhr: Wal "Timmy" bewegt sich nicht von der Stelle
Seit einer guten halben Stunde hat sich der Buckelwal nicht mehr wirklich von der Stelle bewegt. Ob er nur eine Pause macht oder erneut gestrandet ist, ist noch unklar.
Die Begleitboote haben erst mal ein wenig Abstand genommen.
20. April, 9.30 Uhr: Buckelwal muss durch ein Nadelöhr schwimmen
Wenn der Buckelwal die Bucht verlassen will, muss er durch eine Art Nadelöhr schwimmen.
Nur in der Fahrrinne der Schiffe kann er es schaffen, diese ist jedoch sehr schmal. Am Ausgang der Bucht liegt zudem eine größere Sandbank - hohe Strandungsgefahr!
20. April, 9.17 Uhr: Ist "Timmy" etwa erneut gestrandet?
Ist "Timmy" etwa erneut gestrandet? Seit einigen Minuten hat sich der Wal nicht mehr von der Stelle bewegt.
Die DLRG-Boote sind unmittelbar in seiner Nähe und umkreisen ihn.
20. April, 9.07 Uhr: Buckelwal auf dem richtigen Kurs
Das sieht gut aus! Das Guiding durch die Begleitboote scheint zu funktionieren. Buckelwal "Timmy" bewegt sich immer weiter in Richtung Ausgang der Bucht.
Zeitnah muss der Ozeanriese nach rechts abbiegen, um den Weg in die offene Ostsee zu finden.
20. April, 8.58 Uhr: Initiator der Rettungsaktion nicht glücklich
MediaMarkt-Mitgründer Walter Gunz hat sich trotz der Befreiung des Buckelwals nicht erfreut gezeigt. Der Initiator der eigentlich geplanten Rettungsaktion monierte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur erneut, dass sich die Maßnahmen um zwei Tage verzögert hätten. "Und jetzt ist das aus der Bahn gelaufen alles."
Man könne jetzt "nur hoffen, dass die Begleitung gelingt", erklärte der Unternehmer.
20. April, 8.40 Uhr: Wal hat die Richtung gewechselt
Den Einsatzkräften ist es gelungen, den Wal von einer Kurskorrektur zu überzeugen - inzwischen schwimmt der Ozeanriese in die richtige Richtung, weg vom Hafen.
Derzeit wird das Tier von gleich vier DLRG-Booten eng begleitet.
20. April, 8.29 Uhr: Umweltminister spricht von "Glücksmoment"
Umweltminister Till Backhaus sprach nach der Befreiung vor Ort gegenüber Medien von einem "Glücksmoment". Er sei sofort informiert worden, als sich der Wal aufgemacht habe.
"Wir haben jetzt eine Chance, dass wir ihn begleiten können. Aber die Mission ist noch nicht zu Ende", erklärte der Politiker. Sechs Boote der DLRG seien auf dem Wasser, weitere seien nachgeordert worden.
Vonseiten des Ministeriums seien alle Maßnahmen geduldet, um das Tier aufs offene Meer zu guiden, betonte Backhaus.
20. April, 8.07 Uhr: Einsatzkräfte versuchen Buckelwal zu guiden
Die Begleitboote versuchen alles, um den Buckelwal vom Schwimmen in Richtung Hafen abzuhalten.
Zwei Schlauchboote haben sich dem Tier in den Weg gestellt.
20. April, 7.53 Uhr: Wal schwimmt in die falsche Richtung
Anhand der Position der "Uecker", die über die Seite "Vesselfinder" nachverfolgt werden kann, wird deutlich, dass der Wal aktuell in die falsche Richtung schwimmt!
Anstatt in Richtung offenes Meer ist er in Richtung Hafen unterwegs.
20. April, 7.40 Uhr: Wal schwimmt ziemlich nahe am Ufer
Mittlerweile haben das Polizeiboot "Uecker" und mehrere Schlauchboote die Verfolgung des Wals aufgenommen.
Der Ozeanriese schwimmt ziemlich nahe am Ufer.
20. April, 7.25 Uhr: Buckelwal scheint den richtigen Weg zu suchen
Der Wal scheint den richtigen Weg zu suchen! Aktuell irrt er ein wenig ziellos vor der Insel Poel herum, bewegt sich dabei nicht allzu schnell.
Die DLRG-Boote, die bereitstehen sollten, um das Tier zu guiden, sind bisher noch nicht zu sehen.
20. April, 7.10 Uhr: Buckelwal "Timmy" schwimmt!
Und plötzlich doch die Wendung! Um kurz nach 7 Uhr zeigte der Buckelwal auf einmal mächtig Aktivität. Zunächst drehte er sich einmal um die eigene Achse, ehe er sich endgültig befreite und losschwamm!
Ob die DLRG-Boote vor Ort sind, um das Tier nun zu guiden, ist noch offen.
20. April, 6.46 Uhr: Gestrandeter Wal liegt weiter vor der Insel Poel
Die Hoffnungen, der Wal könne sich dank des steigenden Wasserspiegels in der Nacht selbst befreien und losschwimmen, haben sich nicht bewahrheitet.
Wie im Livestream zu sehen ist, liegt der Ozeanriese am Morgen noch immer vor der Insel Poel.
Ob der Rettungsversuch angesichts der schwierigen Wetterbedingungen am Montag fortgesetzt werden kann, ist noch unklar.
19. April, 19.08 Uhr: Gunz sieht Rettungsversuch wieder bei Stunde null
Einen Versuch zur Rettung des in Mecklenburg-Vorpommern gestrandeten Wals wird es am Sonntag nicht mehr geben.
"Wir können ja nicht", sagte MediaMarkt-Mitgründer Walter Gunz. Dem Team seien die Hände gebunden. Er begründete dies mit dem gestiegenen Wasserpegel, der ein Anbringen der Pontons und ein Begleiten des Wals unmöglich mache.
Gunz sieht den derzeit laufenden Rettungsversuch vor Poel wieder bei Stunde null. "Gestern hätten wir die richtige Wasserhöhe noch gehabt", sagte er. "Heute haben wir plötzlich 70 Zentimeter mehr." Das sei eine ganz andere Situation. Der Wal registriere vollumfänglich, dass er völlig frei sei. Daher sei die Frage, "ob sich dieser Wal noch geleiten lässt".
Das lang erdachte Konzept sei so nicht durchzusetzen. "Jetzt sind wir quasi irgendwo bei Stunde null." Gunz beklagte zugleich Verzögerungen durch Bürokratie, "die uns eineinhalb bis zwei Tage zurückgeworfen haben". "Jetzt brauchen wir ein Wunder", sagte Gunz.
19. April, 18.25 Uhr: Baggerarbeiten dauern an
Auch am Nachmittag bis in die frühen Abendstunden hinein gehen die Vorbereitungen der Rettungsaktion um den Wal weiter.
Im Livestream von NEWS5 ist zu sehen, wie mit dem Bagger weiter von der Fahrrinne aus gearbeitet wird. Immer wieder sind auch Boote der DLRG in der Nähe des Wals zu sehen.
Ob heute noch weitere Maßnahmen passieren, um den Wal gegebenenfalls anzuheben, ist unklar. Allerdings werden die Wetterbedingungen vor Ort immer schwieriger.
Die Wellen sollen laut TAG24-Informationen heute noch bis zu zwei Meter hoch werden und auch der Wind nimmt weiter zu.
