Ist der Buckelwal etwa erneut auf einer Sandbank in der Ostsee gestrandet?

Niendorf - Ein gestrandeter Buckelwal saß seit Montag auf einer Sandbank vor Niendorf (Schleswig-Holstein) fest. Zwar konnte er sich in der Nacht zu Freitag selbst befreien, doch nun scheint er erneut gestrandet zu sein! TAG24 berichtet im Liveticker.

Auch am Samstag wird weiter daran gearbeitet, den Wal ins offene Meer zu begleiten.  © Sea Shepherd

Experten vom Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) waren die vergangenen Tage vor Ort und arbeiteten gemeinsam mit der Feuerwehr an einer Lösung.

Mehrere Rettungsversuche liefen zunächst ins Leere. Am Freitag der Wendepunkt: Der Buckelwal war plötzlich verschwunden, hatte sich selbst befreit. Nachdem er zunächst gefunden wurde, versuchten Boote, dem Tier den Weg ins offene Meer zu zeigen.

Am Samstag soll das Begleiten des Wals weitergehen, allerdings wurde er seit mehreren Stunden von niemanden mehr gesehen. Doch dann plötzlich die erneute Wende!

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28. März, 14.28 Uhr: Buckelwal mehrfach vor Wismar gesichtet

Der befreite Buckelwal ist erneut von mehreren Augenzeugen gesichtet worden.

Der Meeressäuger befindet sich in der Wismarbucht, in der Nähe der unbewohnten Insel Walfisch. Das bestätigte das Umweltministerium in Schwerin.

"Es ist unklar, ob er feststeckt oder nicht", sagte der Ministeriumssprecher der dpa.

Um dem Wal in Notfall helfen zu können, sind Einsatzkräfte von der Wasserschutzpolizei Wismar und Rostock, Mitarbeiter des Deutschen Meeresmuseums, des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) und der Naturschutzorganisation Greenpeace im Wasser und am Land vor Ort.

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28. März, 13.57 Uhr: Wal offenbar erneut auf Sandbank gestrandet

Wie ein "Bild"-Reporter vor Ort berichtet, ist der Wal wieder gestrandet!

Demnach sei der Wal in der Wismarer Bucht auf Grund gelaufen. Greenpeace konnte die Strandung des Tieres noch nicht bestätigen.

Allerdings bestätigte Greenpeace, das der Wal vor der Insel "Walfisch" entdeckt worden ist.

28. März, 12.40 Uhr: Experten überprüfen Sichtung vom Wal bei Wismar

"Ich kann bestätigen, dass wir heute Vormittag eine Sichtungsmeldung bei Wismar hatten, die wir jetzt überprüfen", sagte Diana Meyen, Sprecherin des Deutschen Meeresmuseums in Stralsund.

Demnach werden auch Meldungen zu möglichen weiteren Sichtungen nahe der unbewohnten Insel Walfisch geprüft.

Außerdem wollen Experten des Meeresmuseums an Bord eines Bootes gehen, welches den Wal seit dem Morgen sucht.

Die Experten wollen den Wal finden, um ihn weiter in tieferes Wasser der Ostsee zu drängen. Im Idealfall soll der junge Wal den Weg von der Ostsee über die Nordsee zurück in den Atlantik finden.

Wal-Sichtungen können Menschen auf der Homepage des Meeresmuseums und per Telefon melden.

"Das Tier ist gestresst und geschwächt. Es ist wichtig, dass es nicht durch private Suchen zusätzlich Stress bekommt", ergänzte Meyen.

28. März, 11.17 Uhr: Schwimmt der Buckelwal kurz vor Wismar?

Der Buckelwal soll vor Wismar gesehen worden sein, berichtet Greenpeace gegenüber TAG24.

Die Wasserschutzpolizei sei nun auf dem Weg, um zu schauen, ob sich das Tier wirklich vor Ort befindet.

Schon vor einigen Wochen war der Buckelwal bereits nach Wismar geschwommen und geriet dabei in den Hafen.

28. März, 11.08 Uhr: Greenpeace ist auf dem Weg nach Boltenhagen

Noch immer gibt es keine Spur von dem Buckelwal. Greenpeace hat sich mit dem ITAW über das weitere Vorgehen besprochen.

Sie sind nun mit zwei Booten auf den Weg nach Boltenhagen, um der Wasserschutzpolizei dort ihre Hilfe anzubieten.

"Wir wollen gemeinsam Ausschau nach dem Wal halten", so Greenpeace.

Außerdem rufen Sie die Bevölkerung dazu auf, nach dem Wal zu schauen. Wer den Wal sieht, soll sich unter der offiziellen Hotline 0173 9688267 melden.

