Waschmaschine reinigen: Diese 4 Schritte sind unheimlich wichtig!

Schimmel, Kalk und Schmutz setzen Waschmaschinen ganz schön zu und können auch die Funktion beeinträchtigen. Daher ist es sehr wichtig, regelmäßig die Waschmaschine zu reinigen.

Beim Reinigen der Waschmaschine sollte man alle erreichbaren Teile gründlich säubern - z. B. auch die Manschette in der Tür.
Beim Reinigen der Waschmaschine sollte man alle erreichbaren Teile gründlich säubern - z. B. auch die Manschette in der Tür.  © 123RF/Sergey Mironov

Wenn die frisch gewaschene Wäsche müffelt oder die Waschmaschine stinkt, kann es sein, dass es Zeit ist für eine gründliche Waschmaschinenreinigung. Die sollte man ca. alle vier Monate (je nach Wasserhärte) durchführen.

Wer seine Waschmaschine reinigen möchte, sollte Schritt für Schritt vorgehen und dabei keinen auslassen. Ansonsten bilden sich hartnäckige Ablagerungen aus Kalk, Fett und anderem Schmutz oder sogar Schimmel.

Das führt zu schmutziger Wäsche mit Schlieren oder sogenannten Fettläusen sowie verkalkten Teilen, die auch in ihrer Funktion beeinträchtigt werden können.

Darf eine Thermoskanne in die Spülmaschine oder geht sie davon kaputt?
Reinigungsratgeber Darf eine Thermoskanne in die Spülmaschine oder geht sie davon kaputt?

Wie man bei der Waschmaschinenreinigung am besten vorgeht, verrät die folgende Vier-Schritte-Anleitung.

Weitere hilfreiche Putz- & Reinigungstipps findest Du übrigens im Reinigungsratgeber.

Die wichtigsten Infos für Schnellleser:

  • Die Restfeuchte in der Maschine ist ein Bakterienherd und Nährboden für Schimmel.
  • Die komplette Maschine sollte gereinigt werden: Trommel, Manschette, Flusensieb, Waschmittelfach und -tunnel.
  • Milde Seifenlauge und keine aggressiven Reiniger verwenden.
  • Sowohl zur Reinigung als auch zwischendurch sollte ein Waschgang mit hoher Temperatur durchlaufen.
  • Natron, Essig und Zitronensäure sind verdünnt gute Hausmittel.

Waschmaschine reinigen: So einfach geht's

Rote und bräunliche Schlieren sind ebenso ein Zeichen für Bakterien wie grauer Schlamm. Schwarze Punkte und Flecken sind meist Stockflecken und damit ein Zeichen für Schimmel. Um über den Schmutz Herr zu werden, sollte man alle zugänglichen Teile der Waschmaschine reinigen. Dazu einfach die folgenden Schritte ausführen:

1. Waschmittelfach reinigen

Viele vernachlässigen die Reinigung des Waschmittelfachs – das einlaufende Wasser nimmt also schon hier Schmutz mit in die Waschtrommel.
Viele vernachlässigen die Reinigung des Waschmittelfachs – das einlaufende Wasser nimmt also schon hier Schmutz mit in die Waschtrommel.  © 123RF/g215

Die Schublade, wo das Waschmittel eingefüllt wird, kann man komplett herausziehen (langsam, damit nichts abbricht).

Am besten legt man die Schublade zuerst für etwa zehn Minuten in eine milde, lauwarme Seifenlauge, damit sich der Schmutz löst.

Anschließend mit Schwamm und einer Zahnbürste, die auch in kleinste Ecken kommt, reinigen und abwischen. Zum Schluss einfach noch einmal in der Dusche abbrausen.

So schaffst Du es endlich, den Keller aufzuräumen
Reinigungsratgeber So schaffst Du es endlich, den Keller aufzuräumen

Auch das Schubfach sollte von innen mit einem Schwamm und mildem Seifenwasser gereinigt werden. Diesen Schritt kann man erledigen, während die Schublade einweicht.

Ist alles gereinigt, einfach die Schublade wieder hineinschieben.

Wichtig:

Die Schublade sollte nie ganz geschlossen werden nach dem Waschgang, damit Restfeuchtigkeit entweichen kann und es zu keiner Schimmelbildung kommt.

2. Das Flusensieb der Waschmaschine kontrollieren und reinigen

Auch das Flusensieb, das sich am unteren Rand der Maschine befindet, muss geprüft werden. Manchmal verfangen sich dort Münzen oder andere kleine Gegenstände, die man beispielsweise vergessen hat, aus der Hosentasche zu nehmen. Haben sich Kleinstteile im Flusensieb verfangen, kann die Maschine nicht mehr richtig abpumpen. Außerdem führen auch dort Ablagerungen zu unangenehmen Gerüchen.

