Hauseinsturz in Görlitz: Retter entdecken Frauenleiche

Görlitz - Nun herrscht schreckliche Gewissheit: Den Einsturz eines Wohnhauses in Görlitz vom Montagabend hat mindestens eine Person nicht überlebt. Zwei weitere Menschen werden noch vermisst.

Rettungskräfte haben am späten Mittwochabend eine Frauenleiche unter den Trümmern entdeckt.  © Paul Glaser/dpa

Retter fanden am späten Mittwochabend gegen 22.30 Uhr mithilfe eines Suchhundes eine verschüttete Person unter den Trümmern, wie die Polizei in der Nacht auf Donnerstag mitteilte. Die Suchmaßnahmen seien zunächst unterbrochen worden.

"Ein Notarzt kam zum Einsatz. Dieser konnte nur noch den Tod feststellen", so die traurige Nachricht von Sprecherin Anja Leuschner (36).

Kameraden der Feuerwehr hätten die Trümmer um die Person herum entfernt, um die Bergung zu ermöglichen.

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"Noch während die Verstorbene geborgen wurde, gingen die Suchmaßnahmen in einigen Bereichen des eingestürzten Hauses weiter", berichtete Leuschner. Schließlich hätten die Maßnahmen in vollem Umfang fortgesetzt werden können.

TAG24 berichtet im Liveticker.

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21. Mai, 7.17 Uhr: Zwei Personen weiter vermisst – Suchhunde schlagen an

Eine rumänische Touristin (26) und ein Mann (48) mit bulgarischer und deutscher Staatsangehörigkeit gelten weiter als vermisst.

Die Suche läuft daher vollumfänglich weiter. Man konzentriere sich derzeit besonders auf eine Stelle, wo Hunde in der Nacht angeschlagen hätten, teilte Polizei-Sprecher Stefan Heiduck (34) gegenüber TAG24 mit.

Dabei werde Bauschutt mit der Hand beseitigt. Zugleich dränge die Zeit. "Je länger der Einsatz dauert, desto geringer ist die Chance, noch Überlebende zu finden", so Heiduck.

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Noch immer werden zwei Personen vermisst.  © Paul Glaser/dpa

21. Mai, 6.36 Uhr: Leiche entdeckt – Kriminalpolizei identifiziert Frau als 25-Jährige aus Rumänien

Nach dem Fund einer toten Frau haben Kriminalpolizei und Kriminaltechniker den Leichnam identifiziert.

Es handelt sich um die 25-jährige Vermisste aus Rumänien, wie die Polizei mitteilte.

Der Polizeiführer habe gemeinsam mit Oberbürgermeister Octavian Ursu (58) und einem Seelsorger die Angehörigen informiert.

Eine 25-jährige Frau aus Rumänien ist bei dem Hauseinsturz in Görlitz ums Leben gekommen.  © Paul Glaser/dpa

20. Mai, 22.33 Uhr: Hund schlägt noch einmal an einer bestimmten Stelle an

"Aktuell ist ein Saugbagger vor Ort, um die Maßnahmen zu unterstützen. Auch ein Hund war nochmal vor Ort. Er hat an einer Stelle angeschlagen, wo schon die vergangenen Tage öfter angeschlagen wurde. Dort wird jetzt intensiver gesucht", erklärte Polizeisprecherin Anja Leuschner gegenüber TAG24.

Die Suche wird die Nacht über weitergehen.

Die Retter kämpfen auch im Regen weiter.  © Paul Glaser/dpa

20. Mai, 21.34 Uhr: Weiter keinerlei Lebenszeichen

In Görlitz heißt es weiter bangen. Derweil hat es am Mittwochabend angefangen, zu regnen. "Die Arbeiten laufen auf Hochtouren. Wir geben unser Menschenmögliches", sagte ein Sprecher der Polizei gegenüber der dpa.

Versuche, etwas von den Vermissten zu hören, sind bislang fehlgeschlagen. "Wir haben in den Trümmerkegel mit Megafon herein gesprochen, dass Reaktionen gezeigt werden sollen", erklärte eine Sprecherin vom THW. Weil es keine Reaktionen gegeben habe, würde man nun weitersuchen.

