Niendorf - Der gestrandete Buckelwal sitzt weiterhin auf einer Sandbank vor Niendorf (Schleswig-Holstein) fest. Die Retter wollen am Donnerstag im zweiten Anlauf einen Kanal für das Tier graben. TAG24 ist vor Ort und berichtet im Liveticker.
In der Nacht zu Montag war der Buckelwal wenige Meter vom Strand entfernt gestrandet. Experten vom Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) sind vor Ort und arbeiten gemeinsam mit der Feuerwehr an einer Lösung.
Am Montag hatten Retter immer wieder versucht, das Tier von einem Schlauchboot aus zum Schwimmen zu animieren.
Schiffe der Küstenwache fuhren an der Küste auf und ab, um künstlich Wellen zu erschaffen.
Bislang führte keine der ergriffenen Maßnahmen zum Erfolg - am Donnerstag sollen mehrere Bagger die Wende bringen.
26. März, 10.46 Uhr: Gestrandeter Wal liegt auf "einer Art Rampe"
Wie Meeresbiologe Lehmann nach seinem Tauchgang erklärte, liegt der Wal auf "einer Art Rampe". Sein Schwanz sei im tieferen Wasser, während der Kopf im absoluten Flachwasser liege.
Während des Tauchgangs konnte man beobachten, dass das Wasser im vorderen Bereich des Wales dem YouTuber nur bis zur Hüfte ging.
26. März, 10.22 Uhr: Bundeswehr wird bei Rettungsaktion nicht helfen
Vor Ort hatte es am Morgen Überlegungen gegeben, die Bundeswehr zur Unterstützung der Maßnahmen anzufordern.
Wie ein Sprecher des Landeskommandos Schleswig-Holstein gegenüber TAG24 am Vormittag erklärte, sei der dafür notwendige Amtshilfeantrag jedoch nicht gestellt worden.
Der Sprecher teilte zudem mit, dass die Bundeswehr auch nicht die geeigneten Fahrzeuge und Gerätschaften habe und zivile Unternehmen besser für unterstützende Maßnahmen geeignet seien.
26. März, 10.17 Uhr: Bagger haben ihre Arbeit aufgenommen
Nach dem Tauchgang haben auch die Bagger ihre Arbeit aufgenommen.
Der eine ist am Strand im Einsatz, der andere hat sich auf einem Schwimmponton platziert, um von dort den Kanal zum gestrandeten Wal anzulegen. Dieser soll 50 Meter lang, sechs Meter breit und 1,20 Meter tief werden.
26. März, 10.02 Uhr: Meeresbiologe sieht Erfolgschance bei 0,1 Prozent
Meeresbiologe Lehmann hat den äußeren Zustand des Wals als "sehr schlecht" beschrieben. Die Haut sei durch den zu niedrigen Salzgehalt der Ostsee stark in Mitleidenschaft gezogen. Darüber hinaus sei dem Tier die Angst und Unsicherheit anzumerken.
Gleichzeitig zeigte sich der YouTuber überrascht von der Vitalität des Wals. Dieser habe sofort reagiert, als er sich ihm beim Tauchgang genähert habe. "Und beide Augen sind auf. Das ist das absolut Entscheidende", unterstrich Lehmann.
Dennoch dämpfte der Experte die Erwartungen. Die Chance, dass der Wal es wieder zurück in den Atlantik schaffe, liege seiner Meinung nach bei 0,1 Prozent. Das wahrscheinlichste Szenario sei, dass das Tier sich nicht von der Stelle bewege, wenn der Kanal gebaggert worden sei.
26. März, 9.36 Uhr: Wal geht es den Umständen entsprechend okay
Dr. Stephanie Groß vom Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) erklärte, dass der Zustand des Wals den Umständen entsprechend okay sei.
Das Tier sei ansprechbar und reagiere auf Bewegungen, wie der Tauchgang gezeigt habe.
Die Bagger sollen nun zeitnah ihre Arbeit aufnehmen und dem Wal einen Kanal ins offene Meer buddeln.
26. März, 9.29 Uhr: Tauchgang beendet, Wal offenbar gestresst
Der Tauchgang von Lehmann ist nach nur wenigen Minuten bereits beendet.
Der Meeresbiologe musste sich während der Begutachtung immer wieder vom Wal entfernen. Das Tier machte durch Laute und Bewegungen mehr als deutlich, dass er sich durch den Tauchgang offenbar belästigt fühlte.
26. März, 9.13 Uhr: YouTuber Robert Marc Lehmann ist im Wasser
Es geht los: Meeresbiologe Robert Marc Lehmann ist soeben mit einem Feuerwehrboot zum Wal gebracht worden und anschließend ins Wasser gegangen.
Der YouTuber will das Tier aus nächster Nähe begutachten und dessen Zustand überprüfen.
26. März, 8.33 Uhr: Beginn der Rettungsaktion lässt auf sich warten
Der Beginn der Rettungsaktion verzögert sich. Offenbar sollen zunächst verschiedene Boote in Stellung gebracht werden, um dem Wal nach seiner geplanten Befreiung den Weg ins offene Meer weisen zu können.
Beteiligt sind neben Privatbooten demnach auch ein Boot der Seenotretter, ein Boot der Segelschule sowie ein Schiff der Küstenwache.
Der Wal reagiert währenddessen auf den Trubel um sich herum und ist nun wieder regelmäßiger und lauter zu hören als noch am frühen Morgen.
26. März, 7.51 Uhr: Schrecksekunde vor Beginn der Rettungsaktion
Vor dem Beginn der Rettungsaktion kam es zu einer kleinen Schrecksekunde: Der Trecker, der vermutlich den aufgebaggerten Sand wegbringen soll, war samt Anhänger zu nah ans Wasser gefahren und stecken geblieben.
Glücklicherweise konnte der Trecker vom Schaufelbagger wieder auf festen Grund gezogen werden.
26. März, 7.42 Uhr: Robert Marc Lehmann taucht zum Wal
Meeresbiologe Robert Marc Lehmann will sich ein ganz genaues Bild der Lage machen. Der YouTuber macht sich derzeit bereit für einen Tauchgang.
Wie Bürgermeister Sven Partheil-Böhnke erklärte, wolle Lehmann so den Zustand des Wals überprüfen. Quasi zeitgleich sollen die ersten Baggerarbeiten beginnen.
Der Politiker, der laut eigener Aussage sogar eine Interview-Anfrage von der "New York Times" bekommen habe, verdeutlichte, dass die Stimmung unter den Beteiligten angespannt sei. Alle hofften auf einen positiven Ausgang.
26. März, 7.11 Uhr: Rettungsaktion dürfte in Kürze beginnen
Die Einsatzbesprechung ist beendet.
In Kürze dürfte die Rettungsaktion beginnen.
26. März, 7.02 Uhr: Anwohner sollen Begleitboote zu Wasser lassen
Vor Ort ist die Rede von vier Anwohnern, die von Meeresbiologe und YouTuber Lehmann angeheuert worden seien. Sie sollen ihre privaten Boote als Begleitboote für den Wal zu Wasser lassen, um ihm nach der Befreiung den richtigen Weg zu weisen.
Unter ihnen soll auch die Frau sein, die den Wal entdeckt und die Polizei alarmiert hat.
26. März, 6.38 Uhr: Medieninteresse am gestrandeten Wal ist riesig
Das Medieninteresse vor Ort ist riesig. Unter anderem sind Kamerateams aus Russland und aus Italien anwesend, um über den gestrandeten Wal und die Rettungsversuche zu berichten.
Schaulustige sind zu so früher Stunde hingegen noch nicht am Strand unterwegs.
26. März, 6.29 Uhr: Vorbereitungen für Baggereinsatz laufen
Es herrscht bereits reges Treiben vor Ort - die Vorbereitungen für den Baggereinsatz laufen. Derzeit halten die Beteiligten vor Ort eine Einsatzbesprechung ab.
Unter ihnen ist auch Meeresbiologe und YouTuber Robert Marc Lehmann.
Der Wal ist weiterhin zu hören, allerdings deutlich leiser als in den vergangenen Tagen.
25. März, 19.20 Uhr: Baggereinsatz im Wasser soll offenbar erst am Donnerstag stattfinden
Bislang konnte der Schaufelbagger noch immer nicht im Wasser eingesetzt werden. Gegen 18.30 Uhr sei dieser noch immer erst einmal zusammengebaut worden, so Carsten Manheimer von der Meeresschutzorganisation Sea Shepherd auf Nachfrage von TAG24. "Ich nehme nicht an, dass er heute noch ins Wasser kommt", erklärt der Experte weiter.
Vermutlich werde das Gerät nach dem Zusammenbauen heute nur noch hinter eine Absperrung gefahren. "Und dann wird es morgen losgehen". Wann genau der Bagger am Donnerstag eingesetzt wird, sei nach Angaben von Manheimer jedoch noch nicht ganz klar.
