Hitze im Liveticker: Erneut Temperaturrekord in Deutschland - 41,5 Grad gemessen

Deutschland - Seit Tagen lässt eine Hitzewelle Menschen in Deutschland kräftig schwitzen. Am Samstag wurde gar ein neuer Rekord in Sachsen-Anhalt aufgestellt: 41,5 Grad zeigte das Thermometer in Möckern-Drewitz an. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) könnte es am Wochenende sogar noch heißer werden!

Schatten und eine Menge Wasser! Bei den aktuellen Temperaturen kommt jede Abkühlung recht.  © Daniel Löb/dpa

Im Osten, speziell in der Lausitz, seien 42 Grad möglich. In den übrigen Teilen Deutschlands werden demnach 32 bis 38 Grad erwartet.

Die extreme Hitze könnte schon am Samstag Konsequenzen haben, heftige Unwetter drohen! Besonders an der Nordseeküste sowie vom westlichen Mittelgebirgsraum bis in den Nordosten werden teils schwerste Gewitter erwartet.

Auch am Sonntag soll es laut DWD nicht nur warm, sondern mit Sturmböen, Starkregen und Hagel auch nass und so richtig ungemütlich werden.

Wetter Deutschland Hitze-Rekord in Bayern: 40,8 Grad in Kitzingen! Warum es ausgerechnet dort so heiß wird

TAG24 berichtet für Euch in einem Liveticker über die aktuellen Entwicklungen.

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27. Juni, 18.10 Uhr: Drastische Maßnahme wegen Hitze - LVB stellen Tram-Betrieb bis Mitternacht ein

Aufgrund der Wetterverhältnisse löst sich an vielen Stellen der Asphalt in der Messestadt. Nun reagieren die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) mit einer drastischen Maßnahme.

Demnach wird der Betrieb sämtlicher Straßenbahnlinien bis 23.59 Uhr eingestellt. Aktuell arbeite man daran, einen Schienenersatzverkehr mit Bussen einzurichten, erklärte ein Sprecher auf TAG24-Nachfrage.

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27. Juni, 17.49 Uhr: Brand in der Gohrischheide - Feuerwehr kommt nicht ran

Knapp ein Jahr nach dem verheerenden Waldbrand in der Gohrischheide in Sachsen ist dort erneut ein Feuer ausgebrochen.

Die betroffene Fläche sei von zunächst drei auf inzwischen 19 Hektar angewachsen, sagte Zeithains Bürgermeister Mirko Pollmer (parteilos).

Rund 100 Einsatzkräfte seien derzeit im Einsatz, zudem seien Löschhubschrauber und ein geschütztes Löschfahrzeug angefordert worden.

Die Feuerwehr kann das Feuer wegen der Munitionsbelastung derzeit nicht direkt bekämpfen. "Eine aktive Brandbekämpfung durch unsere Kameraden ist erneut nicht möglich aufgrund der Munitionsbelastung", sagte Pollmer.

Die Einsatzkräfte stünden stattdessen an munitionsfreien Wegen und beobachteten die Ausbreitung des Feuers.

27. Juni, 17.37 Uhr: Erneut Temperaturrekord in Deutschland - 41,5 Grad gemessen

Den zweiten Tag in Folge hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach vorläufigen Angaben einen Temperaturrekord in Deutschland registriert.

Der vorläufige Höchstwert von 41,5 Grad wurde um 16.20 Uhr in Möckern-Drewitz in Sachsen-Anhalt gemessen, wie der Wetterdienst auf Anfrage mitteilte.

Der Anstieg auf dem Thermometer nimmt kein Ende. (Symbolfoto)  © Thomas Warnack

27. Juni, 17.06 Uhr: Metronom empfiehlt Verzicht auf Zugreisen

Die extreme Hitze führt zu erheblichen Einschränkungen im regionalen Zugverkehr.

Mehrere hitzebedingte Störungen an der Schieneninfrastruktur beeinträchtigen den Betrieb der Metronom-Züge, wie das Unternehmen mitteilte.

Gleichzeitig erreichten auch die Klimaanlagen in den Fahrzeugen ihre technischen Leistungsgrenzen. Es werde versucht, ein Grundangebot im Zugverkehr aufrechtzuerhalten. 

Auch die Deutsche Bahn gab eine Reisewarnung angesichts der Wärme heraus. Samstag und Sonntag solle auf alle nicht dringend notwendigen Reisen im Fern- und Regionalverkehr verzichtet werden.