Das Boot "Uecker" der Wasserschutzpolizei fährt an der Ostseeküste vor Boltenhagen entlang und sucht nach dem Wal.  © Philip Dulian/dpa

28. März, 10.27 Uhr: Suche nach Buckelwal geht weiter

Ein Boot der Wasserschutzpolizei fährt weiterhin die Küste ab. "Das Seegebiet ist ziemlich riesig, das ist eine große Fläche für ein Boot, das ist schon Glückssache", sagte ein Sprecher.

Rund 65 Küstenkilometer fährt das Boot "Ucker" von der schleswig-holsteinischen Landesgrenze bis Warnmünde in Mecklenburg-Vorpommern.

Bis 18 Uhr soll die Suche nach dem Wal weiter nach dem Zufallsprinzip laufen. Je nach Entwicklung würde dann eine Nachtschicht übernehmen.

Zusätzlich ist das Polizeiboot "Walfisch" auf Streife unterwegs und unterstützt die Suche dadurch indirekt. Drohnen sollen bei der Suche momentan nicht eingesetzt werden. Außerdem setzt man zudem auf Sportboote, "die melden das dann auch an die Behörden, wenn die unterwegs sind und was sehen", erklärte der Sprecher.

Das Wasserschutzpolizeiboot "Uecker" sucht weiterhin nach dem Buckelwal. Um 10.38 Uhr befand sie sich vor der Küste zwischen Steinbeck und Redewisch (Mecklenburg-Vorpommern).  © Screenshot: Vesselfinder.com

28. März, 9.18 Uhr: Greenpeace fordert Boote an

Nach dem Abbruch der Rettungsaktion am Freitag hat die Umweltschutzorganisation Greenpeace nun vier Schlauchboote angefordert. Dennoch wollen die Einsatzkräfte eine erneute Sichtung abwarten.

Auch das Boot der Wasserschutzpolizei "Uecker" war bereits im Einsatz und befindet sich nun im Hafen Timmendorfer Strand.

Der Grund für die abgebrochene Aktion ist inzwischen ebenfalls bekannt: Demnach ließ sich der Wal nicht mehr von den Booten leiten und tauchte unter ihnen hindurch.

28. März, 8.28 Uhr: Bisher keine Wal-Sichtungen gemeldet - Suche läuft an

Seit Abbruch der Beobachtung des von einer Sandbank vor dem Niendorfer Strand befreiten Buckelwals am Freitag sind zunächst keine neuen Sichtungen gemeldet worden.

Die Suche solle bald aufgenommen werden, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei Wismar am Morgen. Das Tier sei wahrscheinlich in der westlichen Ostsee unterwegs.

Es habe keine Sichtungen gegeben, sagte er. Auch den Kollegen in Travemünde, mit denen man in Kontakt stehe, sei nichts bekannt. Eine Sprecherin der Meeresschutzorganisation Sea Shepherd sagte ebenso: "Wir warten auf Sichtungen aus der Bevölkerung." Man habe seit dem Freitagnachmittag keine Neuigkeiten.

Laut dem Sprecher der Wasserschutzpolizei soll demnächst das Boot "Uecker" auslaufen, um gezielt zwischen der schleswig-holsteinischen Landesgrenze und der Insel Poel in der Wismarer Bucht zu suchen.

Seit Tagen bangen Experten um den Wal in der Ostsee. Zwar befreite er sich, er hat aber noch einen weiten Weg Richtung Nordsee vor sich. Nachts wurde er offenbar nicht gesichtet.  © Marcus Brandt/dpa

27. März, 17.30 Uhr: Einsatzkräfte wollen am Samstag wieder rausfahren

Obwohl die Einsatzkräfte die Aktion am Freitag abgebrochen haben, geben sie nicht auf. Am Samstag wollen sie den Wal erneut begleiten und ihn ins offene Meer leiten.

Voraussetzung sei jedoch, dass die Position des Wals ausgemacht werden könne. Auch die Bevölkerung solle aufmerksam bleiben und gegebenenfalls Walsichtungen melden. TAG24 wird auch am Samstag wieder berichten.

27. März, 16.50 Uhr: Walbegleitung abgebrochen - So geht es weiter

Die Aktion der Boots-Eskorte wurde für heute abgebrochen! Das bestätigte Christin Otto von Sea Shepherd auf Nachfrage von TAG24. Der Grund? "Es gab keine Veränderung mehr und es war auch keine Veränderung mehr in Sicht", erklärt die Expertin. Der Wal halte sich nur noch sehr nahe an der Küste auf Höhe von Boltenhagen auf.

"Dann hat sich das Team dazu entschieden, ihn jetzt erst einmal in Ruhe zu lassen und Abstand zu geben", so Otto weiter. Demnach sei die Aktion für heute beendet.

Wie es morgen weitergeht? Sea Shepherd werde erste einmal auf Abruf zur Verfügung stehen. Schließlich müsse der Wal zunächst gefunden werden, um ihn weiter begleiten zu können. Ziel ist es jedoch weiterhin in Zusammenarbeit mit Wasserschutzpolizei und den anderen Organisationen das Tier in die richtige Richtung zu leiten.

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