19. April, 16.31 Uhr: Umweltminister lobt Initiative
Umweltminister Till Backhaus äußert sich zur aktuellen Rettungsaktion. Die Zusammenarbeit würde seit Samstag besser laufen.
Backhaus bestätigte, dass es dem Wal den Umständen entsprechend gut gehe. "Ich bin der Initiative dankbar, dass sie sich engagieren", so Backhaus.
Die Rolle des Umweltministeriums bestehe darin, die Rettungsaktion zu begleiten, Hinweise zu geben und zu überwachen. Die Verantwortung des Tieres liege allerdings nicht mehr bei ihnen.
Der Umweltminister hofft, dass die Wetterumstände das schönste Szenario fördern würden und dass sich der Wal von selbst freischwimmt. "Der Wal lebt, er ist aktiv, er vokalisiert, er aktiviert sich immer wieder." So bewege er die Flipper, wie die Brustflossen auch genannt werden. Das deute nicht darauf hin, dass er bald sterbe.
Auch ob ein GPS-Sender am Wal befestigt werden kann, werde derzeit überprüft, um ihn im Fall eines Freischwimmens orten zu können.
19. April, 15.55 Uhr: Wetterbedingungen verändern sich – Plan B ist vorbereitet
Jeder möchte, dass die Rettungsaktion noch schneller gehe, doch momentan müsse auch auf die veränderten Witterungsbedingungen eingegangen werden, hieß es von den Initiatoren.
Der Wasserpegel würde in den nächsten Stunden weiter ansteigen. Auch der Wind nehme zu, was zu mehr Beweglichkeit beim Wal führen könnte.
Dadurch würde die Möglichkeit bestehen, dass der Wal von alleine losschwimmen könnte. Momentan wäre noch alles möglich. Täglich stünden lange Besprechungen an. Seit heute sei der Plan B aktiviert.
"Das bedeutet, falls der Wal durch die veränderten Witterungsbedingungen von alleine losschwimmt, stehen DLRG-Boote auf Standby, um ihn bis in die Nordsee, im besten Fall bis in den Atlantik, zu begleiten", so die leitende Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert.
19. April, 15.45 Uhr: Initiatoren können keinen Zeitplan bekannt geben
Die Initiatoren melden sich aus Kirchdorf zu Wort. Das Team erklärte: "Wir gehen bis an die Grenzen unserer Leistungsfähigkeiten heran, doch unsere Arbeit ist noch nicht zu Ende."
Immer wieder würden auch Gespräche im Hintergrund laufen. "Wir sind auf einem sehr guten Weg", so die Rechtsanwältin Constanze von der Meden. Die Saugarbeiten kämen gut voran. Von der Fahrrinne aus wird zum Wal hin gebaggert, sodass der Wal noch nicht so beeinträchtigt werde.
Der Buckelwal habe tolle Reaktionen in den Morgenstunden gezeigt. Alle drei Tierärzte waren draußen und haben den Wal untersucht. Das Tier atmete deutlich tiefer ein. Außerdem sei der Atem des Wals freier. Durch die entstandene Kuhle und den angestiegenen Wasserstand habe sich der Wal bereits bewegt.
"Er will nach draußen, er will frei sein. Wir sind uns einig, er hat die Chance verdient, draußen weiterzuleben", so die Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert.
Zudem sei der Buckelwal empathisch und reagiere auf die Saugroboter nicht aufgeregter als auf das Einsatzteam. Laut dem Rettungsteam merke das Tier, dass sie ihm helfen wollen. Einen konkreten Zeitplan konnten die Helfer nicht nennen.
19. April, 15.23 Uhr: Umweltminister lädt zu eigener Pressekonferenz
Nachdem gemunkelt worden war, dass auch Umweltminister Till Backhaus beim Statement der Retter das Wort ergreifen könnte, steht nun fest: Der Politiker wird sprechen, aber nicht bei dieser Gelegenheit.
Stattdessen lädt Backhaus für 16 Uhr zu einer Pressekonferenz an einem anderen Ort ein. Er wolle "häufig gestellte Fragen, die die Rolle des Landes betreffen, beantworten", hieß es in einer Mitteilung des Ministeriums.
19. April, 14.36 Uhr: Saug-Bagger im Einsatz, Statement angekündigt
Der Saug-Bagger auf der schwimmenden Plattform ist seit dem Morgen in einiger Entfernung zum Wal im Einsatz, um Schlick zu entfernen und den Weg für den Ozeanriesen frei zu machen. Auch zwei Schwimmer, die seit Stunden im Wasser sind, sind an den Arbeiten beteiligt.
Die Initiatoren haben für circa 15.45 Uhr ein weiteres Presse-Statement vor Ort angekündigt. Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert und die Rechtsanwältin Constanze von der Meden sollen sich demnach äußern.
19. April, 13.59 Uhr: Rettung des Wals könnte auch im Dunkeln stattfinden
Wie Initiator Walter Gunz (80) der Deutschen Presse-Agentur sagte, könnte der Transport des Wals auch spätabends oder nachts stattfinden. Es spiele nach seinen Kenntnissen keine Rolle, ob es hell oder dunkel sei.
"Tatsache ist, dass wir einen Tag verloren haben durch unsägliche bürokratische Maßnahmen", so der MediaMarkt-Gründer. Es gehe jetzt darum, möglichst schnell voranzukommen und keine Zeit mehr zu verlieren.
Zum Zustand des Tieres äußerte sich Gunz positiv. "Man hat den Eindruck, dass der Wal aufgrund seiner Empathie erkennt, dass man ihm Gutes will und dass die Kraft ausreicht", erklärte der Unternehmer.
19. April, 13.03 Uhr: Seemann sicher: "Wir werden einen Weg finden"
Der Rettungsschlepper ist da! Die "Robin Hood" ist mittlerweile vor Ort eingetroffen. Der Steuermann des Schiffes gab gegenüber NEWS5 Einblick in das geplante Vorhaben.
Demnach werde das Schiff während des "Abschleppens" des Wals nicht mehr als zehn Kilometer pro Stunde zurücklegen können. Da es sich am Ende um ein Wildtier handele, sei "unberechenbar, was passiert", betonte der Seemann.
Ein Problem könne das bescheidene Wetter werden. Möglicherweise müsse auf Besserung gewartet werden. Aber: "Wir werden einen Weg finden", so der Steuermann.
19. April, 12.14 Uhr: Schlepper soll zeitnah vor Ort eintreffen
Wie ein NEWS5-Reporter vor Ort berichtet, berate sich derzeit noch mal ein Team aus Tierärzten zu den geplanten Maßnahmen. Die Rettung sei weiter für den heutigen Tag angesetzt, auch wenn der genaue Zeitplan weiter unklar sei.
Mittlerweile stehe auch fest, welcher Schlepper die Konstruktion samt Wal am Ende aufs offene Meer ziehen soll. Die "Robin Hood" werde demnach zeitnah eintreffen und für die Aktion vorbereitet.
19. April, 10.55 Uhr: Wal entscheidet, ob die Rettung starten kann
Ob die Aktion am Sonntag so richtig starten kann, entscheidet der Wal selbst.
Wie ein Mitglied des Rettungsteams gegenüber der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, soll die für den Transport notwendige Plane an das Tier herangeführt werden. Anschließend müsse man schauen, wie der Buckelwal darauf reagiere.