Von 5.30 Uhr war die Rede. Andere hätten offenbar von 8 Uhr gesprochen. Abgesehen davon werde der Baggereinsatz ohnehin offenbar mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Schließlich sei der geplante Kanal, der zur Rettung des Wals gegraben werden soll, sehr lang.
25. März, 17.40 Uhr: Bagger für die mögliche Rettung angekommen
Der Schaufelbagger ist da! Er soll dabei helfen, das Tier endlich zu befreien. Nach Angaben des Baggerfahrers Tim Löhndorf von der Firma Ökologischer Gewässerdienst Wandhoff könnte der Ablauf nun wie folgt sein: Am heutigen Mittwoch solle wie zuvor bereits angekündigt, zunächst geübt werden.
Die eigentliche Rettungsaktion solle dann am frühen Donnerstagmorgen beginnen. Außerdem werde im Laufe des morgigen Vormittags noch ein zweiter Bagger geliefert. Dieser sei dann direkt einsatzbereit. So könne von Wasser- und Landseite gebaggert werden.
Mit den Baggern soll eine 50 Meter lange, sechs Meter breite und 1,20 Meter tiefe Rinne gegraben werden, erklärte Löhndorf der dpa weiter. Besonders herausfordernd seien dabei jedoch Wind und Strömung. Bei dem Fahrzeug, das heute geliefert wurde, handle es sich um einen schwimmfähigen Schaufelbagger.
25. März, 17.10 Uhr: Weiterer Experte zeigt sich wenig optimistisch
Auch Carsten Manheimer von der Meeresschutzorganisation Sea Shepherd hat sich gegenüber TAG24 verhalten zu den Überlebenschancen des Wals geäußert.
Dass das Tier den langen Weg zurück in den Atlantik angesichts seines Gesundheitszustandes finden und bewältigen könne, sei faktisch sehr unwahrscheinlich. Demnach sei der Wal selbst bei einem Erfolg der Saugbagger-Aktion "noch lange nicht gerettet".
Gleichzeitig betonte Manheimer, dass ein Rettungsversuch absolut sinnvoll sei, solange es der Zustand des Tieres laut den Experten vor Ort noch erlaube.
25. März, 16.27 Uhr: Robert Marc Lehmann glaubt nicht an Rettung
Meeresbiologe und YouTuber Robert Marc Lehmann, der laut eigener Aussage mittlerweile Teil des Expertenkomitees zur Rettung des gestrandeten Wals ist, hat auf Instagram über die geringen Erfolgschancen des Vorhabens gesprochen.
Demnach bedeute eine erfolgreiche Durchführung der geplanten Bagger-Aktion nicht, dass das Tier automatisch gerettet sei. Das sei erst der Fall, wenn der Buckelwal wieder bei guter Gesundheit zurück im Atlantik sei. "Die Chance darauf geht gegen null", verdeutlichte Lehmann.
Es sei viel wahrscheinlicher, dass das geschwächte Tier an einer anderen Stelle erneut strande, so der Meeresbiologe. Dennoch sei es richtig, einen Rettungsversuch zu unternehmen, unterstrich Lehmann, der sich zunächst noch dafür ausgesprochen hatte, das Tier in Ruhe sterben zu lassen.
25. März, 15.29 Uhr: Zustand des gestrandeten Wals unverändert
Dr. Stephanie Groß vom Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) hat sich zum Zustand des Wals geäußert - dieser sei unverändert.
Das Tier atme und bewege den Kopf regelmäßig, liege ansonsten aber ruhig im Wasser, betonte die Expertin gegenüber NEWS5.
Zur geplanten Bagger-Aktion sagte Groß, dass das Ziel sei, "drei, vier Meter auszubaggern", um dem Wal so zu ermöglichen, in tieferes Wasser zu gelangen.
25. März, 15.10 Uhr: Probelauf mit Bagger am Mittwoch geplant
Wie Bürgermeister Sven Partheil-Böhnke erklärte, soll der große Bagger gegen 15.30 Uhr vor Ort eintreffen. Anschließend müsse er noch vorbereitet werden, was circa zwei Stunden dauern werde. Anschließend sei ein Probelauf geplant.
Am morgigen Donnerstag soll dann der richtige Versuch unternommen werden, dem Wal mithilfe eines Kanals zur Freiheit zu verhelfen. Dabei soll dann auch noch ein weiterer, dritter Bagger zum Einsatz kommen.
