Labsky: Der Labrador-Husky-Mix strotzt nur so vor Energie

Der Labsky begeistert mit seiner Ausdauer und seinem offenen Wesen sowohl aktive Menschen als auch Familien. Warum der Labrador-Husky-Mix so besonders ist, erfährst Du von TAG24.

Mehr einzigartige Vierbeiner gibt's übrigens unter: Hunderassen.

Labsky: Der Labrador-Husky-Mix im Steckbrief

Labrador-Husky-Mischlinge werden auch Labsky oder Huskador genannt.
Labrador-Husky-Mischlinge werden auch Labsky oder Huskador genannt.  © Bildmontage: 123RF/sanjagrujic, 123RF/ollinka

Name:

  • Labrador-Husky-Mix

  • Husky-Labrador-Mix

  • Labsky

  • Huskador

Herkunft:

  • Sibirien (Husky)

  • Vereinigtes Königreich (Labrador)

  • vermutlich erstmals in den USA gezüchtet

Schulterhöhe: 50 bis 60 Zentimeter

Gewicht: 25 bis 40 Kilogramm

Lebenserwartung: 12 bis 14 Jahre

Fellart: wasserabweisendes Doppelfell, dicht

Fellfarben: schwarz, weiß, grau, braun (zweifarbig möglich)

Charakter: energiegeladen, freundlich, intelligent, menschenbezogen

Was ist ein Labsky?

Wenn bei der Kreuzung von Labrador Retriever und Siberian Husky die Gene des Labradors dominieren, nennt man den Mix Labsky. Setzen sich die Husky-Gene durch, nennt man solche Mischlinge Huskador.

Unabhängig vom Namen handelt es sich um eine Designer- bzw. Hybridrasse, die von der FCI (Fédération Cynologique Internationale) nicht als offizielle Hunderasse anerkannt wird.

Aussehen von Labrador-Husky-Mischlingen

Beim Aussehen eines Labrador-Husky-Mischlings kommt es darauf an, welche Gene der Elterntiere sich stärker durchsetzen. Da die Rasse nicht offiziell anerkannt ist, gibt es keinen Rassestandard.

Alle Labskys und Huskadors haben einen muskulösen, athletischen und stromlinienförmigen Körperbau. Mit einer Schulterhöhe von 50 bis 60 Zentimetern zählen die Mischlinge zu den mittelgroßen Hunden. Ihr dichtes und warmes Fell ist meist schwarz, weiß, grau, braun, rötlich oder cremefarben.

Viele Labrador-Husky-Mischlinge haben braune Augen. Es ist aber auch möglich, dass sie hellblaue Augen vom Husky erben oder zwei verschiedene Augenfarben (Heterochromie) bekommen.

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Labsky - Charakter

Die meisten Exemplare des Labrador-Husky-Mix sind freundliche Energiebündel, die sehr sozial, menschenbezogen, temperamentvoll und intelligent sind. Wodurch sich ihr Wesen noch auszeichnet, hängt davon ab, welche Eigenschaften sie von Elterntieren erben.

Mögliche Charakterzüge eines Huskys:

  • stur
  • eigenwillig
  • freundlich
  • eigenständig
  • intelligent
  • unabhängig
  • gesellig
  • kontaktfreudig
  • ausgeprägter Jagdtrieb
  • starker Fluchtinstinkt

Mögliche Eigenschaften eines Labrador Retrievers:

  • menschenbezogen
  • geduldig
  • ausgeglichen
  • ruhig
  • unerschütterliche Freundlichkeit
  • intelligent
  • kontaktfreudig
  • gutmütig

Der Labsky ist als Familienhund gut geeignet, weil er sich mit Kindern und anderen Tieren gut versteht, sofern er rechtzeitig sozialisiert wurde. Man sollte aber bedenken, dass diese Hunde sehr viel Bewegung sowie Beschäftigung brauchen und überhaupt nicht gerne alleine sind.

Beim Labrador-Husky-Mix ist der Jagdtrieb oft sehr stark ausgeprägt. Zudem neigen die Tiere dazu, ihre Menschen zu beschützen, was in bestimmten Situationen zu Problemen führen kann.

Haltung eines Labrador-Husky-Mix

Die wohl größte Herausforderung bei der Haltung eines Labskys ist sein Bewegungsdrang. Er ist der perfekte Begleiter für lange Wanderungen und Radtouren. Hundesport wie Agility oder Turnierhundesport sind ebenso ideal.