Neben der Dunkelheit hat in Görlitz auch der Regen eingesetzt.  © Paul Glaser/dpa

20. Mai, 20.20 Uhr: Stille an der Einsatzstelle

An der Unglücksstelle ist es zuletzt zeitweise sehr still geworden. Anja Weigel, die Leiterin der Berufsfeuerwehr Görlitz, sagte dazu, dass Hohlräume freigelegt worden seien. Kameraden des THW würden diese per Ortung mit Sonden untersuchen.

"Es wird geschaut, sind irgendwo Klopfgeräusche? Kann man jemanden rufen hören, hört man vielleicht Atemgeräusche? Dazu brauchen wir absolute Stille an der Einsatzstelle", erklärte sie.

Dieses Bild vom Nachbarhaus aus fotografiert, macht es sehr deutlich: Hier könnten wirklich noch viele Hohlräume sein.  © Polizei Sachsen
Momentan ist an der Unfallstelle oft Stille gefordert.  © Lars Haubner/NEWS5

20. Mai, 16.58 Uhr: So lange können Menschen unter Trümmern überleben

Nach dem Hauseinsturz in Görlitz hoffen viele Menschen weiterhin darauf, dass die drei vermissten Menschen in den Trümmern lebend gefunden werden. Fachleuten zufolge könnte das theoretisch zwei Tage nach dem Unglück noch klappen.

Mehr Infos unter: "So lange können Menschen unter Trümmern überleben".

Einsatzkräfte arbeiten mit schweren Gerät an der Einsatzstelle.  © Paul Glaser/dpa

20. Mai, 16.33 Uhr: Warum zieht sich die Suche so lange hin?

Nach dem Einsturz des Wohngebäudes in Görlitz wird noch immer nach drei Vermissten gesucht. Während die Überlebenschancen mit fortlaufender Zeit sinken, stellt sich die Frage, warum die Suchaktion so lange dauert.

Mehr Infos gibt es dazu in dem Artikel: "Mehrere Vermisste nach Hauseinsturz in Görlitz: Warum zieht sich die Suche so lange?"

Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerk (THW) arbeiten auf dem eingestürzten Wohnhaus.  © Paul Glaser/dpa

20. Mai, 15.25 Uhr: Feuerwehr-Leiterin weiß nicht, ob Suche Mittwoch endet

Die Leiterin der Feuerwehr Görlitz, Anja Weigel, hat sich am Nachmittag mit einem neuen Update zu Wort gemeldet.

"Wir haben derzeit noch nichts gefunden, aber wir gehen davon aus, je tiefer wir kommen, dass die Wahrscheinlichkeit steigt, dass wir auf Personen treffen", sagte sie laut dpa. "Das kann schnell gehen, das kann auch bis morgen dauern", fügte sie hinzu.

Die Leiterin der Feuerwehr Görlitz, Anja Weigel, weiß nicht, ob die Suche am Mittwoch enden wird.  © Steffen Füssel

20. Mai, 15.15 Uhr: Polizei gibt Update und veröffentlicht aktuelle Fotos

Die Suchmaßnahmen nach den vermissten Personen dauern laut der Görlitzer Polizei weiter an.

"Dabei arbeiten alle beteiligten Partner rund um die Uhr und Hand in Hand. Aufgrund der Umstände des Einsatzgebietes erfolgt die Abtragung des zusammengestürzten Hauses zum großen Teil von Hand in Form einer Menschenkette", teilt die Behörde mit.

Dazu veröffentlicht sie aktuelle Bilder von vor und hinter dem Haus.

So sieht es derzeit hinter dem eingestürzten Haus aus.  © Polizei Sachsen
Hier sind die Arbeiten vor dem Haus zu sehen.  © Polizei Sachsen

20. Mai, 14.19 Uhr: OB-Wahlkampf wegen Gebäudeeinsturz auf Eis gelegt

Vor dem zweiten Wahlgang der Oberbürgermeisterwahl in Görlitz am 31. Mai haben beide Kandidaten ihren Wahlkampf aufgrund des Gebäudeeinsturzes vorerst auf Eis gelegt.

Der amtierende OB Octavian Ursu (58, CDU) sowie sein Herausforderer Sebastian Wippel (43, AfD) wollen in den nächsten Tagen darauf verzichten, Infostände in der Stadt aufzubauen und Straßenwahlkampf zu betreiben. Wippel hatte seinen Entschluss bereits am Dienstag via Facebook mitgeteilt. Wie die "Sächsische" am Mittwoch berichtete, unterbricht auch Ursu seinen Wahlkampf.

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