Die Hoffnung sei groß, dass die Maßnahmen funktionierten und der Wal es annehme, so Partheil-Böhnke. "Einen Plan B haben wir nicht", verdeutlichte der Politiker. Sollte der Versuch scheitern, müssten weitere Möglichkeiten ausgelotet werden.
25. März, 14.42 Uhr: Gestrandeter Wal größer als bisher angenommen
Der gestrandete Wal ist offensichtlich größer als bisher angenommen. Joseph Schnitzler vom Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) erklärte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, dass er wahrscheinlich zwischen 12 und 15 Meter lang sei. Zuvor war von 10 bis 12 Metern die Rede gewesen.
Das Gewicht dürfte sich auf geschätzte rund 15 Tonnen belaufen. Das Alter sei schwer zu bestimmen, auch wegen der Hautveränderungen im Zuge der Strandung, so Schnitzler.
25. März, 11.13 Uhr: Neuer Bagger im Anmarsch, doch die nächsten Probleme deuten sich an
Nachdem der Einsatz eines Saugbaggers am Dienstag schon nach kurzer Zeit abgebrochen werden musste, weil der Sand um das Tier herum zu fest ist, wurde ein anderer Bagger angefordert.
Das Gerät soll nach Angaben eines Reporters vor Ort gegen 14 Uhr eintreffen.
Ein Einsatz am Mittwoch sei aber höchst unwahrscheinlich, so Dennis Sontopski, Hauptamtsleiter der Gemeinde Timmendorfer Strand, im Gespräch mit TAG24. "Natürlich soll das alles schnellstmöglich losgehen, aber aufgrund des starken Windes ist es im Moment gar nicht möglich", erläutert Sontopski.
Laut Deutschem Wetterdienst soll der Wind am Abend nachlassen.
25. März, 10.08 Uhr: Sturm peitscht das Wasser aus der Bucht
Mit bis zu 105 Stundenkilometern peitscht der Sturm über Norddeutschland - und das aus der gänzlich falschen Richtung.
"Das Wasser wird scheinbar gerade aus der Bucht gedrückt und damit wird es flacher. Das kann dann für den Wal noch schwieriger werden", sagte Carsten Manheimer am Mittwochmorgen gegenüber TAG24.
Der Skipper befindet sich derzeit auf der "Triton", dem Schiff der Organisation Sea Shepherd Deutschland e.V., in Travemünde.
Xaver Lange kann das Gefühl des Tierschützers bestätigen. "Der Sturm drückt das Wasser aus der westlichen Ostsee. Dadurch erreichen wir heute Wasserstände von 35 Zentimetern unter Normalnull", so der Experte vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie.
In der Nacht zu Donnerstag sinkt das Wasser um weitere 5 Zentimeter. Zum Vergleich: "Die ganzen letzten Tage hat sich der Wasserstand bei einer leichten Tide im Bereich zwischen -10 bis +10 Zentimeter bewegt", erklärte Lange.
25. März, 8.30 Uhr: Der Buckelwal lebt, aber wird ruhiger
Auch am dritten Tag liegt der Wal noch Nahe der Einfahrt zum Niendorfer Hafen. Die Sicherheitskräfte, die den Wal vom Land aus vor Schaulustigen abschirmen, berichten, dass das Tier ruhiger geworden ist.
Die Position sei laut Reporter vor Ort unverändert.
24. März, 17.26 Uhr: Meeresschützer hält Maßnahmen für "gerechtfertigt"
Carsten Manheimer von der Meeresschutzorganisation Sea Shepherd bewertete das Vorhaben, den Wal mithilfe eines Saugbaggers zur Freiheit zu verhelfen, gegenüber TAG24 als "vernünftig". Es sei vor allem wichtig, dass nicht an dem Tier gezerrt und gezogen werde.
Anders als zum Beispiel Meeresbiologe und YouTuber Robert Marc Lehmann, der auf Instagram gefordert hatte, das Tier in Ruhe sterben zu lassen, halte er die Maßnahmen für "gerechtfertigt".
Manheimer kritisierte vor allem, dass Lehmanns Einschätzung auf Bilder und Videos basiere, während er und andere Experten sich vor Ort ein eigenes Bild des Zustands des Wals gemacht hätten.
"Der Wal ist nicht kurz vor dem Kollabieren und sieht auch nicht unterernährt aus", unterstrich Manheimer. Wenn er irgendwann wirklich nicht mehr zu retten sei, werde man ihn natürlich in Ruhe lassen, unterstrich er.