Die extremen Temperaturen im Land führen derzeit zu erheblichen Problemen im Schienenverkehr.  © Moritz Frankenberg/dpa

27. Juni, 17 Uhr: Waldbrandgefahr in Teilen des Landes extrem hoch

Ein DWD-Meteorologe sagte am Samstagmittag: "Die aktuelle Hitzewelle ist ungewöhnlich."

Sie werde am Samstag ihren Höhepunkt erreichen. "Wir hatten jetzt lange Zeit ein Hoch nach dem anderen und viel Sonneneinstrahlung", erklärte er.

Anhaltende Trockenheit lässt auch die Waldbrandgefahr in Teilen Deutschlands steigen. Vor allem in Brandenburg, in Teilen Mecklenburg-Vorpommerns sowie in Sachsen und Sachsen-Anhalt steht auf dem Waldbrand-Gefahrenindex mit Blick auf Sonntag die höchste Warnstufe.

Zum Start in die neue Woche soll das Risiko für Waldbrände deutschlandweit wieder sinken. Dann bringen vereinzelte Schauer im Nordwesten sowie Regen und teils kräftige Gewitter im Rest des Landes eine spürbare Abkühlung.

Mit 25 bis 29 Grad sei zu rechnen, lokal im Osten und Südosten auch bis 31 Grad. An der Küste ist es erneut etwas kühler.

Die Waldbrandgefahr ist durch die Hitze in Deutschland drastisch gestiegen. (Symbolfoto)  © Stefan Sauer/dpa

27. Juni, 16.54 Uhr: Verbreitete Gewittergefahr in der Nacht auf Sonntag

Am Nachmittag und Abend werden in Nordseenähe und von den westlichen Mittelgebirgen bis in den Nordosten hinein kräftige Gewitter erwartet.

Auch Unwetter mit heftigem Starkregen, Hagel und Sturmböen seien nicht auszuschließen, warnte der DWD. Am Sonntag soll sich die Hitze in weiten Teilen des Landes noch halten.

Von Franken bis nach Brandenburg erwarten Meteorologen wieder hohe Temperaturen von 39 bis 41 Grad, in der Lausitz sogar bis 42 Grad. Erst zum kommenden Montag versprechen Regen und Gewitter Abkühlung, sodass die Temperaturen verbreitet unter die 30 Grad-Marke rutschen sollen.

27. Juni, 16.35 Uhr: 40-Grad-Marke vielerorts geknackt

Deutschland schwitzt: Noch hält der bundesweite Hitzerekord vom Freitag aus Saarbrücken mit 41,3 Grad, doch schon am frühen Nachmittag wurde in gleich mehreren Bundesländern die 40-Grad-Marke geknackt.

Wie ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) auf Anfrage mitteilte, meldete die Wetterstation Möckern-Drewitz in Sachsen-Anhalt kurz nach 14 Uhr bereits 40,5 Grad. Knapp 40,4 Grad wurden in Waghäusel-Kirrlach in Baden-Württemberg erreicht, 40,2 Grad in Kahl am Main in Bayern.

"Es kann gut sein, dass der Hitzerekord heute noch geknackt wird", sagte der Sprecher. Vergleichsweise kühl war es dagegen laut DWD an der Nordseeküste Schleswig-Holsteins in Sankt Peter-Ording mit 22,8 Grad.

In vielen Teilen Deutschlands kletterte das Thermometer heute auf über 40 Grad Celsius. (Symbolfoto)  © Carsten Koall/dpa

27. Juni, 16.01 Uhr: Siebenjähriger verbrüht sich durch heißen Gartenschlauch

Ein siebenjähriger Junge hat sich in einer Kleingartenanlage in Neuss mit heißem Wasser aus einem Gartenschlauch Verbrühungen im Gesicht zugezogen.

Wie die Polizei mitteilte, spielte das Kind am Freitagnachmittag mit dem Schlauch, der zuvor bei den hohen Temperaturen in der Sonne gelegen hatte.

Der Junge wurde zur Behandlung in eine Kinderklinik gebracht. Weitere Verletzte gab es laut Polizeiinformationen nicht.

Durch die andauernde Hitze hatte sich das Wasser im Gartenschlauch aufgeheizt. (Symbolfoto)  © Frank Rumpenhorst/dpa

27. Juni, 15.45 Uhr: Bremen knackt Poolnudel-Rekord mit 434 Teilnehmern

Bremen kann sich seit dem Samstagmittag "Poolnudel-Hauptstadt" nennen.