Neben der körperlichen ist auch die geistige Auslastung wichtig für das Wohlbefinden der intelligenten und neugierigen Tiere. Es empfiehlt sich, einem Labrador-Husky-Mix viele Spielsachen und Intelligenzspielzeuge sowie Abwechslung zu bieten. Er ist ein regelrechter Arbeitshund und freut sich über Aufgaben.

Ist ein Labrador-Husky-Mischling unterfordert, neigt er zu Verhaltensauffälligkeiten.

Wie Huskys sind auch Labskys sehr gesellige Hunde.
Wie Huskys sind auch Labskys sehr gesellige Hunde.  © 123RF/hetmanstock

Das macht den Labsky besonders

Kreuzt man den einstigen Jagdhund Labrador Retriever mit dem Schlittenhund Husky, bekommt man einen Mischling mit scheinbar unendlicher Energie und Wissbegierde.

Ein Labsky ist nicht nur ein temperamentvolles Energiebündel, sondern auch eine echte Wasserratte. Mischlinge besitzen meist ein wasserabweisendes Fell, das sie von ihren Eltern erben.

Wie gut ein Labrador-Husky-Mix erziehbar ist, hängt davon ab, nach welchem Elternteil er kommt. Huskys sind Dickköpfe, die gerne ihren eigenen Willen durchsetzen und die Kommandos ihrer Halter gekonnt ignorieren, wohingegen ein Labrador Retriever sehr gefällig und unterwürfig ist.

Da beide Elternrassen freundliche und soziale Tiere sind, hat auch ihr Nachwuchs diese Eigenschaften. Eine frühe Sozialisierung und konsequente Hundeerziehung sind dennoch essenziell.

Lesetipp: Mehr bewegungsfreudige Hunde gibt's unter: sportliche Hunderassen.

Labrador-Husky-Mix - Pflege

Wer keine Hundehaare mag, sollte keinen Mix aus Labrador und Husky als Haustier halten, weil sie sehr viel haaren. Ihr Fell besteht aus langem Deckhaar und dichter Unterwolle. Um die Haare etwas zu minimieren, sollte man das Fell täglich bürsten. Das hilft aber nur bedingt. Den Kampf gegen Hundehaare kann man vor allem während des Fellwechsels nicht gewinnen.

Bei der Ernährung eines Husky-Labrador-Mix sollte man auf hochwertiges Futter mit einem hohen Proteinanteil setzen. Außerdem sollte man das Gewicht eines solchen Mischlings im Auge haben, weil er seinen Appetit nicht zügeln kann.

Neben guter Fellpflege und angemessener Ernährung sind körperliche und geistige Auslastung entscheidend für das Wohlbefinden eines Labskys oder Huskadors.

Ein Labrador-Husky-Mischling sollte regelmäßig in eine Tierarztpraxis.
Ein Labrador-Husky-Mischling sollte regelmäßig in eine Tierarztpraxis.  © 123rf/dragonimages

Gesundheit des Labrador-Husky-Mischlings

Der Labrador-Husky-Mix hat die gleichen Veranlagungen für Krankheiten wie seine Eltern:

  • Hüft- und Ellenbogendysplasie
  • Zinkmangel-Dermatitis (entzündliche Hauterkrankungen)
  • Von-Willebrand-Krankheit (Blutgerinnungsstörung)
  • Getreideallergie
  • progressive Retinaatrophie (PRA) und Katarakt (erbliche Augenerkrankungen)
  • bestimmte Formen von Krebs wie Lymphome und Mastzelltumore

Für beste Hundegesundheit sollte ein Labrador-Husky-Mix regelmäßig tiermedizinisch untersucht werden. Gängige Impfungen und Parasitenschutz sind ebenfalls ratsam.

Gut zu wissen: Labrador-Husky-Mischlinge kosten bei einem seriösen Züchter zwischen 600 und 1500 Euro. Auf Billigangebote im Internet sollte man nicht eingehen.

Fazit

Ein Labrador-Husky-Mix braucht Auslauf, geistige Beschäftigung, Pflege und eine konsequente Erziehung. Für Familien, die sich gerne viel bewegen und Zeit für einen Hund haben, ist der Mischling ein idealer Begleiter.

Titelfoto: Bildmontage: 123RF/sanjagrujic, 123RF/ollinka

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