24. März, 16.44 Uhr: Sand rund um den Wal zu fest für den Saugbagger
Dr. Stephanie Groß vom Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) erklärte vor Ort, dass der Sand rund um den Wal zu fest für den Saugbagger sei.
"Das heißt, der Saugbagger kriegt den Sand nicht angelöst und kann ihn auch nicht abpumpen. Es ist jetzt ein anderer Bagger angefordert worden", so Groß. Dieser soll jedoch erst am morgigen Mittwoch eintreffen und am Donnerstag einsatzbereit sein.
Wie die Expertin weiter mitteilte, seien für den Moment keine weiteren Maßnahmen geplant. "Wir wollen das Tier nicht weiter stressen", erläuterte Groß.
24. März, 16.24 Uhr: Einsatz von Saugbagger nach kurzer Zeit gestoppt
Was ist da los? Der Einsatz des Saugbaggers wurde nach nur wenigen Minuten schon wieder gestoppt. Die genauen Hintergründe waren zunächst unklar.
Der Saugbagger hatte zunächst in einiger Entfernung von dem Wal Sand abgesaugt, um das Tier an die Geräusche zu gewöhnen. Anschließend war der Bagger mit einem Polizeiboot zum Wal gebracht worden.
Kurz nach dem Beginn der Maßnahmen wurde der Bagger jedoch wieder zurück an Land gebracht. Derzeit beraten sich die Experten vor Ort über die weiteren Schritte.
24. März, 15.31 Uhr: Gestrandetem Wal und Rettern läuft die Zeit davon
Ein Wettlauf gegen die Zeit: Wie Bürgermeister Sven Partheil-Böhnke erklärte, wird ein um 50 Zentimeter sinkender Wasserstand in der Lübecker Bucht erwartet.
"Das wäre natürlich eine Katastrophe für das Tier. Dann hat es nachher nicht mehr genug Wasser unter sich und dann kann es sein, dass er mit seinem eigenen Körpergewicht seine Organe erdrückt", verdeutlichte er. Entsprechend sei bei den Rettungsmaßnahmen "Eile geboten".
24. März, 15.13 Uhr: Bürgermeister schimpft über Gaffer: "Widerlich"
Sven Partheil-Böhnke, Bürgermeister von Timmendorfer Strand, hat sich vor Ort mit scharfen Worten zu Gaffern und Schaulustigen geäußert. "Das finde ich abartig und widerlich. Das ist nicht schön. Da fragt man sich dann immer: 'Was treibt Menschen dazu? Wie sind die erzogen?'"
Mehrere Personen hätten demnach versucht, sich mit Schlauch- oder Ruderbooten dem Tier zu nähern. "Und das ist für das Tier natürlich eine zusätzliche Qual (...). Die Ostsee ist ohnehin sehr laut und da mit einem Schlauchboot an das Tier ranzufahren oder mit Ruderbooten ist einfach widerlich", schimpfte der Politiker.
Ein TAG24-Reporter hatte bereits am Montag beobachtet, wie ein älterer Mann sich mit einem Schlauchboot dem Wal nähern wollte. Er wurde letztlich von der Polizei daran gehindert.
24. März, 14.38 Uhr: Expertin äußert sich zur Haut des gestrandeten Wals
Gute Nachrichten: Ursula Siebert, Leiterin des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW), hat gegenüber TAG24 Entwarnung bezüglich der kränklich aussehenden Haut des Wals gegeben.
Eine Hautreaktion sei bei einem in der Ostsee nicht heimischen Tier nicht ungewöhnlich. Die Haut sehe schlimmer aus, als der Zustand wirklich sei, so Siebert. Sie betonte zudem, dass sich die Haut auch wieder erholen könne.
Die Expertin bekräftigte darüber hinaus, dass der Wal noch sehr lebhaft sei, sodass die geplanten Rettungsmaßnahmen in jedem Fall gerechtfertigt seien.
24. März, 13.45 Uhr: Saugbagger soll das Tier befreien
Die Gemeinde Timmendorfer Strand hat gemeinsam mit den Experten vom ITAW offenbar einen Plan für die nächste Maßnahme entwickelt.
"Wir werden ihm einen Kanal sozusagen bauen, der ihn dann direkt in die offene Ostsee führen kann", erklärt Bürgermeister Sven Partheil-Böhnke im Gespräch mit TAG24.
Der Sand soll um das Tier herum abgebaut werden.
Der Bagger sei schon angefordert. Um 14.30 Uhr soll es vor Ort noch eine Einsatzbesprechung geben, um 15 Uhr ist der Start der Rettungsmaßnahme geplant.