Im Horner Bad ist der eingetragene Rekord aus dem Guinness-Buch für die meisten gleichzeitig auf Poolnudeln treibenden Menschen geknackt worden. 434 Teilnehmer ließen sich gleichzeitig mit ihren bunten Schwimmhilfen durch das Wasser treiben und überboten damit die bisherige Bestmarke aus den USA deutlich.

Zu der Aktion unter dem Motto "Mission Poolnudel" hatten der Radiosender Bremen Vier und die Bremer Bäder aufgerufen. Mitmachen konnte jeder Schwimmer – entweder mit einer eigenen Poolnudel oder mit einer der bereitgestellten Schwimmhilfen.

Damit möglichst viele Bremer dabei sein konnten, war der Eintritt in das Freibad von 10 bis 13 Uhr kostenlos. 

Rund 434 Menschen knackten in Bremen den Poolnudel-Rekord.  © Kai Moorschlatt/dpa

27. Juni, 15.27 Uhr: Schwindel, Kreislauf, Notruf! Alarmierungen "gehen hintereinander weg"

Die Hitze sorgt in weiten Teilen von Brandenburg und Berlin vermehrt für Einsätze der Feuerwehren und Rettungsdienste.

In Oft handele es sich um Menschen mit Kreislaufproblemen, aber auch um ausgelöste Brandmeldeanlagen, Badeunfälle oder Feuer. Im Nordosten Brandenburgs kam es bereits zu kleineren Waldbränden.

Auf der A12 versorgten Einsatzkräfte Menschen, die im Stau standen, am Mittag mit Wasser und Essen. Das berichtete die Leitstelle Oderland.

Auch in Berlin und Brandenburg bewegen sich die Einsatzkräfte aufgrund der Hitze rund um ihr Limit. (Symbolfoto)  © Jörg Carstensen/dpa

27. Juni, 15.14 Uhr: Hitzefrei bei der Kieler Woche – den Seglern fehlt der Wind

Der 132. Kieler Woche fehlte auch an Tag acht der Wind. Nach 48 Wettfahrten am Freitag mussten einen Tag vor Ende der weltgrößten neuntägigen Segelserie am Samstag das Sportprogramm abgesagt werden.

Meteorologe Sebastian Wache, meistgefragter Mann an der Förde, sagte: "Die Rekordhitze mit rund 35 Grad hat auch Schilksee im Griff, bringt aber nicht die erhoffte thermische Seebrise, weil teils Wolken einer ersten Störung mit Gefahr von Blitz und Donner das Land abdecken."

Die Gefahr schwerer Gewitter und Orkanböen sah Wache erst für die Nacht zum Sonntag. Bis dahin galt: kein Wind zum Segeln. Der Kieler-Woche-Wettfahrtleiter Fabian Bach sagte das Samstagprogramm nach mehreren Startverschiebungen um 14.12 Uhr ab.

Zigtausende Sehleute an den Ufer konnten sich dennoch an maritimen Bildern erfreuen, als die traditionelle Windjammerparade der Kieler Woche unter Führung der "Thor Heyerdahl" vorbeizog.  © Frank Molter/dpa

27. Juni, 14.54 Uhr: Kölner Feuerwehr findet sieben Menschen bewusstlos in ihren Wohnungen

Überwiegend seien die Personen mit lebensbedrohlichen Überhitzungen im Dachgeschoss entdeckt worden. Ein Mensch musste reanimiert werden.

Selbst körperlich fitte Personen seien mit einer Körpertemperatur von 42 Grad in Lebensgefahr geraten. Die Einsatzkräfte appellierten. "Besucht Eure Nachbarn, ruft Eure Eltern an, schaut nach Freunden und Bekannten - ein kurzer Kontakt kann Leben retten."

Der Rettungsdienst der Feuerwehr Köln ist eigenen Angaben nach inzwischen an seiner Kapazitätsgrenze angelangt. (Symbolfoto)  © Marijan Murat/dpa

27. Juni, 14.44 Uhr: Autobahnmeistereien kontrollieren verstärkt Zustand der Strecken

"Zur Früherkennung erfolgen in Hitzephasen verstärkte Streckenkontrollen", sagte ein Sprecher der Autobahn GmbH.

