Erstausstattung Hund: Das brauchst Du für Deinen Vierbeiner

Du hast Dich für einen Hund als Haustier entschieden und stehst jetzt vor der Frage, was Du als Grundausstattung für den Anfang brauchst? TAG24 hat für Euch eine Checkliste und nützliche Tipps zur Erstausstattung Eures neuen Hundes zusammengestellt.

Wer sich einen Hund halten möchte, braucht die richtige Erstausstattung.
Wer sich einen Hund halten möchte, braucht die richtige Erstausstattung.  © unsplash/Vander Films

Endlich ist es so weit, und ein neuer Mitbewohner auf vier Pfoten zieht ein. Trotz aller Vorfreude bedarf es auch einiger Vorbereitungen, damit der Start in das gemeinsame Leben gelingt.

Als Hundehalter trägt man die Verantwortung für das Tier und dessen Gesundheit. Man möchte natürlich, dass sich der kleine Welpe oder der neue Hund richtig wohlfühlt, alles Nötige hat und sich schnell einlebt. Daher sollte man sich vorher eine grundlegende Ausrüstung für die Hundehaltung zulegen.

Im Tierbedarf und Zoofachhandel wird man meist mit einem Überfluss an Produkten konfrontiert, bei dem man schnell den Überblick verliert und nicht mehr weiß, was wirklich für die Hundehaltung sinnvoll ist.

TAG24 hat für Euch die wichtigsten Punkte zur Erstausstattung für Hunde zusammengefasst, sodass der Anfang der gemeinsamen Zeit alles andere als schwer wird.

Checkliste für die Erstausstattung Hund

Mit der passenden Ausstattung hat der neue Hund alles, was er braucht, und kann sich entspannen.
Mit der passenden Ausstattung hat der neue Hund alles, was er braucht, und kann sich entspannen.  © unsplash/Taylor Sondgeroth

Die Grundausstattung für den Hund umfasst:

  • Körbchen, Schlafbox oder Hundebett
  • Decken und Kuscheltier
  • Futter, Leckerli
  • Futter- und Trinknäpfe (rutschfest)
  • Geschirr oder Halsband (am besten verstellbar)
  • Leinen, Schleppleine eventuell mit LED-Licht oder Reflektoren
  • Kotbeutel
  • Kauartikel und anderes Spielzeug.

Zusätzliche Ausrüstung für die Hundehaltung:

  • Decke für unterwegs
  • Hundemarke
  • Hundepfeife oder Klipper zum Trainieren
  • Transportbox für das Auto oder Hundekorb für das Fahrrad
  • Bürste und Pflege für das Fell (abhängig von der Hunderasse)
  • Maulkorb (bei älteren Hunden)
  • Zeckenzange und eventuell ein Erste-Hilfe-Set für Hunde.

Diese Listen haben keinen Anspruch auf absolute Vollständigkeit, sondern führen grundlegende Anhaltspunkte für die Hundehaltung auf. Allgemein hängt es von der Rasse des Hundes ab, was genau er braucht und wie groß die Sachen teilweise sein sollten. Bedenke bei den Anschaffungen, dass Dein Hund meist noch wachsen wird.

Tipps zur Erstausstattung und der Hundehaltung

Möchte man sich einen Hund anschaffen, dann sollte man sich vorher ausreichend zur Hunderasse und deren Ansprüche informieren.

Kennt man die Bedürfnisse und charakteristischen Eigenschaften des Hundes, vermeidet man unnötige Fehler. Die Hunderasse ist z. B. entscheidend für Futter, Pflege, Intelligenz, Körpergröße, Aktivitäten und Trainingsmöglichkeiten des Hundes. Bei der Zusammenstellung der Erstausstattung kommt es auf die Wünsche des Halters und die Bedürfnisse des Hundes an, wie dass ein Geschirr für den Hund meist angenehmer als ein Halsband ist und dem Halter mehr Kontrolle bietet. Doch es gibt noch weitere Aspekte, die man für die Erstausstattung des Hundes beachten sollte.

