So schaffst Du es endlich, den Keller aufzuräumen

Willst Du schon seit Monaten oder gar Jahren den Keller aufräumen, aber weißt nicht, wie? Dann setzt Du Dein Vorhaben mit diesen Tipps erfolgreich um und hast eventuell sogar Spaß dabei.

Weitere nützliche Artikel gibt's im Reinigungsratgeber.

Damit Ordnung herrscht, sollte man gelegentlich den Keller aufräumen.
Damit Ordnung herrscht, sollte man gelegentlich den Keller aufräumen.  © 123rf/casamediacasamedia

Wird etwas in der Wohnung nicht gebraucht, landet es schnell im Keller. Dort werden die Sachen jedoch meist achtlos gelagert - ist ja schließlich nur der Keller.

Irgendwann rächt sich die Achtlosigkeit jedoch und der Keller füllt sich unkontrolliert mit Gerümpel und gleicht schnell einer Müllhalde.

Jetzt gilt es den inneren Schweinehund zu überwinden und etwas Ordnung ins Chaos zu bringen. Es ist also Zeit zu entrümpeln.

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Wie man seinen Keller aufräumen kann, erfährst Du im Anschluss - inklusive Checkliste. Dann muss man das Ganze nicht mehr länger aufschieben.

Checkliste: Keller richtig aufräumen

Mit dieser Checkliste kann man seinen Keller aufräumen. Tipps dazu folgen.
Mit dieser Checkliste kann man seinen Keller aufräumen. Tipps dazu folgen.  © Bildmontage: Adobe Stock/Robert Kneschke, TAG24/CB

Dank einer einfachen Checkliste sieht man alle Aufgaben auf einen Blick und kann sie nach und nach erledigen.

Mit den folgenden detaillierten Tipps dazu und einer hilfreichen Schritt-für-Schritt-Anleitung kann man einen Keller systematisch entrümpeln und aufräumen, ohne im Chaos zu versinken.

Wie schaffe ich Ordnung im Keller?

Ist man gerade motiviert, den Keller aufzuräumen, sollte man dies nutzen und ein zeitnahes Datum festlegen, an dem man das Vorhaben umsetzt. Will man sicher gehen, dass man diesen Termin wahrnimmt, kann man Freunden davon erzählen, die einen ansonsten zur Rechenschaft ziehen könnten.

Weiß man bereits, dass man viele sperrige Dinge entsorgen muss, kann man vorab den Sperrmüll anmelden.

Bevor man mit dem Aufräumen des Kellers beginnt, sollte man sich ein Zeitlimit setzen. Hat man vorerst nur drei Stunden Zeit, trifft man unvermeidliche Entscheidungen schneller.

Sinnvoll ist es zudem, sich nicht zu viel vorzunehmen, sich jedoch Ziele zu setzen und auch mal Pausen zu machen. Gerade auf engem Raum ist man von der Masse häufig schnell überwältigt und kommt nicht mehr weiter. Da hilft oft kurzer Abstand.

Wer gerne Sachen abhakt und von To-do-Listen motiviert ist, kann sich auch eine Checkliste schreiben und diese abarbeiten. Auch die folgenden Ideen können motivieren:

  • Vorher-Nachher-Bilder
  • Ziel setzen: Wofür macht man es - z. B. für mehr Platz für Hobbys, für den Vorrat an Marmelade, um generell Sachen schneller zu finden oder um den Raum ganz anders zu nutzen?
  • Spaß: Räume den Keller zusammen mit dem Partner, Mitbewohnern oder Freunden auf oder lasse Dich von Musik motivieren.
  • Finde längst vergessene Schätze.
  • Mache etwas Geld mit Deinem Vorhaben und verkaufe gut erhaltene Dinge.

Was wird zum Ausmisten des Kellers benötigt?