Hitzeschäden würden umgehend ausgebessert. Bei Betonfahrbahnen würde in der Regel die betroffene Stelle mit Asphalt aufgefüllt. Bei Asphaltschichten kann es wegen der Hitze laut AutobahnGmbH zu Verformungen und Spurrinnen kommen.

Der Grund dafür liegt häufig im Bitumen. "Es ist elastisch und kann bei hohen Temperaturen ab etwa 60 Grad Celsius weich werden", erklärte der Sprecher.

Zu Schäden wie hier auf der A2 in Brandenburg soll es eigentlich nicht kommen. Wenn doch, rücken die Autobahnmeistereien so schnell wie möglich aus.  © Michael Bahlo/dpa

27. Juni, 14.35 Uhr: Waldbrandgefahr vor allem im Osten groß

Anhaltende Trockenheit lässt auch die Waldbrandgefahr in Teilen Deutschlands steigen.

Vor allem in Brandenburg, in Teilen Mecklenburg-Vorpommerns sowie in Sachsen und Sachsen-Anhalt steht auf dem Waldbrand-Gefahrenindex mit Blick auf Sonntag die höchste Warnstufe.

Zum Start in die neue Woche soll das Risiko für Waldbrände deutschlandweit wieder sinken. 

Beim Gang in den Wald gilt erhöhte Vorsicht.  © Matthias Rietschel/dpa

27. Juni, 14.31 Uhr: Trotz Rekordhitze wird in München CSD gefeiert

Bei 36 Grad ist der Christopher Street Day unter dem Motto "Unsere Vielfalt. Unsere Stärke" angelaufen. Laut einem Sprecher laufe alles gut. Der Veranstalter rechnet mit bis zu 500.000 Besuchern.

Die Demonstration für die Rechte sexueller Minderheiten zieht von der Erhardtstraße an der Isar zur Ludwigstraße zwischen Odeonsplatz und Siegestor. Flankiert wird sie bis Sonntag von Partys und anderen Veranstaltungen, etwa einem Straßenfest.

Auch Laurence und Katja waren am Samstag in München auf der Straße und haben trotz Hitze CSD gefeiert.  © Felix Hörhager/dpa

27. Juni, 14.25 Uhr: Deutsche Bahn ruft Fahrgäste auf, Reisen im Fern- und Regionalverkehr zu meiden

Die Deutsche Bahn und weitere Eisenbahnverkehrsunternehmen haben ihre Fahrgäste wegen der Hitze aufgerufen, zu Hause zu bleiben.

"Bitte vermeiden Sie heute und morgen alle nicht dringend notwendigen Reisen im Fern- und Regionalverkehr", erklärten die Bahn und der Bundesverband Schienennachverkehr (BSN) am Samstag. Gebuchte Tickets können kostenlos storniert werden.

"Die Verkehrsinfrastruktur in Deutschland ist an diesem Wochenende stark von der Rekord-Hitze betroffen", erklärten DB und BSN. "Auch der Schienenverkehr leidet unter den Extrem-Temperaturen.

Auf die Deutsche Bahn scheint nicht immer die Sonne. An diesem Wochenende dafür umso mehr. Fahrgäste sollen aufgrund der Hitze daheim bleiben. (Archivfoto)  © Christoph Soeder/dpa

27. Juni, 14.19 Uhr: Klimageräte und Ventilatoren Mangelware

Laut BILD vermelden die Hotlines von MediaMarkt und Saturn in Ingolstadt auf Anfrage, dass entsprechende Bestände aufgebraucht seien.

Über eine Verfügbarkeit in anderen Märkten könne demnach keine Auskunft gegeben werden. Bedeutet wohl auch: die Klima-Lager sind nicht nur in Bayern leer!

Ventilatoren und Co. sind derzeit Mangelware in Deutschland. Wohl dem, der ein solches Gerät zuhause hat. (Symbolfoto)  © Hendrik Schmidt/dpa

27. Juni, 14 Uhr: Obacht auf der A2! Hitze sprengt Fahrbahn regelrecht auf

Auf der A2 brauchen Autofahrer derzeit starke Nerven. Wegen massiver Hitzeschäden an der Fahrbahn sind gleich zwei Abschnitte voll gesperrt.

Betroffen sind der Bereich bei Burg (Landkreis Jerichower Land) in Fahrtrichtung Hannover sowie ein Abschnitt zwischen Ziesar und Wollin in Richtung Berlin. An beiden Schadstellen laufen Reparaturarbeiten.

