Hausexplosion mit drei Toten in Görlitz wohl kein Unfall! Zwei Tatverdächtige in U-Haft
Görlitz - Krasse Wendung am Sonntagabend: Die Hausexplosion in Görlitz, die Mitte Mai drei Menschen ihre Leben kostete, soll kein Unfall gewesen sein! Die Polizei ermittelte zwei Tatverdächtige.
Gegenüber TAG24 bestätigten die Beamten, dass die beiden mutmaßlichen Täter bereits in U-Haft sitzen. Bei den Männern handele es sich demnach um den Polen Bartosz K. (27) sowie den Afghanen Zolmai K. (33).
Sie sollen die Leben der Rumäninnen Georgiana Rusu (†25) und Simona Marcu (†26) sowie des Deutsch-Bulgaren Ahmed M. (†48) auf dem Gewissen haben. Denn diese "erlagen alle [...] traumatisch bedingten Verletzungen, die mit dem Einsturz des Hauses in Verbindung stehen", sagte Irene Schott (59), Sprecherin der Görlitzer Staatsanwaltschaft, Ende Mai zu TAG24.
Alle drei kamen am 18. Mai infolge des Einsturzes des Gründerzeithauses in der Görlitzer James-von-Moltke-Straße ums Leben.
Doch erst ab 3. Juni konnten Kriminaltechniker den Trümmerhaufen unter die Lupe nehmen. Offenbar mit schnellem Erfolg. "Wir haben zwei Tatverdächtige ermitteln können", erklärte Polizeisprecher Kai Siebenäuger (45) Sonntagabend.
"Sie stehen im Verdacht, die Rohrleitungen beschädigt zu haben. Die Theorie ist, dass sie Kupfer entwenden und zu Geld machen wollten."
5000 Euro Belohnung für entscheidenden Hinweis
Bartosz K. und Zolmai K. sitzen bereits in Haft, allerdings nicht wegen der Explosion: Sie sind der Polizei schon durch diverse Diebstähle und Einbrüche bekannt und wurden deshalb bereits nach der Explosion verhaftet.
Nun sucht die Polizei Zeugen: Wer hat die beiden in der Nähe des Tatorts oder im Stadtgebiet gesehen? Für den entscheidenden Hinweis gibt es 5000 Euro Belohnung!
Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln indes wegen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion mit Todesfolge in Tateinheit mit fahrlässiger Tötung.
Hinweise bitte an 03581/4685 00 00.
Titelfoto: Montage: dpa | Sebastian Kahnert, PD Görlitz