19. April, 10.21 Uhr: Bagger hat seine Arbeit wieder aufgenommen
Der Bagger hat inzwischen wieder seine Arbeit aufgenommen und ist dabei, den Schlick in einiger Entfernung des Tieres abzusaugen. Aktuell halten die Arbeiter aber noch Abstand zum Tier.
Die DLRG ist mittlerweile auch mit mehreren Schlauchbooten auf dem Wasser, um bei etwaigen Zwischenfällen schnell eingreifen zu können.
19. April, 9.54 Uhr: Schwimmende Plattform samt Bagger auf dem Wasser
Zwar ist mittlerweile die schwimmende Plattform samt Bagger und Arbeitern an Bord auf dem Wasser, die geplante Rettung des Wals verzögert sich aber weiter.
Nach TAG24-Informationen sollte die Aktion eigentlich gegen 9 Uhr starten, so richtig vorwärts geht es vor Ort aber noch nicht.
19. April, 9.11 Uhr: DLRG-Boot nähert sich Buckelwal "Timmy"
Vor einigen Minuten war ein Boot der DLRG mit einigen Personen an Bord in der Nähe des Buckelwals. Offenbar wollten sich die Kräfte einen Überblick über seinen Zustand machen.
Darüber hinaus ist es vor Ort weiterhin ruhig. Etwaige Rettungsmaßnahmen haben noch nicht begonnen.
19. April, 7.53 Uhr: Gestrandeter Buckelwal liegt weiterhin an Ort und Stelle
Buckelwal "Timmy" liegt auch am Sonntagmorgen noch vor der Insel Poel. Im Livestream ist sein mit lindernder Zinksalbe eingeriebener weißer Rücken zu sehen, der aus dem Wasser ragt.
In der Nacht und am frühen Morgen zeigte er Aktivität, bewegte unter anderem seine Schwanzflosse hin und wieder stark.
Im Hafen ist es noch ruhig. Die DLRG und die Polizei sind aber bereits vor Ort.
18. April, 17.53 Uhr: Wohl kein Transport mehr am Samstag
Laut Tierärztin Janin Bahr-van Gemmert wird der geplante Transport Timmys mithilfe von Pontons wohl nicht mehr am Samstag stattfinden. "Heute wird er nicht mehr transportiert, das können wir sagen."
Näheres wollte die Medizinerin nicht sagen. Intern gibt es aber wohl durchaus einen Zeitplan. "Wir sind jetzt gut dabei", erklärte sie, auch wenn sie gestand: "Wir wären gerne noch schneller."
18. April, 17.44 Uhr: Ozeanriese Timmy hat laut Tierärztin "reelle Chance" zu Überleben
Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert verteidigt den Rettungseinsatz der privaten Initiative trotz Kritik. Timmy habe eine reelle Chance zu Überleben. "Wir sind zum Wohle des Wals da. Wir machen das Beste für den Wal. Er versucht, sich da raus zu kämpfen. Er hat eine super Aktivität."
Am Samstag habe man versucht, in das Maul des Tieres zu schauen - bislang allerdings ohne Ergebnis. "Wir versuchen, wenn da etwas ist, das rauszuholen", so Bahn-van Gemmert, die ergänzt: "Das Wichtigste ist. Wir müssen ihn da rausholen."
Zum Zeitplan will sie keine Auskünfte geben, sondern sagt nur: "Es gibt einen Plan, wir sind gut dabei."
18. April, 17.19 Uhr: Haut von Timmy wird weiter behandelt
Timmys Haut wird auch am Samstag weiterhin behandelt: Auf Bildern vom Ort des Geschehens ist zu sehen, wie fast der gesamte Körper des Ozeanriesen mit nassen Laken bedeckt ist, um die kranke Haut zu versorgen.
Die Tücher sind nicht nur in Salzwasser getränkt, sondern zudem auch mit entzündungshemmender Zinksalbe bestrichen, wie die leitenden Tierärztin Janine Bahr-van Gemmer am Freitag erklärte.
18. April, 16.15 Uhr: Darum zieht sich der Rettungsversuch in die Länge
Der Rettungsversuch des in der Ostsee gestrandeten Buckelwals zieht sich weiter in die Länge. Seit drei Tagen laufen die Arbeiten einer privaten Initiative, die das Tier lebend zurück ins offene Meer transportieren möchte.
Details zum Fortschritt nannten die beiden Geldgeber der Aktion, Mediamarkt-Gründer Walter Gunz und Unternehmerin Karin Walter-Mommert, am Samstag zunächst nicht – auch damit das Team in Ruhe arbeiten kann. Er könne nicht ständig vor Ort anrufen, das würde zu viel Unruhe in die Aktion bringen, so Gunz.
Walter-Mommert sagte der dpa: "Glauben Sie mir, wir müssen unserem Team im Moment den Rücken freihalten, damit die in Ruhe arbeiten können." Sie verwies auf nach ihrer Aussage aufwendige Abstimmungen mit den zuständigen Behörden. Das sorge intern für viel Arbeit.
18. April, 15.26 Uhr: Hat die Unterspülung begonnen?
Der Bagger soll mithilfe einer aufgesetzten Saugglocke mit der Unterspülung des Wales begonnen haben. Dies geht zumindest aus den Live-Aufnahmen vom Einsatzort hervor. Gesicherte Informationen liegen hierzu bislang nicht vor.
Zwischenzeitlich sollen Helfer zudem versucht haben, den Wal dazu zu bewegen, sein Maul zu öffnen, um mögliche Reste des eingesetzten Netzes zu überprüfen. Es wurde vermutet, dass sich Teile davon noch im Schlund befinden könnten und dadurch die Nahrungsaufnahme beeinträchtigt sein könnte. Auch diese Angaben sind bislang nicht offiziell vom Einsatzteam bestätigt worden.
18. April, 14.30 Uhr: Würden wir auch einen Hai retten?
Die große Aufmerksamkeit für den Wal erklärt Schlögl-Flierl auch mit einem gesellschaftlichen Bedürfnis nach Handlungsmöglichkeiten in Krisenzeiten: "Es lässt uns das Gefühl geben, hier noch etwas machen zu können, etwas tun zu können", während andere große Krisen oft ein "Ohnmachtsgefühl" auslösten.
Zugleich verweist sie auf eine Widersprüchlichkeit im menschlichen Umgang mit Tieren und stellt eine grundlegende Frage: "Hätten wir dasselbe für einen Hai getan?"
"Es ist schon interessant, was es über uns als Menschen aussagt, dass wir den Wal so niedlich finden, dass wir alles dafür tun. Bei anderen Arten würden wir sagen, das interessiert uns nicht", so die Ethikerin. "Wir sind als Menschen doch sehr selektiv, mit wem wir Verbundenheit herstellen."
18. April, 14.20 Uhr: Was sagt der Ethikrat zu Timmy?
Prof. Dr. Kerstin Schlögl-Flierl (50) vom Ethikrat beschreibt den laufenden Rettungsversuch für den Wal in einem Interview mit NEWS5 als ethisch komplexe Abwägung. Dabei komme auch der menschlichen Verantwortung eine zentrale Rolle zu: "Der menschliche Eingriff in die Natur ist so stark, wir sind so invasiv, dass wir immer mehr moralische Verantwortung tragen, auch solche Arten zu retten."