Futter

Im Idealfall hat man etwas Futter vom Züchter oder Verkäufer erhalten. Es empfiehlt sich, das Futter des Hundes nicht sofort zu wechseln, da der Hund sich an das alte gewöhnt hat und die neue Situation für ihn schon stressig genug ist. Der Futterwechsel sollte langsam erfolgen. Am besten vermischt man erst einen großen Teil des alten Futters mit einem kleinen Teil des Neuen, dann füttert man im Verhältnis 1:1, im Anschluss sollte das neue Futter überwiegen und schließlich bietet man dem Hund nach nur noch das neue Futter an.

Hunde brauchen immer die Möglichkeit, viel Wasser zu trinken. Das Futter sollte man dem Alter des Hundes entsprechend aussuchen. Welpen sind noch im Wachstum und brauchen deswegen mehr Nährstoffe als älterer Hunde. Füttern sollte man sie zwei bis dreimal pro Tag zu festgelegten Zeiten. Am Anfang kann man die Fütterung mit leichtem Training und Kommando verbinden.

Schlafbox oder -platz

Ein fester Schlafplatz ist ungemein wichtig für Hunde, denn es ist ihr persönlicher Rückzugsort. Der Schlafplatz sollte dem Hund ausreichend Sicherheit und Ruhe bieten, aber dennoch nicht zu sehr vom Familienleben getrennt sein.

Für Hunde gibt es Schlafmöglichkeiten in den verschiedensten Größen, Designs und Preisklassen. Man kann das Bett bereits nach der Größe wählen, die der Hund später haben wird. Möchten Halter den Hund an die Schlafbox oder den Liegeplatz gewöhnen, dann sollten sie den Ort für den Hund nicht mit Zwang, sondern mit positiven Assoziationen wie Leckerli, Spiel oder Belohnung verbinden.

Mehr zu dem Thema "Schlafplatz" findest Du unter: "Wo soll mein Hund schlafen? Das musst Du unbedingt beachten!"

Viele Halter lassen ihren Hund auch im eigenen Bett schlafen, wenn er dieses nicht zu seinem eigenen Revier macht und bestimmt, wer darin schlafen darf.
Viele Halter lassen ihren Hund auch im eigenen Bett schlafen, wenn er dieses nicht zu seinem eigenen Revier macht und bestimmt, wer darin schlafen darf.  © unsplash/Amy Humphries

Spielzeug

Nicht jeder Hund mag jedes Spielzeug. Die meisten Hundehalter müssen einige Spielsachen ausprobieren, bis sie das passende für ihren Hund gefunden haben. Anfangs überfordert zu viel Spielzeug das Tier, weswegen man sich mit der Auswahl gerne etwas zurückhalten kann.

Verzichte bei Welpen und jungen Hunden auf Quietschspielzeug, denn es behindert sie dabei, eine Beißhemmung zu erlernen. Im Spiel mit anderen Tieren würde der Welpe, wenn er zu fest zubeißt, von den anderen Hunden quiekend zurück gebissen werden. Diesen Effekt gibt es bei dem Spielzeug nicht, weswegen er es nicht merkt, wenn er zu stark zugebissen hat. Spielbälle sollten Hundebesitzer ebenso vermeiden, wenn sie den Jagdtrieb des Hundes nicht verstärken möchten.

Für den Anfang eignen sich Spielzeuge zum Knabbern oder Kauen. Welpen und Hunde beißen gern auf allem herum. Besser ist es, sie machen es auf dem Spielzeug als auf dem Stromkabel. Recht beliebt sind Wurf- und Ziehspielzeuge. Etwas mehr Beschäftigung bieten auch Spielzeuge zum Füllen mit Leckerli oder Snacks, da der Hund den Inhalt erst herausspielen muss.

