Rekordmeister als Wundertüte: Was erwartet die Monarchs?

Dresden - Verkehrte Welt! Während eine Mannschaft aus Dresden am Samstag im Eintracht-Stadion in Braunschweig um den Klassenerhalt kämpft, beginnt für eine andere zu Hause gegen Braunschweig der Titelkampf in Deutschlands höchster Spielklasse.

Monarchs-Headcoach Greg Seamon (70) weiß nicht genau, was auf sein Team zukommt.  © Lutz Hentschel

Dynamo Dresden muss in der 2. Fußball-Bundesliga (13 Uhr) gegen den Abstiegskonkurrenten Eintracht Braunschweig genau in dem Stadion Punkte sammeln, in dem auch die Footballer der Braunschweig Lions ihre Heimspiele austragen.

Die sind aber in Dresden bei den Monarchs zu Gast - nicht etwa wie traditionell sonst zum Sparkassen Gameday im Rudolf-Harbig-Stadion, sondern in der regulären Monarchs-Heimspielstätte Heinz-Steyer-Stadion.

Denn, was in Braunschweig möglich ist, geht in Dresden mit der Begründung "Abstiegskampf" nicht.

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Für ordentlich Gänsehaut-Stimmung wird trotzdem gesorgt sein - schon knapp zehn Minuten vor dem Kick-off (16 Uhr) das erste Mal so richtig, wenn mehr als 7000 Fans im Stadion Teil einer Choreografie werden sollen.

Für den Rest muss der amtierende Vizemeister dann auf dem Feld sorgen. Spiel eins einer Saison ist aber immer eine Wundertüte, die Lions noch einmal umso mehr.

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Vor zwei Jahren war Braunschweig zum Sparkassen Gameday im Rudolf-Harbig-Stadion zu Gast.  © Lutz Hentschel

Das Rezept für einen schmackhaften Sieg ist für die Dresden Monarchs meist das gleiche

Den Ball nur nicht herschenken! Diese Regel steht bei den Monarchs ganz oben, nicht nur gegen Braunschweig.  © imago/Susanne Hübner

"Das Problem mit ersten Spielen ist immer, dass man nicht ganz sicher ist, was das andere Team tun wird. Wegen einiger Unbekannten kann man schon von einem schwierigen Start sprechen", gesteht auch Headcoach Greg Seamon (70).

Die Lions haben ihren Investor New Yorker verloren, knapp 500.000 Euro sollen angeblich im Budget dadurch fehlen. Deswegen geht man beim Rekordmeister ab dieser Saison einen neuen Weg.

Talente aus dem eigenen Nachwuchs und Spieler aus der GFL2 sollen namhafte Lücken schließen, einer von ihnen ist der frühere Monarch Taylor Pawelkoski (25). Quarterback Ryon Thomas (22) kam von einem Division-III-College.

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Der neue Headcoach Brayden McCombs (30) hat das Team deutlich verjüngt und ihm eine neue Philosophie verpasst. Was es in Dresden zu leisten imstande ist, das können letztlich aber nur die Königlichen beeinflussen.

"Das Wichtigste ist auch diese Saison wieder: Nicht den Ball herschenken", macht Seamon klar. "Die Formel für einen Sieg ist immer gleich. Gute Vorbereitung und keine dummen Fehler!"

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