Zugleich betont sie, dass es keine einfache Antwort darauf gebe, wie weit eine Rettung gehen sollte: "Ich würde immer sagen, maximal viel für das Tier, aber auch nicht unverhältnismäßig für den Menschen. Also es ist eine Abwägungsfrage." Entsprechende Entscheidungen müssten immer wieder neu getroffen werden.
Auch die große emotionale Anteilnahme in der Öffentlichkeit spiele eine Rolle. Gleichzeitig rät Schlögl-Flierl sich bei der Bewertung vor allem an fachlicher Expertise zu orientieren: "Ich würde immer die Meeresforscher, die sich mit den Walen auskennen, fragen, weil die können es am besten beurteilen."
18. April, 13.30 Uhr: Initiator: "Es läuft soweit ganz gut"
Über den erneuten Rettungsversuch ist weiter wenig bekannt. Die Initiatoren halten sich bewusst mit Details zum aktuellen Stand zurück. Das Team solle ungestört arbeiten können, hieß es. "Es läuft eigentlich soweit ganz gut", sagte der MediaMarkt-Gründer Walter Gunz am Samstag der Deutschen-Presse-Agentur. Zugleich betonte er, man wolle durch häufige Nachfragen keine Unruhe in die Aktion bringen.
Auch Mitinitiatorin Karin Walter-Mommert unterstrich, wie wichtig es sei, dem Team den Rücken freizuhalten. Gleichzeitig verwies sie auf aufwendige Abstimmungen mit den Behörden. So müsse etwa das Auftragen von Tüchern mit Zinksalbe zur Behandlung der Hautprobleme des Wals täglich neu genehmigt werden.
Nach Angaben des Schweriner Umweltministeriums bemühen sich die Behörden um schnelle Lösungen. Für die aus Hawaii angereiste Tierärztin Jenna Wallace wurde demnach kurzfristig eine Sondergenehmigung erteilt, da sie ursprünglich keine Berufserlaubnis in Deutschland hatte.
18. April, 12.30 Uhr: Dixi-Klo aus Fischernetzen
Gut sichtbar auf der schwimmenden Plattform steht ein Dixi-Klo für die Helfer, das der Aufschrift zufolge aus alten Fischernetzen recycelt wurde.
Eine gewisse Ironie: Timmy soll sich in der Vergangenheit mehrfach in sogenannten Geisternetzen verfangen haben, Teile davon sollen sich sogar noch in seinem Maul befinden.
18. April, 12 Uhr: Bagger beim Wal angekommen
So richtig voran geht es offenbar doch noch nicht. Zwar ist das schwimmende Ponton mit dem Bagger inzwischen in beim Wal angekommen, und weitere Tücher bedecken seine Haut – doch darüber hinaus passiert derzeit wenig.
Auch Timmy zeigt bislang noch keine größeren Regungen.
18. April, 11.20 Uhr: Es kommt Bewegung rein
Die Besprechung scheint zu Ende zu sein – und zum ersten Mal an diesem Tag kommt wieder Bewegung in das Geschehen. Helfer sind am Wal und bedecken ihn erneut mit den feuchten Tüchern zum Schutz seiner Haut.
Auch das schwimmende Ponton mit dem Bagger an Bord macht sich langsam auf den Weg zu Timmy.
18. April, 10.45 Uhr: Rettungsmaßnahmen verzögern sich erneut
Zwar sind die DLRG-Boote inzwischen auf dem Wasser. Doch ansonsten herrscht vor Ort Stillstand. Nach TAG24-Informationen verzögern sich die Rettungsmaßnahmen aufgrund einer aktuell laufenden Besprechung mit dem Helfer-Team und dem Umweltminister Till Backhaus (67, SPD).
Hintergründe der Besprechung sind nicht bekannt.
18. April, 10.20 Uhr: Schaulustige reisen teils Stunden für den Wal an
Wie schon an den vergangenen Tagen haben sich erneut mehrere Schaulustige im Hafen versammelt. Das Gebiet ist zwar für Autofahrer gesperrt, für Fußgänger jedoch weiterhin zugänglich. Einer von ihnen ist Ali T. (38) aus Hannover, der eigens für den Wal fünf Stunden angereist ist.
Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur sagte er: "Ich habe das im Fernsehen gesehen, und ich finde das irgendwie spektakulär", so der 38-Jährige. "Mich fasziniert, dass der Wal eigentlich schon totgeglaubt wurde und dass sich jetzt doch noch etwas tut."
18. April, 9.30 Uhr: DLRG macht sich bereit
Im Livestream ist zu sehen, wie sich ein Team der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) an Land auf den Einsatz vorbereitet und seine sechs Boote startklar macht, die am Freitag im Hafen von Kirchdorf eingetroffen sind.
Die Besatzungen sollen Informationen vor Ort zufolge den Einsatz der Wal-Retter unterstützen und absichern.
18. April, 8.08 Uhr: 9 Tage bis zur Nordsee
Angaben vor Ort zufolge würde es im Erfolgsfall rund neun Tage dauern, den Wal überhaupt in die Nordsee zu geleiten.
18. April, 7.20 Uhr: Startet die Rettung heute?
Ob die Rettung am Samstag starten kann, hängt vom Zustand des Wals ab. Am Freitag reagierte Timmy zunächst heftig auf einen Taucher, beruhigte sich jedoch schnell wieder.
Geplant ist, den rund zwölf Tonnen schweren Buckelwal mithilfe einer Plane zwischen zwei Pontons Richtung Nordsee zu transportieren. Dafür soll er mit Luftkissen angehoben werden, nachdem zuvor Schlick entfernt wurde, und anschließend in einer freien Fläche zwischen den Pontons liegen.
Viele Fachleute sehen die Rettung kritisch und halten den Wal für zu geschwächt und orientierungslos. Die leitende Tierärztin der privaten Initiative um den Media-Markt-Gründer Walter Gunz (80), Janine Bahr-van Gemmert, sprach am Freitag von einer "reellen Chance" für Timmy: "Er spürt unsere Energie und dass wir ihm helfen wollen, davon bin ich überzeugt!“
Zudem wird am Samstag eine weitere Tierärztin aus Hawaii erwartet, die bereits für Freitag angekündigt war.
18. April, 7 Uhr: Fontänen am Morgen
Timmy hat eine weitere Nacht überstanden und zeigt sich am Morgen von Tag 19 in der Bucht vor der Insel Poel deutlich lebendig. Im Livestream ist zu sehen, wie er immer wieder Fontänen in die Luft bläst.
Erste Helfer sind bereits auf dem Wasser, halten jedoch noch Abstand.
17. April, 19.40 Uhr: Tag 26 neigt sich dem Ende
Es wird ruhiger um den Wal. Menschen sind bereits seit längerem nicht mehr im Wasser. Es werden nun offenbar die letzten Vorbereitungen getroffen, sodass am Samstag die Rettungsmaßnahmen fortgesetzt werden können. Auch die DLRG unterstützt die Rettungsaktion am Samstag mit Booten, die noch am Freitagabend eingetroffen sind.