Neben der nötigen Motivation wird zum Keller-Aufräumen prinzipiell nicht viel gebraucht. Ratsam sind die folgenden Dinge:

  • Schwerlast- oder Kellerregale, (wasser-)dichte Boxen und kleinere Kartons für Kleinteile
  • Europaletten, um das Eingelagerte vor Wasserschäden in feuchten Kellern zu bewahren
  • Sticker oder Stifte zur Beschriftung von Boxen
  • Werkzeug und Hilfsmittel zum Saubermachen oder Zusammenbauen der Regale
Der Ausblick auf einen sauberen Keller kann sehr motivieren.
Der Ausblick auf einen sauberen Keller kann sehr motivieren.  © 123RF/benedamiroslav

Anleitung: Schritt für Schritt gegen Chaos im Keller

So wird's gemacht: Mit den folgenden drei Schritten kann man einen Keller aufräumen - und zwar clever und effektiv.

1. Keller entrümpeln

Bevor man beginnt, im Keller zu entrümpeln, sollte man ihn gedanklich in drei Bereiche teilen. Nun sortiert man nach Dingen, die man behalten, entsorgen oder verkaufen beziehungsweise verschenken möchte. Dabei hilft der Ansatz nach Marie Kondo.

Man kann das Aussortieren auch als Bummel durch den eigenen Keller sehen. Würde man den Gegenstand selbst nicht mehr kaufen und hat er keinen sentimentalen Wert, kann er entsorgt werden.

Andere hilfreiche Fragestellungen sind:

  • Warum besitzt man das Objekt?
  • Warum möchte man es behalten (sentimentaler Wert, Sammlerstück, nützlich)?
  • Ist das Objekt den Platz, den es einnimmt, wirklich wert?
  • Wird man den Gegenstand sicher noch verwenden?
Gegenstände zum Entsorgen oder Weitergeben sollten anschließend gleich aus dem Keller geräumt werden. So entsteht zum einen Platz und zum anderen läuft man nicht Gefahr, den Krempel aus Bequemlichkeit doch stehenzulassen.

Loswerden kann man den Müll auf dem Wertstoffhof, im Sperrmüll oder im Hausmüll. Noch intakte und brauchbare Dinge lassen sich beispielsweise online verkaufen, verschenken oder an ein Sozialkaufhaus spenden.

Bei Unsicherheiten hilft zudem der Entsorgungsratgeber von TAG24.

2. Keller putzen

Hat man den Keller von überflüssigem Kram befreit, bietet sich die beste, seltene Gelegenheit, den Keller so gut wie möglich zu putzen. Diese sollte man nutzen, wenn es ordentlich sein soll.

Entstaube dazu alle vorhandenen Regale und sauge oder fege einmal durch den Kellerraum.

3. Keller organisieren

Nach dem Kellerentrümpeln ist vor dem Aufräumen - Regale helfen.
Nach dem Kellerentrümpeln ist vor dem Aufräumen - Regale helfen.  © 123RF/dropthepress

In dem etwas sauberen Keller können nun die übrig gebliebenen Objekte wieder sinnvoll eingeräumt werden. Vor Feuchtigkeit von unten können Europaletten schützen.

Ordnung schafft man vor allem durch Regale. Mit ihnen kann man zudem die Höhe des Raumes ausnutzen, auch wenn Kellerräume häufig nicht besonders hoch sind.

Um lange von der Arbeit zu profitieren, sollte man seinen Keller mit System einräumen. Das Eingelagerte sollte geordnet, leicht zugänglich, ohne Umräumen erreichbar und der Inhalt ohne Öffnen erkennbar sein.

Daher sollte man Gleiches zu Gleichem in Boxen packen. Deko, Klamotten und Co. können zusätzlich nach Jahreszeit sortiert und eingeräumt werden. Zudem ist es ratsam, die Dinge nach ihrer Häufigkeit der Nutzung zu sortieren und anzuordnen.

Wichtig: Vermeiden sollte man das Herumliegen einzelner, loser Gegenstände. Ansonsten wird's schnell wieder chaotisch.

Fazit

Ordnung in seinen zugestellten Keller zu bringen, ist kein kleines Vorhaben. Bei so viel Angesammeltem ist es nicht leicht, auszumisten und den Keller auszuräumen.

Aber mit der richtigen Motivation und den genannten Tipps kann man einen Keller aufräumen und dabei sogar etwas Spaß haben. Es lohnt sich!

Titelfoto: 123rf/casamediacasamedia

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