Bei Kuscheltieren und Kissen ist darauf zu achten, dass die Füllung nicht schädlich für den Hund ist, sowie, dass der Hund keine Kleinteile abbeißen und verschlucken kann. Auch das Spielzeug sollte aus ungiftigen Stoffen bestehen und nicht zu leicht kaputtgehen. Viele Kunststoffe enthalten Weichmacher, die krebserregend sein können. Lacke, Farben und polyzyklisch aromatische Kohlenwasserstoffe sind ebenfalls schädlich für Hunde.

Um das richtige Spielzeug zu finden, kann man sich im Tierbedarf beraten lassen. Hundebesitzer sollten sich dabei jedoch im Hinterkopf behalten, dass sie im Fachhandel immer noch mit Verkäufern sprechen.

Weitere Hunde-Ratgeber für neue oder erfahrene Hundeeltern:

Bei der Auswahl von Kuscheltieren und Spielzeug ist darauf zu achten, dass die Füllung und das Material nicht schädlich für den Hund sind.
Bei der Auswahl von Kuscheltieren und Spielzeug ist darauf zu achten, dass die Füllung und das Material nicht schädlich für den Hund sind.  © unsplash/Rebecca Campbell

Wohnung

Nicht nur die Ausstattung ist für den Hund wichtig, sondern auch die Gestaltung von dessen Umgebung. Auf seiner Entdeckungstour wird der neue Mitbewohner wahrscheinlich die gesamte Wohnung auf den Kopf stellen. Es empfiehlt sich, entsprechende Maßnahmen zur Vorkehrung zu treffen und sich für die Eingewöhnungszeit des Tieres Zeit oder Urlaub zu nehmen.

Der Hund sollte anfangs nicht viel allein sein, und er braucht vor allem die Zeit, Geduld und Liebe der neuen Besitzer.

Im ersten Schritt sollten die angehenden Hundehalter alles, was herunterfallen, zerbrechen und vom Hund zerstört werden kann, wegräumen. Das betrifft z. B. Schuhe, Kerzen und Vasen. Von spitzen Gegenständen und scharfen Kanten geht ebenfalls eine Verletzungsgefahr für den Hund aus. Die Einrichtungsgegenstände wie Möbel, Fernseher und Lampen sollten möglichst standfest sein. Um die Möbel zu schonen, bietet es sich an, diese mit alten Decken zu verhüllen. Außerdem ist es sinnvoll, Stromkabel und Steckdosen zu verkleiden oder für den Hund unerreichbar zu machen. Fenster, Balkongeländer und Treppen, wo der Hund herunter- oder durchfallen könnte, sind ebenso zu sichern.

Am Anfang sind die meisten Hunde noch nicht stubenrein, weswegen man den Teppich und andere Textilien, wenn es möglich ist, beiseite räumen sollte. Viele Hunde machen gern auf weichen Bodenbelag, da er sie an Gras erinnert. Muss man ein kleines Versehen beseitigen, denn ist wichtig, die Stelle gründlich mit guten Reinigungsmitteln oder Essigreiniger zu reinigen, bis der Geruch beseitigt ist. Hunde bevorzugen Stellen, wo es bereits nach Urin und Kot riecht, um sich zu erleichtern. Achte darauf, dass die verwendeten Reiniger für Hunde ungefährlich sind.

Wird ein Hund in der Wohnung oder im Haus gehalten, dann sollten keine für Hunde giftigen Pflanzen und keine für Hunde giftigen Lebensmittel für den Vierbeiner erreichbar sein. Entscheidet man sich dafür, ganze Bereiche in der Wohnung gegen den Hund abzusperren, dann darf man sich nicht zu lange dort aufhalten und den Hund im restlichen Teil der Wohnung allein lassen. Das könnte bei ihm zu Verhaltensauffälligkeiten führen.

Frisch gebackene Hundeeltern sollten sich jedoch nicht nur materiell auf den kläffenden Neuzugang vorbereiten. Das nötige Grundwissen zur Hundeerziehung und Hunderasse sollten sich alle Familienmitglieder aneignen, um ein harmonisches Miteinander erfolgreich gestalten zu können.

Titelfoto: unsplash/Vander Films

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