17. April, 18.30 Uhr: Eigentlicher Rettungsversuch verzögert sich
Bei den Spülungen am Freitag handelte es sich um eine Probe, so der Chef des von einer privaten Initiative beauftragten Tauchunternehmens, Fred Babbel. Im nächsten Schritt solle alles auf Position gebracht werden und alles abendfest gemacht werden, sodass es am Samstagmorgen mit dem eigentlichen Rettungsversuch weitergehen kann.
Technisch gesehen sei der Plan, die Fläche freizuspülen, vor die später die Pontons gesetzt werden sollen. Diese sollen dann so angeordnet werden, dass innen eine Freifläche von sechs mal zwölf Metern entsteht. Darin werde sich der Wal dann aufhalten. Babbel habe den Eindruck, dass es dem Tier im Moment ganz gut gehe.
17. April, 18.20 Uhr: Experte kritisiert die Rettungsmaßnahmen scharf
Die aktuellen Rettungsmaßnahmen sieht Ritter kritisch. Er finde es "befremdlich", dass sich kurzerhand doch noch dazu entschieden wurde, dem Wal zu helfen. Auch, dass die Experten, die das Tier in den ersten Tagen kurz nach der Strandung begleiteten, nun nicht mehr informiert oder mit einbezogen werden, findet Ritter zweifelhaft.
Der Meeresbiologe hat die vermehrte Aktivität des Wals von heute beobachtet. "Meine Deutung wäre, dass er gestresst ist", so Ritter über die sich immer wieder bewegenden Seitenflossen. Demnach wisse der Buckelwal nicht, was die Menschen bei ihm im Wasser mit ihm vorhaben. Sowohl die Menschen als auch den Bagger würde der Wal hören und dadurch in Stress versetzt werden.
Auch hinsichtlich seiner Krankheit befürchte Ritter, dass die aktuellen Maßnahmen dem Tier nicht guttun würden. Dass Timmy tatsächlich bis zur Nordsee geschleppt werden soll, halte der Experte für unrealistisch. "Er ist alles andere als ein guter Kandidat dafür, so eine Maßnahme jetzt durchzuführen."
17. April, 18.03 Uhr: Meeresbiologe macht auch auf andere betroffene Wale aufmerksam
Nach knapp einer Stunde sind die Retter, die den Buckelwal mit einem Gerät von Sand und Schlick freigespült haben, vorerst wieder abgerückt. Auch die Laken auf dem Tier werden aktuell wieder entfernt.
Während sich am Vormittag einige Retter zu den Maßnahmen äußerten, nimmt nun Meeresbiologe Fabian Ritter aus Berlin Stellung. "Es ist eine Situation, die an Sonderlichkeit kaum zu überbieten ist", so der Experte im Gespräch mit NEWS5 kritisch.
Die Entscheidung der Experten zunächst festzulegen, dass dem Wal nicht mehr geholfen werden könne, hielt auch Richter für legitim. Er zeigt sich bestürzt über die darauf folgenden Reaktionen der vergangenen Tage, darunter kritische Kommentare bis hin zu Morddrohungen im Netz.
"Wir müssen schauen, dass das Wohl des Wals im Mittelpunkt steht und auch das dahinterliegende viel größere Problem des Beifangs von Meeressäugern", so Ritter. "Seitdem der Wal Ende März in Timmendorf gestrandet ist, sind bis zum heutigen Zeitpunkt viele tausend Wale und Delfine in ähnlicher Weise umgekommen."
17. April, 16.56 Uhr: Meeressäuger wird offenbar von Schlick befreit
Immer wieder ist zu sehen, dass Rettungskräfte direkt neben dem Wal ein Gerät unter Wasser halten. Offenbar handle es sich dabei um ein Gerät, dass den Schlick am Meeressäuger entfernen könne.
Das Freispülen hat damit offenbar begonnen. Wird der Sand und Schlick unter Timmy entfernt, kann schließlich Platz für die Luftkissen geschaffen werden, die den Wal anheben sollen.
17. April, 16.30 Uhr: Timmy zeigt jetzt auch seine Seitenflossen
Es scheint, als ob der Buckelwal immer aktiver wird. Während bislang nur die Fluke des Tiers zu sehen war, bewegt er nun auch deutlich sichtbar seine Flipper - also die Seitenflossen. Die Bewegung des Tier ist so heftig, dass selbst die Tücher auf dem Rücken des Wals teilweise verrutschen.
17. April, 16.10 Uhr: Buckelwal soll mit Salbe behandelt werden
Neben den Tüchern, die der Haut des Wals gut tun, soll Timmy nun auch mit einer Salbe behandelt werden. Diese soll Risse in der Haut minimieren. Dadurch soll auch ein später geplantes Anheben des Tiers so schonend wie möglich stattfinden können. Das Anheben werde vermutlich erst morgen erfolgen.
Zudem sei nach Angaben von NEWS5 auch ein Taucher im Wasser gewesen, der mit dem Wal kommuniziert hat. Dieser habe dazu Wal-Geräusche imitiert, woraufhin das Tier offenbar Reaktion zeigte.
17. April, 15.56 Uhr: Wal-Rettungsmaßnahme nur geduldet, nicht genehmigt
Umweltminister Till Backhaus (SPD) hat sich mitten im Wal-Drama mit einer juristischen Erläuterung an die Öffentlichkeit gewandt. "Das Land hat keine Genehmigung für die Rettungsmaßnahme erteilt – und konnte eine solche auch nicht erteilen, da hierfür keine rechtliche Grundlage besteht", teilte Backhaus im Gespräch mit dpa mit.
Das vorgelegte Konzept der privaten Rettungsinitiative sei rechtlich als Anzeige einer Inobhutnahme zu bewerten. "Unsere Aufgabe war es daher, dieses zu prüfen und zu entscheiden, ob es untersagt werden muss oder geduldet werden kann", so der Politiker weiter.
"Entscheidend war die Frage, ob dem Tier durch die geplanten Maßnahmen unzumutbare zusätzliche Leiden entstehen." Das vorgelegte Konzept verfolge einen vorsichtigen Ansatz. Nach rechtlicher Prüfung sei deshalb entschieden worden, die Maßnahme zu dulden.
17. April, 15 Uhr: Timmy bewegt sich wieder
Aktuell sind keine Helfer mehr am Wal. Lediglich drei größere Laken liegen weiterhin auf dem Tier, um die Haut zu vor der Sonne zu schützen. Plötzlich ist erneut zu sehen, wie sich der Buckelwal bewegt! Zwar ist seine Schwanzflosse diesmal nicht in der Luft. Doch es ist zu erkennen, dass Timmy diese unter Wasser bewegt. Dadurch hat er einen kleinen Satz nach vorne gemacht.
Ein Schwimmbagger hatte den Hafen von Kirchdorf auf der Insel am Mittag verlassen und am frühen Nachmittag auf dem Meer in der Nähe des Meeressäugers Position bezogen. Ob tatsächlich noch heute mit dem Freispülen begonnen wird und die Luftkissen zum Einsatz kommen, ist nicht bekannt.
17. April, 13.45 Uhr: Mehrere Helfer wieder beim Wal
Aktuell sind wieder mehrere Helfer beim Wal im Einsatz. Der Ponton näherte sich zwischenzeitlich bis auf etwa 20 Meter Timmy, stoppte jedoch, als der Wal erneut seine Fluke aus dem Wasser hob.