Die Fahrbahn der A2 ist an einigen Stellen durch die Hitze regelrecht aufgesprengt worden.  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

27. Juni, 13.20 Uhr: Toter in Seniorenheim, Bewohner müssen raus

Ein Bewohner eines Seniorenheims in Dormagen (NRW) ist in der Nacht auf Samstag verstorben. Das teilte die Stadt auf ihrer Website mit.

Darüber, ob der Tod in Zusammenhang mit der Hitze steht, machte die Stadt keine Angaben. Fakt ist, dass Einsatzkräfte im Gebäude Temperaturen von mehr als 35 Grad feststellten. Ein Notarzt veranlasste für die 167 Bewohner umfassende Schutzmaßnahmen.

Während zehn von ihnen in Kliniken gebracht wurden, wurde in der Heim-Caféteria ein klimatisierter Notaufenthaltsraum eingerichtet. Parallel dazu werden externe Aufenthaltsmöglichkeiten vorbereitet, um mobile Heimbewohner gegebenenfalls temporär dort unterbringen zu können.

Für besorgte Angehörige hat die Stadt Dormagen ein Bürgertelefon eingerichtet. Im Bereich der Virchowstraße und der angrenzenden Straßen kann es im Laufe des Tages zu Verkehrsbehinderungen und zeitweisen Straßensperrungen kommen.

Bürgermeister Erik Lierenfeld (40, SPD) appellierte, auf sich und andere Bürger, speziell Senioren, zu achten.

Mitarbeiter des Roten Kreuzes kümmerten sich im Seniorenheim um die älteren Herrschaften. Zehn mussten in Krankenhäuser gebracht werden.  © Henning Kaiser/dpa

27. Juni, 12.29 Uhr: Lange Schlangen vor Berliner Freibädern

Auch in der Hauptstadt knallt die Sonne vom Himmel, Temperaturen rund um die 40-Grad-Marke werden erwartet.

Kein Wunder also, dass sich schon am frühen Samstag lange Schlangen vor den Türen der Freibäder bildeten. Bis zur Abkühlung war also Geduld gefragt.

Wer sich im "Sommerbad am Insulaner" im Stadtteil Schöneberg abkühlen wollte, musste am Samstag etwas Geduld mitbringen.  © Andreas Heimann/dpa

27. Juni, 12.24 Uhr: Sachsens Landeschef Kretschmer kann Hitze "gar nicht leiden"

Ministerpräsident Michael Kretschmer (51, CDU) forderte daher auch mehr Schatten und Wasser in Städten. Ein landesweiter Hitzeschutz-Plan ist aus seiner Sicht aber nicht nötig.

"Was wir machen müssen, ist Klimaanpassung. Städte brauchen Schatten, Städte brauchen Wasser, also Orte, wo es kühl ist. Da müssen wir mehr machen", sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Dresden.

In der Bevölkerung sei bei dem Thema Hitze schon viel Umsicht vorhanden. Kretschmer selbst versucht der Wärme aus dem Weg zu gehen: "Hitze ist etwas, das ich gar nicht leiden kann."

Michael Kretschmer (51, CDU) mag es eher kühl. Mit Anzug und Krawatte kann es im Sommer auch schnell mal ungemütlich werden.  © Robert Michael/dpa

27. Juni, 12.18 Uhr: Hessische Kommunen schlagen Wasser-Alarm!

Stadt und Kreis Offenbach blicken mit großer Sorge aufs Wetter: An diesem Wochenende droht der Wassernotstand.

Menschen im betroffenen Gebiet sollen ihren Wasserverbrauch daher drastisch reduzieren. Die Kapazitäten des Wasserversorgers ZWO seien ausgeschöpft, es könne nicht noch mehr Wasser gefördert werden.

Über den Rand der Schale am Kaiserbrunnen in Frankfurt am Main läuft das Wasser jedenfalls noch. Aber Frankfurt ist auch nicht Offenbach ...  © Andreas Arnold/dpa

27. Juni, 12.13 Uhr: Fahrspur auf A7 wegen Hitzeschaden bis Montag gesperrt

Wegen eines Hitzeschadens in der Fahrbahn wurde ein Fahrstreifen im Süden Hamburgs aus dem Verkehr gezogen.

Der Hauptfahrstreifen in Richtung Norden kann in Höhe der Anschlussstelle Hamburg-Marmstorf auf 2,5 Kilometern nicht befahren werden. Dort hatte sich stellenweise die Asphaltdeckschicht abgelöst.

