Frost-Schock in Sachsen: Minus 26 Grad!
Marienberg - Bibberkälte im Erzgebirge! In der Nacht zu Dienstag sanken die Temperaturen auf eisige minus 26 Grad.
Der Kältepol war mal wieder der Marienberger Ortsteil Kühnhaide, an der Grenze zur Tschechischen Republik. Laut Kachelmannwetter zeigten die Thermometer gegen 4 Uhr am Dienstagmorgen minus 26,1 Grad.
Die örtliche Wetterstation meldete in der Bachsenke sogar minus 28,8 Grad, und sogar aktuell sind noch immer minus 14 Grad in dem Grenzörtchen.
Die Kälte hatte Auswirkungen auf die Natur, aber auch auf Autos, ohne Frostschutzmittel ging nichts mehr und durch den extremen Frost fror der Bach "Schwarze Pockau" zu.
Doch warum ist es ausgerechnet in Kühnhaide immer so kalt? Denn der Marienberger Ortsteil ist nicht zum ersten Mal die "Kältekammer Sachsens".
Das kommt daher, dass der Erzgebirgsort am Oberlauf der "Schwarzen Pockau" in einem talsohlenartigen Hochtal (auf etwa 730 Metern über Normalnull) liegt, das von Wäldern begrenzt ist. In klaren Nächten bilden sich hier Kälteseen und die eisige Luft kann durch die Wälder nicht abfließen.
Erst Ende der Woche etwas wärmer
Selbst bei größter Hitze im vergangenen Sommer sanken die Temperaturen in dem Erzgebirgsort auf den Gefrierpunkt ab. Im Juli, während ganz Deutschland im Hitzesommer schwitzte, zeigte das Thermometer in der Bachsenke frostige minus 0,3 Grad.
Auch im Winter fallen hier die Kälterekorde reihenweise. Im vergangenen November wurden beispielsweise schon minus 25 Grad gemessen.
In den kommenden Tagen bleibt es frostig kalt in Sachsen. Laut Deutschem Wetterdienst werden in der Nacht zu Mittwoch bis zu minus neun Grad erwartet, im Bergland bis minus 14 Grad.
Der Donnerstag bleibt ebenfalls noch frostig kalt, bevor am Freitag die Temperaturen mal wieder deutlich über den Gefrierpunkt steigen und drei bis fünf Grad erreichen.
Titelfoto: Montage: André März (2)