17. April, 12.20 Uhr: Rettungsversuch verzögert sich
Was bereits vor Ort gemunkelt wurde, bestätigte Media-Markt-Gründer Walter Gunz, der zusammen mit der Unternehmerin Karin Walter-Mommert die erneute Rettungsaktion finanziert, jetzt gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Man sei "einen Tag hinten dran", da am ersten Einsatztag nicht alle geplanten Maßnahmen umgesetzt werden konnten.
Der ursprüngliche Zeitplan - Freispülen des Tieres am Donnerstag und Abtransport Richtung Atlantik am Freitag - ist damit nicht mehr haltbar.
Geplant sei weiterhin, den Wal auf einer Plane zwischen zwei Pontons zu transportieren. Dafür muss das Tier zunächst mit Luftkissen angehoben werden, nachdem zuvor Schlick unter ihm entfernt wurde. Anschließend sollen die Pontons von einem Schlepper ins offene Meer gezogen werden.
17. April, 12.09 Uhr: Weitere Details nicht bekannt gegeben
Wie genau es nun weitergeht, bleibt auch nach der Pressekonferenz unklar. Das Helferteam bat um Verständnis, dass derzeit nur eingeschränkt Informationen nach außen gegeben werden. Oberste Priorität habe es, die Maßnahmen vor Ort sorgfältig umzusetzen und die Einsatzkräfte zu schützen.
Zugleich betonten die Verantwortlichen, grundsätzlich transparent arbeiten zu wollen. Einblicke seien etwa über die Livestreams möglich, weitere Details sollen zu einem späteren Zeitpunkt folgen.
17. April, 12 Uhr: Tierärztin kritisiert frühere Maßnahmen
Weiter betonte die Tierärztin, dass bestimmte Maßnahmen wie das Abdecken mit den nassen Tüchern "schon längst hätte passieren müssen […] schon von Anfang an". Diese Maßnahmen seien entscheidend, denn: "Diese Haut regeneriert sich wieder im Salzwasser." Weswegen man aktuell auch mit einer bestimmten Salzwasser-Mischung den Wal benetzte.
Trotz ungewissem Ausgang zeigt sich das Team vorsichtig optimistisch: "Wir wissen alle nicht, wie es ausgeht", aber man sei "momentan guter Hoffnung" und habe "nach bestem Wissen gehandelt für das Tier".
17. April, 11.50 Uhr: Tierärztin: "Das ist kein In-Ruhe-sterben-Lassen!"
Bei der Pressekonferenz betonte die leitende Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert, dass das Tierwohl oberste Priorität habe. Kritik, man verlängere das Leiden des Wals, weist sie zurück: "Das hier ist kein In-Ruhe-sterben-Lassen, wie immer behauptet wird, gerade bei all den Lärmeinflüssen."
Im Gegenteil, die Tierärztin spricht von einem "Gefängnis" für Timmy in der Bucht vor der Insel Poel. Zumal der Wal laut ihr weiterhin "eine reelle Chance" habe.
Davon habe sie sich selbst überzeugt. "Ich war gestern und heute beim Wal. Er spürt unsere Energie und dass wir ihm helfen wollen, davon bin ich überzeugt!"
17. April, 11.22 Uhr: Schwimmender Bagger macht sich auf den Weg zum Wal
Wie im Livestream zu sehen ist, legt der schwimmende Bagger ab.
Langsam bewegt sich die Plattform (Ponton) in Richtung Wal.
17. April, 11.19 Uhr: Statement von Helfern angekündigt
Für 11.30 Uhr wurde ein Statement von Seiten des Helfer-Teams angekündigt. Laut Pressesprecherin mit der leitenden Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert und der Rechtsanwältin Constanze von der Meden an.
17. April, 10.48 Uhr: Wal wird mit nassen Tüchern bedeckt
Die Taucher bedecken Timmy wieder mit nassen Tüchern, die seine Haut vor der Sonne schützen sollen. Derzeit bewegt er sich nicht.
17. April, 10.15 Uhr: Alles wieder ruhig
Nach den kurzen Schrecksekunden und dem Aufbäumen von Timmy hat sich die Lage vor Ort wieder beruhigt. Der Wal bewegt sich derzeit nicht mehr. Ein Reporter berichtet, dass er nun etwas weiter links in Richtung Fahrrinne liegt.
Es wird vermutet, ob das Tier möglicherweise durch die Nähe der Rettungskräfte verunsichert wurde, die sich mit einem Stand-up-Paddleboard sehr nah an ihn herangewagt hatten. Nachdem sich die Einsatzkräfte zunächst zurückgezogen hatten, nähern sich nun erneut drei Taucher auf einem Stand-up-Paddleboard dem Wal.
17. April, 9.43 Uhr: Timmy schwimmt ein Stück
Befreit der Wal sich doch noch selber? Timmy zeigt aktuell starke Bewegungen, schlägt mehrfach mit der Fluke und bläst Fontänen und kommt sogar ein Stück vorwärts! Die Helfer, die noch am Wal waren, nehmen Abstand und beobachten das Ganze.
17. April, 9.15 Uhr: Rettung doch erst Samstag?
Nach Informationen von vor Ort könnte sich die eigentliche Rettung nun doch bis Samstag verschieben. Das ursprünglich geplante Rettungskonzept sei noch einmal überarbeitet worden, konkrete Details dazu sind bislang nicht bekannt.
Als möglicher Grund für die Verzögerung werden weiterhin laufende bürokratische Verfahren genannt. So muss die aus Hawaii eingeflogene Tierärztin derzeit im Eilverfahren von den zuständigen Behörden in Mecklenburg-Vorpommern noch anerkannt werden.
17. April, 8.48 Uhr: Taucher auf dem Weg zu Timmy
Erste Aktivitäten bei Timmy: Wie schon am Donnerstag wird die stark mitgenommene Haut des Wals mit Tüchern vor der Sonne geschützt. Aktuell sind sechs Taucher bei ihm, die kontrollieren sollen, wie es dem Wal geht, wie im Livestream von "NEWS5" zu sehen ist.
Laut TAG24-Informationen soll der Wal "gut" auf die Helfer reagiert haben.
17. April, 8.15 Uhr: Umweltminister ist vor Ort
Umweltminister Till Backhaus (67, SPD) ist am Hafen in Kirchdorf eingetroffen. "Wir sind zu der Überzeugung gekommen, dass es diese Chance gibt, dass dieses Projekt erfolgreich sein wird", sagte er in einem Statement vor Ort. Es gelte aber weiterhin, dass der Wal "ein schwer kranker Patient" sei.
Dennoch sei der Wal in "einem besseren Zustand als bisher erwartet". Der Umweltminister betonte auch noch mal, dass das Umweltministerium den erneuten Rettungsversuch "nur begleite". Die Verantwortung trage das Team rund um Karin Walter-Mommert und Walter Gunz, deren Rettungsversuch lediglich "geduldet" und nicht "genehmigt" worden sei.
17. April, 7 Uhr: Timmy soll heute gerettet werden
Nachdem am Donnerstag umfangreiche Vorbereitungen getroffen wurden - unter anderem brachten mehrere Lastwagen Material, darunter zwei Pontons in den Hafen von Kirchdorf -, soll am heutigen Freitag der erneute Rettungsversuch starten.