Um das Flusensieb zu kontrollieren, geht man folgendermaßen vor:

  • Handtuch bis an den Rand der Waschmaschine legen.
  • Eine flache Schale (Tipp: ein flaches Backblech) davor legen, die das austretende Wasser auffängt.
  • Klappe öffnen.
  • Den Ablaufschlauch ein Stückchen herausziehen, langsam öffnen und so das Restwasser herauslaufen lassen.
  • Flusensieb aufdrehen (Vorsicht, auch da kann noch Wasser auslaufen!) und prüfen, ob sich dort Gegenstände befinden, die versehentlich mitgewaschen wurden.
Das Flusensieb und den Tunnel reinigen, alles wieder zusammenbauen – fertig.
Wenn die Textilien nach der Wäsche nicht frisch duften, sollte man dringend die Waschmaschine reinigen.
Wenn die Textilien nach der Wäsche nicht frisch duften, sollte man dringend die Waschmaschine reinigen.  © 123RF/Andriy Popov

3. Die Manschette der Waschmaschine reinigen

An der Manschette, das ist der Dichtungsring aus Gummi am Trommeleingang, bleibt allerlei Schmutz hängen. Daher sollte man sie regelmäßig abwischen, am besten einmal im Monat, ansonsten bildet sich dort grauer Schlamm und langfristig hartnäckiger Schmutz, den man nicht mehr so leicht wegbekommt.

Dazu einen nassen Lappen und milde Seifenlauge nehmen, die Dichtlippe behutsam wegklappen und unter der Manschette entlang wischen. Man sollte bei der Reinigung dieses Teils auf keinen Fall Säuren wie Essig verwenden, da es das Gummi angreifen und porös machen kann.

Wenn man die Manschette regelmäßig abwischt, ist dieser Schritt sehr schnell erledigt.

4. Die Trommel der Waschmaschine reinigen

Nun geht's ans Herzstück der Maschine: die Waschtrommel. Da man an den Laugenbehälter, der die Trommel umgibt, nicht herankommt, muss man ein Waschprogramm mit einem Reinigungs- und Pflegemittel durchlaufen lassen. Von professionellen Reinigern bis hin zu alten Hausmitteln gibt es hierbei verschiedene Möglichkeiten.

ao.de rät in Waschmaschine reinigen und entkalken mit Hausmitteln unter anderem zur Verwendung von Natron, da es Pilzen, Keimen und Bakterien den Garaus macht und zugleich die Materialien schont.

Waschmaschinenreinigung | Anleitung:

  • 50 Gramm Natron unverdünnt ins Waschmittelfach geben.
  • Waschgang bei mindestens 60, besser 90 Grad durchlaufen lassen.
  • Nach etwa 15 Minuten das Programm pausieren für ca. 30 Minuten, damit die Lauge einwirken kann.
  • Nach der Pause komplett durchlaufen lassen – dann ist auch die Trommel sauber.

Tipp: Wenig oder keinen Weichspüler benutzen!

Weichspüler ist erstens nicht sonderlich ökologisch und zweitens enthält er Lanolin (Wollfett), das die Ablagerungen in der Waschmaschine verstärkt und auch die Bildung von Fettläusen begünstigt.

Wichtig:

Genau wie die Schublade sollte man die Waschmaschinentür möglichst niemals schließen, vor allem nach dem Waschgang. Ansonsten kann sich wegen der Restfeuchtigkeit Schimmel in der Trommel bilden.

Wer das Ganze lieber mit einer Video-Anleitung durchführen will, ist mit diesem YouTube-Tutorial gut beraten:

Fazit: So klappt's mit der Waschmaschinenreinigung

Wie oft sollte man seine Waschmaschine reinigen?

  • Ca. alle vier Monate (je härter das Wasser ist, desto häufiger).

Wie reinigt man die Waschmaschine am besten?

  • Indem man keinen Schritt auslässt: Waschmittelschublade und -fach, Flusensieb, Manschette und Trommel nacheinander reinigen.
Womit reinigt man die Waschmaschine schonend?
  • Am besten ist eine milde Seifenlauge, um alles abzuwischen. Sie ist nicht so aggressiv, aber löst Schmutz dennoch zuverlässig.
  • Die Trommel sollte durch einen Waschgang mit hoher Temperatur und einem geeigneten Reinigungsmittel gesäubert werden.
  • Als Hausmittel eignen sich Natron pur oder Essig und Zitronensäure mit Wasser vermischt. Allerdings muss man gerade bei den Säuren auf die richtige Dosierung achten, sonst können Gummi und Metalle beschädigt werden.
Wer seine Waschmaschine pflegt, wird nicht nur mit frischer Wäsche belohnt, sondern verlängert auch das Leben des Geräts.

Titelfoto: 123RF/Sergey Mironov

Mehr zum Thema Reinigungsratgeber: