Im Harz tut sich was: Das ist für den Brockenumbau 2026 geplant
Von Simon Kremer
Wernigerode - Die touristische Entwicklung des Brockens und des Harz soll im neuen Jahr richtig Fahrt aufnehmen.
Das gelte nicht nur für den denkmalgeschützten Turm mit dem Brockenhotel und dem Restaurantbetrieb, die einen neuen Betreiber bekommen, sondern auch für die Harzer Schmalspurbahnen, die dringend sanierungsbedürftig sind und hohe finanzielle Defizite einfahren. In 2026 sollen bestenfalls bereits die ersten Umbaumaßnahmen losgehen.
Im Sommer hat der Landkreis Harz große Teile des Brockenplateaus gekauft. Damit liegen Verantwortung und Gestaltungsmöglichkeiten direkt beim Kreis.
In dem ehemaligen Telekomgebäude soll ein neuer Veranstaltungs- und Tagungsraum entstehen. Kurz vor Weihnachten wurden dabei Fördermittel in Höhe von 1,8 Millionen Euro von Bund und Land übergeben.
Der neue Saal soll ab 2028 geöffnet werden. Schon ein Jahr vorher will die Restaurantkette Timberjacks 2027 mit dem Betrieb der Gastronomie im Brockenrestaurant und dem Hotel beginnen.
Wie geht es mit der Harzer Schmalspurbahn weiter?
Etwa eine halbe Million Menschen fahren jedes Jahr mit den historischen Dampfzügen der Harzer Schmalspurbahnen den Brocken hinauf. Insgesamt schwanken die Schätzungen zwischen zwei und drei Millionen Besuchern jährlich, da viele auch zu Fuß oder mit dem Fahrrad kommen.
Die HSB befinden sich in einer finanziellen Krise. Trotz insgesamt rund einer Million Fahrgäste auf dem gesamten Streckennetz fährt das Unternehmen ein Millionendefizit ein. Hinzu kommen massive Investitionskosten, die laut einem Gutachten in den kommenden Jahren auf die HSB zukommen.
Das Unternehmen will dennoch an allen Strecken festhalten. Perspektivisch soll auch eine Elektrifizierung der historischen Dampfloks geprüft werden.
Für die kommenden beiden Jahre ist die Finanzierung erst einmal gesichert. Das Infrastrukturministerium hat den bestehenden Verkehrsvertrag über rund neun Millionen Euro für 2026 und 2027 verlängert. Der Umbau auf dem Brocken soll dabei neue Fahrgäste anlocken.
Titelfoto: Bildmontage: Matthias Bein/dpa (2)