Geplant ist, den Wal mithilfe von Luftkissen anzuheben. Da der Wal seit mehr als zwei Wochen auf dem Meeresboden liegt, muss zunächst Sand unter ihm weggespült werden. Anschließend soll Timmy auf einer Plane zwischen zwei Pontons gelagert und von einem Schlepper in tiefere Gewässer gezogen werden - im Idealfall bis in den Atlantik.
Unterstützt werden soll die Aktion laut BILD-Informationen von einer spezialisierten Tierärztin aus Hawaii, die am Freitag eintreffen und den Einsatz begleiten soll. Dr. Jenna Wallace soll von den Initiatoren der neuen Rettungsaktion, Karin Walter-Mommert und Walter Gunz, angefragt worden sein.
16. April, 19.45 Uhr: Tücher vom Rücken des Wals entfernt
Die feuchten Tücher, die den Buckelwal kühlen und gleichzeitig vor der Sonneneinstrahlung schützen sollten, sind am Abend vom Rücken des Tieres entfernt worden.
Inzwischen halten sich auch keine Schwimmer mehr in seiner unmittelbaren Nähe auf.
16. April, 19 Uhr: Vorbereitungen im Hafen offenbar abgeschlossen
Die für den morgigen Rettungsversuch notwendigen Vorbereitungen im Hafen sind offenbar abgeschlossen worden. Die Pontons, mit deren Hilfe der Wal ins offene Meer gezogen werden soll, liegen bereit.
Am Freitag dürfte die Aktion damit beginnen, das Tier vom Schlick zu befreien. Anschließend soll der Wal mit einem Luftkissen angehoben und auf einer Plane zwischen den Pontons transportiert werden.
Entgegen der Ankündigung, dem Tier für den Rest des Tages Ruhe zu gönnen, befinden sich derzeit allerdings gleich sechs Mitglieder des Rettungsteams auf Stand-up-Paddeln in seiner unmittelbaren Nähe.
16. April, 18.26 Uhr: Wal soll bis morgen in Ruhe gelassen werden
Wie eine Sprecherin des Rettungsteams der Deutschen Presse-Agentur sagte, sollen die Maßnahmen vor Ort für heute unterbrochen und morgen fortgesetzt werden. Man wolle dem Wal Ruhe gönnen.
Aktuell ist allerdings noch ein Mitglied des Rettungsteams bei dem Tier im Wasser, wie im Livestream von NEWS5 zu sehen ist.
16. April, 17.43 Uhr: Erneut sind Schwimmer beim Wal
Wie schon mehrfach am heutigen Tag sind derzeit erneut mehrere Personen in unmittelbarer Nähe des Wals im Wasser.
Die Mitglieder des Rettungsteams versuchen, eine Verbindung zu dem Tier aufzubauen und es vor der Sonneneinstrahlung zu schützen - mithilfe von feuchten Tüchern und viel Wasser soll die Haut gekühlt werden.
16. April, 17.01 Uhr: Wal soll positiv auf Schwimmer reagiert haben
Jens Schwarck-Köhnke, Mitglied des Rettungsteams, erklärte vor Ort gegenüber NEWS5, dass der Wal positiv auf die Besucher im Wasser reagiert habe. Zwar seien seine bereits bekannten Verletzungen sichtbar, das Blasrohr sei aber nicht entzündet.
Der Sprecher bestätigte, dass die Tücher, die auf der Oberseite des Wals abgelegt wurden, der Kühlung und Befeuchtung dienten.
Zum weiteren Ablauf sagte Schwarck-Köhnke, dass man nicht mehr im ursprünglichen Zeitplan liege. Die Maßnahmen müssten im weiteren Verlauf auch immer auf das Verhalten und die Reaktionen des Wals abgestimmt werden.
16. April, 16.44 Uhr: Nabu-Experte glaubt nicht an erfolgreiche Rettung
Kim Detloff, Leiter der Abteilung Meeresschutz beim Naturschutzbund Deutschland (Nabu), glaubt nicht an eine erfolgreiche Rettung des Wals. Von der geplanten Aktion zeigt er sich überrascht.
"Ich hoffe, dass der Ehrgeiz einer Rettungsaktion nicht über dem Wohl des Tieres liegt", unterstrich er gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Im Zweifel müssten die Beteiligten auch den Mut haben, die Aktion abzubrechen.
Dass das Tier nach so langer Zeit immer noch am Leben sei, sei nicht zu erwarten gewesen. "Wir müssen mit Indizien arbeiten, und da sind Prognosen einfach sehr schwierig", räumte Detloff ein.
16. April, 16.12 Uhr: Eigentlicher Rettungsversuch erst am Freitag
Was sich bereits abgezeichnet hatte, steht nun fest: Der eigentliche Rettungsversuch soll erst am morgigen Freitag durchgeführt werden.
Die Vorbereitungen laufen zwar bereits auf Hochtouren, die Luftkissen und Pontons werden aber am Donnerstag noch nicht am Wal zum Einsatz kommen.
16. April, 16.04 Uhr: Im Hafen herrscht Hochbetrieb
Während der Buckelwal laufend von einem Schwimmer des Rettungsteams mit Wasser benetzt und beäugt wird, herrscht im Hafen in Poel Hochbetrieb.
Mehrere Arbeiter sind derzeit dabei, das für die Rettung nötige Equipment vorzubereiten und teilweise schon ins Wasser zu lassen.
Gut für den Wal, schlecht für die Arbeiter: Aktuell gibt es einen Wolkenbruch über der Insel Poel, es schüttet wie aus Eimern.
16. April, 15.21 Uhr: Die Hintergründe zum tollkühnen Rettungsversuch
Der aktuelle Rettungsversuch ist vermutlich die letzte Chance für den gestrandeten Buckelwal. Mithilfe von Luftkissen und Pontons soll ihm zur Freiheit verholfen werden.
Alle Details zu dem Versuch, den Hintergründen und den Initiatoren lest Ihr im Artikel: "Waghalsige Rettung: Wal soll lebend in Freiheit gelangen".
16. April, 15.04 Uhr: Buckelwal bekommt regelmäßig Besuch
Immer wieder sind Beteiligte aus dem Rettungsteam beim Buckelwal. Sie benetzen seine stark beanspruchte Haut mit Wasser.
Zudem legten sie mehrere Tücher auf das Tier.
16. April, 14.39 Uhr: Meeresbiologe hält Versuch für vielversprechend
Der Meeresbiologe Boris Culik schätzt den aktuellen Rettungsversuch als sehr vielversprechend ein. "Also, man kann ihn damit auf jeden Fall aufschwimmen", erklärte er gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.
Fraglich bleibe allerdings, ob der Wal die Maßnahmen tatsächlich überlebe. Hauptproblem sei das Netz, das sich mutmaßlich noch im Maul des Tieres befindet.
"Wenn man ihn nicht davon befreit, wie soll er sich dann ernähren und wieder zu Kräften kommen? Dann ist es letztlich der Abtransport eines sterbenden Tieres in andere Gewässer", verdeutlichte Culik.
16. April, 13.40 Uhr: Schwere Gerätschaften treffen im Hafen ein
Für wenige Minuten waren erneut zwei Experten mit nur einem Stand-up-Paddel beim Wal im Wasser. Und auch im Hafen tut sich etwas! Insgesamt drei LKWs und ein Kran sind angekommen.
Die Plane für den Transport des Buckelwals soll dort nämlich vorbereitet und auch zu Wasser gelassen werden.