Bis Montagnachmittag um 15.30 Uhr soll die Sperrung andauern. Die Ausfahrt Marmstorf sei ebenfalls gesperrt worden, die Auffahrt sei verkürzt, stehe aber weiter zur Verfügung. 

Die Straßenschäden auf der A7 Höhe Marmstorf in Fahrtrichtung Norden sind deutlich sichtbar. Hitze macht auch den Autobahnen zu schaffen.  © Handout / Berlin/Autobahn GmbH/dpa

27. Juni, 12.08 Uhr: Bahnbetreiber stellt Verkehr in NRW am Nachmittag ein

Bahnbetreiber National Express stellt am Nachmittag in Nordrhein-Westfalen wegen der hohen Temperaturen vorübergehend den Betrieb aller RRX-Linien ein.

Betroffen sind zwischen 13 und 19 Uhr die Linien RE1, RE4, RE5, RE6 und RE11. Die Züge fallen auf dem kompletten Laufweg aus. Die Maßnahme diene dem Schutz der Fahrgäste und Mitarbeitenden und solle verhindern, dass es unter den aktuellen außergewöhnlichen Wetterbedingungen zu ungeplanten Zugausfällen kommt.

Fahrgäste der RRX-Linien müssen sich nach Alternativen umsehen - oder lieber im kühlen Zuhause bleiben. (Archivfoto)  © Henning Kaiser/dpa

27. Juni, 12.03 Uhr: Hitze-Hotspot in Bayern ist die Kleinstadt Kitzingen

Die Hitze in Bayern bricht Rekorde: Der Deutsche Wetterdienst hat am Freitag mit 40,8 Grad im unterfränkischen Kitzingen die höchste Temperatur registriert, die jemals im Freistaat gemessen wurde.

Und sowieso: Kitzingen ist ein echter Hitze-Hotspot! Die Kleinstadt nahe Würzburg war bereits im vergangenen Jahr am 2. Juli mit 39,1 Grad nach DWD-Angaben der heißeste Ort im Freistaat. 

Auch im bayerischen Kitzingen ist es in Anbetracht der Hitze ratsam, immer etwas zu trinken bei sich zu haben.  © Daniel Löb/dpa

27. Juni, 11.42 Uhr: Heftige Unwetter drohen, Wetterdienst warnt

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt für dieses Wochenende vor heftigen Unwettern.

Am Samstag werden nachmittags und abends an der Nordseeküste sowie vom westlichen Mittelgebirgsraum bis in den Nordosten lokale kräftige Gewitter erwartet.

Auch für Sonntag sind gebietsweise teils schwere Gewitter mit erhöhter Unwettergefahr angekündigt. Laut DWD drohen Sturmböen, heftiger Starkregen und großer Hagel.

Es drohen kräftige Gewitter über Deutschland.  © Patrick Pleul/dpa

27. Juni, 11.35 Uhr: Städte- und Gemeindebund ruft zum Wassersparen auf und bringt Verbote ins Spiel

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) hat die Bürger wegen der Hitze dringend zum Wassersparen aufgerufen und notfalls Verbote ins Spiel gebracht.

"Bei dieser Hitze appelliere ich dringend an den gesunden Menschenverstand, in den kommenden Tagen bitte ganz besonders sparsam mit dem kostbaren Wasser umzugehen", sagte Hauptgeschäftsführer André Berghegger der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstagsausgabe).

Zunächst solle so lange wie möglich auf Freiwilligkeit gesetzt werden, sagte Berghegger. "Wenn das nicht funktioniert, müssen die Behörden vor Ort auch Verbote aussprechen." Berghegger beklagte zugleich fehlende Mittel für ausreichenden Hitzeschutz in den Kommunen.

Geht es nach dem Deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGB), dann sollte derzeit kein Tropfen Wasser verschwendet werden. (Symbolfoto)  © 123RF/koca777

27. Juni, 11.27 Uhr: Temperaturrekord in Deutschland und nächste Höchstwerte in Sicht

Am Freitag wurden 41,3 Grad in Saarbrücken-Burbach im Saarland registriert - die höchste Temperatur, die jemals in Deutschland gemessen wurde. Der Rekord könnte bald geknackt werden.

Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) könnte das Thermometer schon an diesem Wochenende örtlich auf 42 Grad steigen. Vor allem in der Lausitz soll es richtig heiß werden. In den übrigen Teilen Deutschlands werden 32 bis 38 Grad erwartet.

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