Karls Pop-Up-Festival im Harz: So läuft das erste Wochenende

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Von Christian Grube

Wernigerode - Pfingsten, Sonne satt und jede Menge neugierige Besucher: Für Karls Pop-Up-Festival in Wernigerode steht am Feiertagswochenende der erste große Härtetest an. TAG24 hat sich auf dem Gelände umgesehen.

Das erste Wochenende vom Karls Pop-Up-Festival läuft auf Hochtouren.
Das erste Wochenende vom Karls Pop-Up-Festival läuft auf Hochtouren.  © Christian Grube

Noch wirkt vieles etwas improvisiert – was allerdings auch zum Konzept eines Pop-Up-Festivals passt. Das Gelände nahe des Harzparks am Stadtrand erinnert stellenweise eher an eine Baustelle mit Freizeitflair.

Trotzdem steckt bereits vieles von dem drin, was Besucher aus den bekannten Karls-Erlebnisdörfern kennen: eine große Markthalle, Fahrgeschäfte und natürlich jede Menge Erdbeeren.

Bis 2028 soll in Wernigerode ein dauerhaftes Karls-Erlebnisdorf entstehen. Das jetzige Festival zeigt daher vor allem, was im touristisch gut erschlossenen Harz funktioniert – und was nicht.

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Schon am Samstagvormittag war das Gelände gut gefüllt. Auf dem Parkplatz standen längst nicht nur Autos aus dem Harz. Auch Kennzeichen aus Niedersachsen und anderen Teilen Sachsen-Anhalts waren zu entdecken.

Der Weg aufs Gelände führt durch die Markthalle. Dort finden Besucher Erdbeermarmelade, Getränke, Dekoartikel und Souvenirs.

"Karls"-Besucher müssen der Pfingsthitze trotzen

Besucher mussten am Samstag lange Schlange stehen.
Besucher mussten am Samstag lange Schlange stehen.  © Christian Grube

Gleichzeitig zeigt sich hier aber auch einer der größten Schwachpunkte: Die Leichtbauhalle besitzt keine Klimaanlage. Bereits am Vormittag herrschten dort Temperaturen wie in einer Dampfsauna. Mitarbeiter halfen sich mit Standlüftern.

Auch draußen wird die Sonne schnell zum Problem. Weil die Fläche noch vor einem Jahr landwirtschaftlich genutzt wurde, fehlen große Bäume und Schattenplätze fast komplett. Einzelne Sonnenschirme hat das Team zwar aufgestellt, bei hochsommerlichen Temperaturen dürfte das aber kaum reichen. Besonders an der Tageskasse mussten Besucher teils lange in der prallen Sonne warten.

Bei den Attraktionen setzt Karls zunächst auf eine kleinere Auswahl beliebter Elemente: Raupenachterbahn, Treckerbahn, Kartoffelrutsche und Gruselbus gehören aktuell dazu.

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Ab dem 17. Juli soll zusätzlich ein Maislabyrinth eröffnen.

Karls Pop-Up-Festival im TAG24-Check: Was funktioniert - und was nicht?

In der Markthalle gab es viele Karls-Souvenirs.
In der Markthalle gab es viele Karls-Souvenirs.  © Christian Grube

Im Vorfeld hatten einige Anwohner Sorgen wegen möglicher Lärmbelästigung geäußert. Vor Ort zeigt sich jedoch schnell: Außerhalb des Geländes ist vom Festival kaum etwas zu hören.

Kulinarisch bietet Karls bekannte Klassiker an. Im Außenbereich gibt es Eis, Erdbeerbratwurst, Kuchen und Kaffee. In "Friedas Hofküche" wird bis 11 Uhr Frühstück serviert, danach rustikale Küche.

Auffällig positiv ist das Personal. Viele Mitarbeiter stammen direkt aus der Region rund um Wernigerode, einige wurden aus bestehenden Karls-Parks eingeflogen. Die Stimmung ist freundlich und entspannt.

Beim Thema Schattenplätze und Innenklima wird Karls sicherlich schnell nachbessern. Insgesamt hinterlässt das Pop-Up-Festival dennoch einen vielversprechenden Eindruck – und könnte sich langfristig zu einem echten Wirtschaftsfaktor für Wernigerode entwickeln.

Geöffnet ist das Pop-Up-Festival zunächst bis zum 31. Oktober 2026. In Wernigerode wird allerdings bereits spekuliert, dass bei Erfolg sogar eine Verlängerung bis Weihnachten möglich sein könnte.

Titelfoto: Christian Grube

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