16. April, 13.10 Uhr: Experten haben das Wasser wieder verlassen
Nach rund 45 Minuten im Wasser sind die Taucher nicht mehr in der Nähe des Wals. Was bleibt, ist ein kleines Tuch, das nun auf dem Rücken des Tieres in der Nähe seines Kopfes platziert ist.
Hin und wieder bewege er die Flossen, atme regelmäßig und kommuniziere auch durch Rufe. "Ich habe immer gesagt, ich werde diesen Wal bis zum Ende begleiten, in die Freiheit fürs Leben oder auch andersrum. Und dazu stehe ich", merkt Umweltminister Backhaus an.
16. April, 12.41 Uhr: Taucher benetzen "Timmy" weiter mit Wasser
Noch immer sind die Taucher direkt neben dem Wal und benetzen das Tier per Hand mit Wasser. Auch die Sprinkleranlage besprüht "Timmy" zusätzlich mit Wasser. Zudem wurde ein kleines Tuch auf den Wal gelegt. Die Hintergründe dazu sind bisher noch nicht ganz klar.
16. April, 12.14 Uhr: Erste Personen im Wasser
Es geht los: Sechs Personen befinden sich nun mit zwei Stand-up-Paddeln im Wasser direkt neben dem Wal.
Was geplant ist: Taucher sollen sich einen Überblick verschaffen. Außerdem soll noch heute damit begonnen werden, die Brustflossen freizuspülen. Ob diese Maßnahme jetzt direkt passiert, ist jedoch noch nicht ganz klar.
Immer wieder geben die Taucher Wasser auf den Rücken des Tieres. Es sind die ersten Annäherungsversuche des Rettungs-Teams.
16. April, 12 Uhr: Greenpeace unterstützt Rettungsaktion nicht
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace beteiligt sich nicht an der geplanten Rettungsaktion für den Buckelwal. "Nach allen uns vorliegenden Informationen ist dieser Wal krank und stark geschwächt", so die aktuelle Einordnung von Daniela von Schaper, Meeres-Expertin von Greenpeace, auf Nachfrage von TAG24.
"Laut wissenschaftlichen Gutachten des Deutschen Meeresmuseums und des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung sind die Erfolgsaussichten des Tieres bei einer Lebendbergung sehr gering und gehen mit einem hohen Verletzungsrisiko einher."
Von einer Lebendbergung sollte daher nach Auffassung von von Schaper abgesehen werden. Zuvor hatte sich Greenpeace über mehrere Tage an den Rettungsversuchen beteiligt. Jetzt wolle sich die Organisation darauf konzentrieren, den Schutz der Meere voranzubringen.
16. April, 11.41 Uhr: Rettungsteam ist vor Ort
Derzeit bereitet sich das Rettungs-Team ganz in der Nähe des Wals am Ufer vor - darunter auch der technische Leiter der Aktion. Die Vorbereitungen sollen noch einige Zeit in Anspruch nehmen, bis es letztendlich raus aufs Wasser geht.
16. April, 10.52 Uhr: Polizeischiff in der Nähe des Wals
Wie zuvor bereits angekündigt, wird auch die Polizei die Maßnahmen begleiten. Dazu ist nun das Polizeischiff "Uecker" aufs Wasser ausgerückt, das sich aktuell in der Nähe des Wals befindet.
Der Wal wird weiterhin mit Wasser benetzt. Taucher machen sich am Ufer bereit und ziehen ihre Neoprenanzüge an.
16. April, 10.06 Uhr: Backhaus erwartet weitere Wal-Strandungen
Umweltminister Backhaus geht von weiteren künftigen Wal-Strandungen an deutschen Küsten aus. "Der nächste Wal kommt bestimmt", erklärte er noch vor Beginn der Rettungsaktion am Donnerstag. Er verwies auf einen Beluga-Wal, der vor Flensburg gesichtet worden sei. "Das heißt, wir werden uns mit dem Thema weiter auseinandersetzen müssen."
Für den Umgang mit künftigen Strandungen forderte Backhaus eine überregionale Koordination. Dafür gebe es mit dem Havariekommando, das vom Bund und den Küstenländern für Schiffsunglücke gebildet wurde, eine geeignete Einheit.
16. April, 9.40 Uhr: Bislang keine Personen im Wasser
Die anfängliche Besprechung zwischen den Beteiligten auf der Insel Poel ist abgeschlossen. Dennoch sind bislang keine Maßnahmen im Wasser erkennbar. Die Aktion verzögert sich weiter.
Geplant war, dass ähnlich wie am Tag zuvor zunächst ein Taucher in die Ostsee steigt, um sich dem Tier vorsichtig zu nähern und zu beruhigen.
16. April, 8.35 Uhr: Umweltminister vor Ort eingetroffen
Umweltminister Till Backhaus (SPD) ist eingetroffen. Dieser hatte die weiteren geplanten Maßnahmen am Mittwoch in einer Pressekonferenz verkündet. Der Politiker hat große Hoffnung, dass die Rettung gelingt. Die Verantwortung für die Aktion liege allerdings komplett bei den Initiatoren, auch finanziell.
Die Besprechung mit allen Beteiligten ist nun abgeschlossen. "Wir werden alle Maßnahmen genau überwachen", so Backhaus im Gespräch mit NEWS5. "Wir haben gestern entschieden, dass wir die Aktion dulden. Auch im Sinne des Tierwohls. Jetzt warten wir auf die weiteren Maßnahmen."
Auch an Tag 17 vor der Insel Poel lebt das Tier weiter. "Deswegen glauben wir, dass er eine Chance hat. Und diese Chance wollen wir nutzen", so der Politiker. Der Gesundheitszustand des Tiers habe sich nicht verändert. Er atmet alle zwei bis fünf Minuten.
16. April, 8.05 Uhr: Auch internationale Verstärkung soll eintreffen
Nachdem der Start für die Rettungsaktion eigentlich für 6 Uhr geplant war, gibt es bislang noch immer keine bedeutenden Entwicklungen vor Ort.
Neben Experten aus Deutschland sollen auch internationale Profis eingeflogen sein, um den Prozess zu begleiten.
16. April, 6.50 Uhr: Erste Besprechungen gestartet
Es geht los! Die ersten Maßnahmen für die Vorbereitung der Rettungsaktion am Donnerstag werden getroffen. So sind unter anderem bereits einige Einsatzkräfte der Polizei vor Ort, die das Vorhaben begleiten.
Auch Besprechungen zum weiteren Vorgehen der Beteiligten vor Ort laufen. Am Mittwoch war zur Vorbereitung bereits ein Taucher im Wasser, um den Zustand des Buckelwals zu überprüfen.
Am heutigen Donnerstag sollen jedoch nur erste Maßnahmen zur Rettung vollzogen werden. Das eigentliche Anheben des Tiers soll offenbar frühestens am Freitag erfolgen. Ziel ist es, den Ozeanriesen aus dem Gebiet vor der Insel Poel herauszuführen und ihn schließlich in der Nordsee oder besser noch dem Atlantik freizulassen.
16. April, 6.34 Uhr: "Timmy" hat eine weitere Nacht überstanden
Während der Beginn der Rettungsaktion noch immer auf sich warten lässt, ist eine Sache jedoch klar: Der Buckelwal lebt weiterhin! Immer wieder ist zu sehen, wie das Tier kleine Fontänen ausstößt.